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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Jun12

War Inc.

War Inc.

Originaltitel: War, Inc.
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Komödie, Action
Freigabe: FSK-16
Regie: Joshua Seftel
Darsteller: John Cusack, Marisa Tomei, Ben Kingsley, Hilary Duff u.a.
 

Der Krieg der (nahen) Zukunft wird nicht mehr von Ländern geführt, sondern ist in privater Hand. Riesige Konzerne schicken ihre Truppen an die Front, um dort nicht nur politisch alles ins Reine zu bringen, sondern im selben Streich dafür zu sorgen, ihre Güter an die Bevölkerung zu bringen und somit den eigenen Umsatz zu steigern. Das größte Unternehmen ist Tamerlane, welches vom Ex-Vize-Präsident (Dan Aykroyd) geführt wird. Der aktuelle Einsatz hat die Tamerlane-Einsatztruppen nach Turaqistan geführt, wo der Öl-Scheich Omar Sharif (Lyubomir Neikov) plant eine Pipeline durch das Land zu ziehen, ohne jedoch auf eine Genehmigung von Tamerlane eingeholt zu haben. Brand Hausers Auftrag (John Cusack), Profikiller Tamerlanes, ist es nun, Omar Sharif aus dem Weg zu schaffen. Als Produzent der in Turaqistan stattfindenden Expo getarnt, ist Hauser für die Organisation der Vermählung von Pop-Ikone Yonica Babyyeah (Hilary Duff) mit dem Neffen des Scheichs verantwortlich.

- Kritik -

Komödien zu schreiben ist bereits ein schwieriges Unterfangen für sich selbst genommen. Eine Satire umzusetzen ist dabei noch ungleich komplizierter, schließlich will man als Autor eine Message übermitteln; Witze werden nicht aus reinem Selbstzweck untergebracht, stattdessen stehen sie letztendlich in einem übergeordneten Kontext und sollen den Zuschauer nicht nur zum lachen bringen, sondern auch zum Denken anregen. Diesen Spagat zu meistern und dabei beiden Teilen gerecht zu werden, gelingt nicht jedem Autor und auch die drei am Drehbuch beteiligten Personen (Mark Leyner, Jeremy Pikser, John Cusack) schaffen es bei War Inc. nur selten, den bissigen Unterton zu treffen, den man bei einer Satire erwartet. Sicherlich wird in War Inc. eine volle Breitseite auf die aktuelle amerikanische Außenpolitik abgegeben und nicht selten trifft man auch das Ziel, aber in großen Teilen des Films hat man das Gefühl, dass die Zielerfassung der Autoren nicht gänzlich funktionstüchtig ist. Zu aufgesetzt wirken viele Witze, zu sehr driften sie in den Klamauk ab und lassen Raffinesse, Cleverness und den zynischen Biss vermissen, den man bei einer Satire sucht. Das liegt zu Teilen sicherlich auch an der wilden Mischung, die der Film darstellt.

War Inc. kann sich nicht so recht entscheiden, was er nun eigentlich darstellen soll, wandelt mal auf den Pfaden eines Thrillers, kommt wieder zu den Wurzeln, also der Satire zurück und versucht sich auch einmal als Drama und diese heterogene Mischung trübt den Filmgenuss doch erheblich. Erstaunlicherweise sind es gerade die Action-Szenen in denen der Film wirklich auftrumpft. So gibt es einen kurzen Part, in dem sich Hauser und die kritisch über Tamerlanes Einschreiten in Turaqistan berichtende Journalistin Natalie Hegalhuzen (Marisa Tomei), durch das Krisengebiet schlagen und dabei allerlei Beschuss über sich ergehen lassen müssen. Diese Stelle, ebenso wie Hausers Nahkampfeinsatz machen in dem Film ein gute Figur und wissen zu überzeugen.

Allgemein gilt es festzuhalten, dass John Cusacks den kaltblütigen Profikiller, der mit den Dämonen seiner Vergangenheit ringt und versucht zu sicher selber zu finden wirklich hervorragend spielt. Selbiges gilt zu großen Teilen auch für Marisa Tomeis Darstellung der Reporterin Hegalhuzen. Der Rest des namhaften Casts ist hingegen nicht ganz so überzeugend und insbesondere Ben Kingsley spielt denkbar blass und bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Auch Hilary Duffs Yonica will nicht so recht gefallen. Ein paar gute Momente liefert Duff zwar ab, zuweilen hat man jedoch das Gefühl, dass sie mit ihrer Figur zu kämpfen scheint und diese nicht wirklich authentisch verkörpern kann. Bei den Nebendarstellern wird es dann vollends übertrieben und oftmals auch einfach übermäßig lächerlich. Plakativer und übertriebener sind in ihrer Vorstellung nur noch Erkan & Stefan, wenn auch nur marginal. Die doch teils eher mäßige Performance geht zusätzlich mit eher flachen Charakteren einher, deren emotionale Entwicklung man nur mit Mühe nachvollziehen kann.

Der Plot selber überschlägt sich auch nicht gerade vor Einfallsreichtum und ist ab und an recht durchsichtig. Der kritische Unterton bleibt glücklicherweise über große Teile des Films erhalten, durch den übertriebene Darstellung verliert die Aussage jedoch stark an Biss, ein wenig mehr Feingefühl hätte hier möglicherweise Wunder gewirkt. Letztlich retten der gute Ansatz, einige amüsante Witze und ein überzeugender Cusack War Inc. vor einem Totalausfall.
 

- Fazit -

Wer nichts gegen ein paar platte, krude Witze hat und auch gegen schwarzen Humor nichts einzuwenden hat, wird bei War Inc. sicherlich gut unterhalten werden. Bei Freunden des subtilen Humors und der leiseren Kritik, dürfte der Film eher für Augenrollen und dezente Langeweile sorgen.

Bewertung: 4 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

1.4/10 Bewertung (8 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart: 30.04.2009 
DVD-Verkaufstart: 30.04.2009

Label: Ascot Elite
Verpackung: Keep Case

Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 5.1

Untertitel:
- Deutsch

Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 103 Min.
Uncut: Ja

Extras:

  • Making of (ca. 12 Min.)
  • Bei den Dreharbeiten (ca. 26 Min.)
  • Interviews (ca. 11 Min.)
  • Bildergalerie (ca. 2 Min.)
  • 9 Trailer (ca. 19 Min.)

Review Extras:
Die Laufzeit der Extras beläuft sich auf gut 70 Minuten, wobei fast 20 Minuten für diverse Trailer anfallen. Das knapp 12-minütige Video welches unter dem Punkt „Making Of“ gelistet ist, bietet eine Reihe von Interviews  mit den Hauptdarstellern, zeigt aber recht wenig über die wirkliche Produktion des Films. Die genannten Interviews finden sich zusätzlich noch 1:1 in der Kategorie „Interviews“ und die gezeigten Szenen unter „Bei den Dreharbeiten“ sind unkommentierte Aufnahmen der Dreharbeiten. 

Bewertung: 6 | 10

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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