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Jul10

Zwölf Runden 2 - Reloaded

Zwölf Runden 2 - Reloaded

Originaltitel: 12 Rounds 2: Reloaded
Herstellungsland: USA/CAN
Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Action, Thriller
Freigabe: FSK 16
Regie: Roel Reiné
Schauspieler: Randy Orton, Brian Markinson, Tom Stevens, Cindy Busby, Sebastian Spence u.a. 

Als Rettungssanitäter Nick Malloy (Randy Orton) zu einem nächtlichen Einsatz gerufen wird ahnt er noch nicht, dass er kurz darauf den Anruf eines Unbekannten (Brian Markinson) erhält, der ihn zu einem perfiden Spiel zwingt. Um seiner Einladung Nachdruck zu verleihen droht der Psychopath damit, Nicks Frau zu töten und lässt als Vorwarnung direkt eine Bombe in Nicks Rettungswagen explodieren. Nick bleibt keine andere Möglichkeit als den Weisungen des Irren zu folgen. In 12 Prüfungen jagt der Fremde Nick durch die nächtliche Stadt. Versagt er bei den 12 auferlegten Runden werden nicht nur seine Frau sondern auch weitere Unschuldige sterben. Während sich auch die Polizei in den Fall einschaltet beginnt für Nick ein Wettlauf gegen die Zeit …

- Kritik -

Renny Harlin, Regisseur von Actionreißern wie "Stirb Langsam 2" und "Cliffhanger", schickte 2009 den WWE-Wrestling-Superstar John Cena in einen Anti-Terror-Kampf über "Zwölf Runden". Cena spielte in dem Actionvehikel, nach "The Marine" (2006) seine zweite Spielfilmhauptrolle, einen Cop, der von einem Psychopathen dazu gezwungen wird, gegen die Zeit zwölf Aufgaben zu meistern, wenn er nicht das Leben Unschuldiger gefährden will.

 

Sowohl "The Marine" als auch "Zwölf Runden" liefen hinsichtlich ihrer Einspielergebnisse gut genug, damit das mit-produzierende WWE Studio daran interessiert war, die Filme entsprechend fortzusetzen. Anstatt aber erneut John Cena einzusetzen und die Filme im Kino auszuwerten, wurden die Fortsetzungen mit WWE-Kollegen Cenas und direkt für den Heimkinomarkt produziert. Selbstverständlich mit entsprechend radikal gekürzten Budgets. Als erstes spielte Ted DiBiase jr. 2009 "The Marine 2", dem 2012 "The Marine 3" mit Wrestler The Miz folgte. Regie beim dritten Marine-Einsatz führte Scott Wiper, Regisseur und Hauptdarsteller des vielversprechenden Independent-Actionfilms "Sterben- aber richtig!".

 

"The Marine 2" hatte man allerdings bereits dem Niederländer Roel Reiné ("Lost Island", "The Delivery") anvertraut, der sich in den letzten Jahren auf DtDVD-Filme konzentriert hat. Auf sein Konto ging nicht nur " Scorpion King 3 – Kampf um den Thron", die zweite Fortsetzung von "The Scorpion King", mit dem Wrestler The Rock im Film bekannt wurde, sondern auch "Death Race 2" und "Death Race 3: Inferno". Spätestens mit diesen beiden Filmen ist der Name Roel Reiné wohl endgültig auch beim letzten Fan von Direct-to-DVD-Action angekommen. So hatte man bei den WWE Studios auch schnell offene Ohren als Reiné während der Post-Production seines übernatürlichen Westerns "Dead in Tombstone" kurzfristig einige Monate Zeit für einen weiteren Film hatte.

 

Mit nur knapp mehr als einem Zehntel des einstigen Budgets von "Zwölf Runden" drehte Reiné daraufhin 2012 im kanadischen Vancouver binnen 18 Tagen "Zwölf Runden 2: Reloaded", der vollkommen losgelöst von den Ereignissen und Charakteren des ersten Teils funktioniert. Den Heldenpart übernahm diesmal WWE-Star Randy Orton in seiner ersten Hauptrolle, als fieser Gegenspieler sprang kurzfristig Brian Markinson ein. In den weiteren Rollen treten größtenteils eher unbekanntere kanadische Schauspieler auf, unter denen Sebastian Spence, einst Hauptdarsteller der Mystery-Serie "First Wave", noch der bekannteste ist.

