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Sep07

Misfits - Staffel 5

Misfits - Staffel 5

Originaltitel: Misfits 
Herstellungsland: UK

Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Drama, Fantasy, Serie
Freigabe: FSK-18
Regie: Tom Green, Tom Harper, China Moo-Young, Amanda Boyle u.a.

Darsteller: 
Karla Crome, Joseph Gilgun, Shaun Dooley u.a.

Ein Jahr ist es nun bereits her, seit unsere Lieblings-Antihelden in den berühmt-berüchtigten Sturm geraten sind, der sie zu dem transformierte, was sie nun sind: Superheroes der dunkleren Art. In der fünften und letzten Staffel bemerkt u.a. der gut aussehende Barkeeper Alex, dass er eine interessante neue Superpower erworben hat, und die er nun unbedingt ausprobieren will. Doch dann kommt vieles anders als geplant und ehe er sich versieht, schließt er sich auch schon der Gang in orange an. Währenddessen entdeckt Rudy seine Gefühle für Jess...

- Kritik -

Mit ihrer 1. Staffel tauchten die MISFITS plötzlich auf der Bildfläche auf und änderten das Bild, was man gemeinhin von Superhelden hatte. Absolut britisch, politisch vollkommen inkorrekt, sympathisch und herrlich abgedreht präsentierte man sich in den ersten acht Episoden. Danach ging es stetig bergab. Während Staffel 2 noch an die Qualität 1. Staffel heranreichte, sackte das Niveau mit Staffel 3 weiter ab, bis man mit Staffel 4 schließlich den Boden erreichte. Ein letztes Mal bemüht man in Staffel 5 die etwas anders gearteten Helden, in der Hoffnung einen würdigen Abschluss zu finden. 

 

Vom Original-Cast ist mittlerweile niemand mehr übrig geblieben. Auch in Staffel 5 dreht sich alles um Rudy (Joseph Gilgun), Jess (Karla Crome) und Finn (Nathan McCullen). Zusätzliche Screentime beschert man Abby (Natasha O’Keeffe), Alex (Matt Stokoe) und Greg (Shaun Dooley). Handlungstechnisch nähert man sich dem Jahrestag, als ein Sturm über London wütete und etlichen Leuten Superkräfte angedeihen ließ. Probleme mit denen man während des Sturms emotional zu kämpfen hatte wurden manifestiert und wuchsen zu einer Kraft aus, die dem Besitzer häufig eher zum Nachteil gereichen. Im Zentrum unserer Geschichte stehen weiterhin die Jungs und Mädels, die Sozialstunden ableisten und erst lernen müssen, wie sie ihre Kräfte für das Gute einsetzen. Immer wieder stolpern sie in skurrile Situationen und müssen sich gegen Leute wehren, die ihre Kräfte ausschließlich zu bösen Zwecken einsetzen. 

 

An der Prämisse und dem Episodenaufbau hat sich wenig geändert. Zu Gute halten muss Staffel 5 allerdings, dass man sich wieder zu den Stärken zurückbesinnt, die die Serie seinerzeit vom Einheitsbrei abgehoben hat. Zum einen findet man einen roten Faden in der Staffel, der zwar nicht allzu stark verfolgt wird, aber immerhin merkbar ist. Zusätzlich räumt man den Kräften mehr Raum ein und letztlich konzentriert man sich auf die Charaktere. Mittlerweile haben sich die Figuren auch etabliert und die Gruppendynamik hat sich eingependelt. Die Chemie stimmt mittlerweile auch, doch räumt man längst nicht allen Figuren eine wirkliche Entwicklung ein.

Das Trio bestehend aus zwei Rudys, Jess und Finn, ist interessant zu verfolgen und auch recht vielschichtig. Das Beziehungsdreieck wirkt glaubwürdig, mit gezielt eingesetzten Übertreibungen, und bietet Charaktertiefe die besonders bei Rudy stark zur Geltung kommen. Alex und Abby sind hingegen recht eindimensional gestaltet und speziell Abby ist, bis auf ihre Herkunft, nachgerade langweilig. Aus Alex kitzelt man auch wenig mehr als den sexy  Barkeeper, was noch dadurch verstärkt wird, dass er durch eine Transplantation nun die Fähigkeit hat, die Superkräfte seines Geschlechtspartners durch Geschlechtsverkehr aufzusagen (er kann sie jedoch nicht einsetzen). Eine Fähigkeit, die jedoch bis zum Finale immer wieder thematisiert wird und teils durchaus amüsant umgesetzt ist. 

Rudy stiehlt mit seiner doppelten Persönlichkeit seinen Freunden jedoch ganz klar die Show. Dies liegt nicht zuletzt an der erstklassigen Performance Joseph Gilguns, der von Beginn seinen Platz im Kader behauptete und das Zepter fast in jeder Szene an sich reißt. Jess und Finn spielen ihm in der Regel nur sauber zu, bleiben im Vergleich allerdings leider recht simpel gestrickt. Interessant auch, dass man dem Sozialarbeiter Greg noch mehr Spielraum zur Verfügung stellt als zuvor. Doch Shaun Dooleys Performance ist dermaßen amüsant und pointiert, dass man die Entscheidung nur zu gut nachvollziehen kann. Herrlich. 

Beim übergreifenden Storyarc konzentriert man sich auf Rudys Suche nach einer Superheldentruppe, mit der er die Welt verändern möchte. Immer wieder wird dieser Handlungsstrang aufgegriffen und führt zu einem Finale, in dem alle Helden ihre Superkräfte einsetzen müssen, um Superbösewichte zu besiegen. Leider lassen die digitalen Effekte in der finalen Episode sehr zu wünschen übrig und manche Ideen sind einfach extrem dämlich (speziell Alex’ Einsatz wirkt wie eine pubertäre Phantasie). 

Insgesamt besinnt man sich wieder ein wenig zu den Stärken der ersten Staffeln zurück, hebt sich dadurch positiv von Staffel 4 ab. Allerdings bleibt man erneut hinter den Möglichkeiten, verrennt sich zuweilen einfach in kindischem Gehabe, traut sich nur zeitweise, echte Emotionen in Augenschein zu nehmen und den Figuren eine noch stärkere Entwicklung angedeihen zu lassen. 

 

- Fazit  -

Ein versöhnlicher Serienabschluss, der aber trotzdem nur ein Schatten des Originals bleibt. Zu schade. Der Cast ist solide besetzt, die Regie wirklich gelungen, der Look wie gehabt verspielt und doch passend, an der Handlung hapert es aber ein wenig. Eine deutliche Steigerung zu Staffel 4, trotzdem fragt man sich bei vielen Episoden, weshalb man der Serie nicht etwas mehr Ernsthaftigkeit angedeihen lässt. Trotzdem noch gute

Bewertung: 6.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 Bewertung (6 Stimmen)

- BD FACTS & EXTRAS -

 

BD Verkaufsstart: 29. August 2014
BD Verleihstart: 29. August 2014

Verleih: Polyband
Verpackung: Keepcase

Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (1080i)
Laufzeit: 366 Minuten

Uncut: Ja 

Ton: 
1. Deutsch (DTS-HD 5.1)
2. Englisch (DTS-HD 5.1)

Untertitel:
 
- Englisch
- Deutsch

Extras:

  • Behind the Scenes

Kritik: Extras
Ein kurzes Behind the Scenes in zwei Teilen. Durchaus interessant, aber längst nicht umfassend genug.

Bewertung: 4 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

4.0/10 rating 1 vote
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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