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Aug22

Zorn der Titanen

Zorn der Titanen

Originaltitel: Wrath of the Titans
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2012
Genres: Action, Abenteuer, Fantasy
Freigabe: FSK-12
Regie: Jonathan Liebesman
Schauspieler: Liam Neeson, Sam Worthington, Rosamund Pike, Ralph Fiennes, Bill Nighy u.a

Ein Jahrzehnt ist vergangen, seit Perseus (Sam Worthington) den monströsen Kraken bezwungen hat, doch sein beschauliches Leben ist vorbei, als es im Gefüge der Götter eine Machtverschiebung gibt. Weil die Menschen immer weniger an die Götter glauben, verlieren diese an Kraft, was wiederum die unterirdisch eingekerkerten Titanen stärkt. Das herrschende Göttertriumvirat aus Zeus (Liam Neeson), Poseidon (Danny Huston) und Hades (Ralph Fiennes) bricht auseinander, als Hades die Seiten wechselt, um ihren gemeinsamen gestürzten Göttervater Kronos und die Titanen zu befreien. Als Zeus so zusätzlich geschwächt wird, muß Perseus gemeinsam mit der Kriegerin Andromeda (Rosamund Pike), dem Halbgott Argenor (Toby Kebbell) und dem gefallenen Gott Hephaistos (Bill Nighy) zusammentun, um mittels Abstieg in die Unterwelt das Schlimmste zu verhindern...

- Kritik -

Als KAMPF DER TITANEN 2010 in den Kinos anlief fielen die meisten Kritiken verheerend aus. Auch die Resonanz der „normalen“ Zuschauer fiel allenfalls gemischt aus, wobei sich ein Teil der Kritik auf die misslungene 3D-Konvertierung einschoss. Doch so oder so: Begeisterungsstürme löste das Spektakel nicht aus. Allerdings spielte der Film bei einem Budget von 125 Millionen Dollar weltweit knapp 500 Millionen Dollar wieder ein und lieferte dem Studio damit natürlich einen Grund, schnell eine Fortsetzung in Auftrag zu geben,  für die man Regisseur Jonathan Liebesman engagierte, der mit BATTLE LOS ANGELES nicht gerade die beste Visitenkarte abgab.

ZORN DER TITANEN ist ein gutes Beispiel für den Typus des seelenlosen und völlig überfrachteten Blockbuster-Vertreters moderner Prägung. Story, erinnerungswürdige Figuren, Charme oder eine akzeptable Dramaturgie fehlen hier völlig. Man schickt die Hauptfigur Perseus, dargestellt von einem merkwürdig lethargisch wirkenden Sam Worthington, konsequent von einem Punkt zum anderen und von einer Monsterschlacht zur nächsten, so dass das Sequel zu einer Episoden-Ansammlung technischer Klasse mutiert. Die eher unbekannten Autoren David Johnson und Dan Mazeau ignorieren einerseits die epischen Möglichkeiten, die ihnen die Sagenwelten bieten, sind andererseits aber auch nicht in der Lage, daraus zumindest kurzweiliges Bombast-Kino zu stricken. Sie hatten scheinbar keine Idee wie sie die ohnehin nur wenigen Momente zwischen den einzelnen Monster-Einlagen füllen sollten und verschleudern dabei nicht nur das Potenzial der Geschichte, sondern auch den prinzipiell gut besetzten Cast: Unfassbar, wie Kaliber der Güteklasse von Ralph Fiennes oder Liam Neeson bei ZORN DER TITANEN verbrannt werden. Die gleiche Kritik musste sich zwar auch der Vorgänger gefallen lassen, wobei dieser im Vergleich mit seinem Nachfolger zumindest noch in Ansätzen selbstironisch daher kam und auch deswegen einen gewissen Charme entwickelte, der der Fortsetzung völlig abgeht. Das ist austauschbares Plastikkino ohne eigene Handschrift, in der thematischen Ausarbeitung und Umsetzung schon erschreckend lieblos. Das trifft auch auf den belanglosen Score oder den bisweilen etwas fahrig wirkenden Schnitt zu.

Fraglos bietet das Spektakel sensationelle Schauwerte. Die meisten Effekte sind überragend, der Großteil der Monster wurde liebevoll und einfallsreich designt bzw. umgesetzt. Die reinen Actionszenen sind handwerklich erstklassig und harmonieren so perfekt mit den CGI-Effekten, dass einen durchaus hin und wieder die Kinnlade herunterklappt. Dank einer über weiten Strecken dynamischen aber nur selten hektischen Kameraführung entwickeln diese Sequenzen eine beeindruckende Wucht und Wirkung. Wenn nun diese technischen Kabinettstückchen auf eine episch erzählte Geschichte träfe, hätte man einen echten Kracher – hat man aber nicht, da das Drehbuch zu schwach und die Inszenierung sich ausschließlich auf die Monster-Hauerei konzentriert und abseits davon so betulich, schwach und einfallslos daher kommt, wie man das nach Ansicht von BATTLE LOS ANGELES befürchten durfte. Unter dem Streich bleiben sensationelle Effekte, handwerkliche Klasse bei den Actionszenen und der gute Cast, der sich jedoch nur selten aus der Schwäche des Drehbuchs und der Inkompetenz der Inszenierung befreien kann. Aber beruhigend, dass selbst Liebesman einen Neeson nicht völlig ins Abseits  dirigieren kann.

Obwohl ZORN DER TITANEN bei einem erheblich höheren Budget fast 200 Millionen Dollar in die Kassen spülte, hält das Studio nicht davon ab, einen dritten Teil ins Auge zu fassen. Ale Beteiligten müssten sich schon sehr anstrengen, um Teil 2 zu unterbieten. Aber die Hoffnung, dass das vorhandene Potenzial endlich einmal genutzt wird, stirbt ja bekanntlich zuletzt. 

 

- Fazit -

Es dürfte zwei Gründe für diesen Film gegeben haben: Einerseits, weil der Vorgänger genug Geld einspielte, andererseits, weil es technisch umsetzbar ist. Als reiner Nachweis darüber, was mit Spezialeffekten mittlerweile alles machbar ist, gelungen, als Film inakzeptabel. Keine Spannung, fehlender Charme und schmerzhaft verspielte Möglichkeiten der Vorlage und des Casts snd nur die größten Schwächen des enttäuschenden Big-Budget-Vehikels.

Bewertung: 3.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.8/10 Bewertung (6 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 03. August 2012
DVD Verleihstart: -

Verleih: Warner Bros.
Verpackung: Keepcase (Amaray)

Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: 95 Minuten

Uncut: Ja 

Ton: 
1. Deutsch (Dolby DTS 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
3. Französisch (Dolby Digital 5.1) 
4. Italienisch (Dolby Digital 5.1) 

Untertitel: 
- Deutsch für Hörgeschädigte
- Englisch für Hörgeschädigte
- Französisch
- Italienisch
- Niederländisch 

Extras: 

  • 3 geschnittene Szenen (10:19 Min.)

Kritik: Extras
Kein Audiokomentar, kein Making-of, keine Interviews oder sonstigen Specials. Lediglich geschnittene Szenen finden sich auf der DVD.

Bewertung: 3 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

1.0/10 rating 1 vote
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