 

Randy Orten spielt relativ ungezwungen, verfügt aber bei weitem nicht über ein Charisma, wie es etwa sein Kollege "The Rock" Dwayne Johnson aufbietet. Selbst sein indirekter Vorgänger John Cena schnitt da etwas besser ab, wenn auch nicht wesentlich. Im Großen und Ganzen kann Orten den Film dann doch tragen, weil der straff erzählte Reißer mit Film Noir-Anleihen letzten Endes ohnehin nicht genug Zeit zum Durchatmen bietet. Für ausuferndes Spiel ist dann eher Brian Markinson in der Rolle des fiesen Heller zuständig, der offensichtlichen Spaß daran hatte, als Schurke mit Motiv in die Vollen zu gehen, auch wenn er meist auf seinen Unterschlupf beschränkt blieb, von dem aus Heller Nick durch die Stadt hetzt.

 

Vor allem gewinnt der Film ungemein durch die elegante Kamera von Roel Reiné, dem es immer wieder gelingt, auch alltäglichen Szenen beinahe ikonische Momente abzugewinnen. So sieht der Film trotz überschaubarer Schauwerte trotzdem stets gut aus. Konzeptionell mutet "Zwölf Runden 2" ein wenig wie eine Mischung aus der Story des ersten Teils und dem visuellen Gerüst von Michael Manns "Collateral" an. Während die neuen zwölf Runden bei weitem nicht eine mit dem Vorgänger vergleichbare Materialschlacht hinlegen können, baut die auf eine Nacht verdichtete Geschichte mit zahlreichen Impressionen der nächtlichen Metropole vor allem Atmosphäre auf, die sich immer wieder einmal in die spar- und sorgsam eingebauten Actionmomente entlädt. So gesehen sollte man den Vergleich mit dem ersten Film erst gar nicht suchen sondern "Zwölf Runden 2" für sich sprechen lassen.


- Fazit -

Der schnell und kostengünstig produzierte Direct-to-DVD-Actionthriller des WWE-Studios kann es in Sachen Produktionsvolumen mit seinem um ein Vielfaches größeren Vorgänger "12 Runden" nicht aufnehmen. Sieht man über diesen offensichtlichen Umstand hinweg und nimmt hin, dass Randy Orton als Wrestler mit Sicherheit mehr Talent besitzt, als er es als Schauspieler aufbringt, bekommt man einen schlichten, schlanken und dabei überraschend unterhaltsamen Film geboten, der das nötige Maß an Action und Spannung bietet, welches durch die tollen Bilder von Regisseur und Kameramann Roel Reiné auch noch gut aussieht. Die weitgehend unbekannteren kanadischen Schauspieler machen ihre Sache ordentlich, die Kulisse des nächtlichen und meist verregneten Vancouver gibt dem Film bisweilen den Anstrich eines Film Noir. Die Action hält sich insgesamt ein wenig zurück, wirkt aber gerade dadurch auch glaubwürdig und nicht so aufgesetzt wie bei vergleichbaren Produktionen.  

Insgesamt einmal mehr eine gute Arbeit von Roel Reiné, die nicht an die Klasse seiner beiden "Death Race"-Filme anschließen kann, aber dennoch eindrucksvoll seine Fähigkeiten unter Beweis stellt.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Userbewertung

4.1/10 Bewertung (15 Stimmen)

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verleihstart: 28. Juni 2013
BD Verkaufstart: 28. Juni 2013

Publisher: 
20th Century Fox
Verpackung: Keep Case (Amaray) 
Wendecover: Nein

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 90 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Fanzösisch

Extras

  • Audiokommentar von Roel Reiné und Cutter Radu Ion
  • Randy Orton Reloaded
  • Die Action im Film
  • Die Drehorte

 

Kritik Extras
Die Extras überzeugen nicht in erster Linie mit Umfang, sind aber dem Produktionsvolumen entsprechend und sowohl unterhaltsam als auch informativ. Der unterhaltsame Teil geht vor allem auf die drei Video-Features zurück, die sich alle in einer Mischung aus Interviews und Aufnahmen vom Set zu verschiedenen Aspekten der Produktion auslassen. "Randy Orton Reloaded" fokussiert sich knapp 8 Minuten lang auf Hauptdarsteller Orton, während "Die Action im Film" sich ebenfalls rund 8 Minuten mit eben jener beschäftigt. Das dritte Feature führt knapp 7 Minuten durch "Die Drehorte".

Wirklich interessant und hörenswert ist -wie jedes Mal- der Audiokommentar von Regisseur Roel Reiné, der diesen zusammen mit Radu Ion bestreitet, seinem Cutter, der u.a. bereits an den beiden sehr gelungenen "Death Race"-Filmen von Reiné mitwirkte. Beide Männer gehen praktisch ohne Redepause mit hoher Informationsdichte auf nahezu jeden Aspekt dieser Produktion ein, was mehr Wert ist als die meisten Making-of-Dokumentationen.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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