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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Okt10

Rubber

Rubber

Originaltitel: Rubber 
Herstellungsland: Frankreich
Erscheinungsjahr: 2010 
Genre: Komödie, Horror, Mystery 
Freigabe: FSK-16
Regie: Quentin Dupieux 
Darsteller: Stephen Spinella, Roxane Mesquida, Jack Plotnick, Wings Hauser, Ethan Cohn u.a.

Robert wäre ein ganz normaler Reifen und würde sich nicht von seinen "Artgenossen" unterscheiden, wenn er nicht allein in der Wüste rumrollen würde und es zudem auf Mensch und Tier abgesehen hätte. Im blutigen Sinne, er hat telephatische Kräfte. Leichen pflastern seinen WEg. Nur einer kann ihn stoppen: Lieutnant Chad. Aber der hat schon mit einem Plüschkrokodil zu kämpfen. Das alles ist ein wenig erfolgreich aber scheiße komisch!

- Kritik -

Es sind die kleinen Dinge im Leben, die einem den Einstieg in schwierige Filme ermöglichen. Beispielsweise der Hinweis eines Filmkritikers, in welche Richtung die Gedanken gehen könnten, oder die ein oder andere Anspielung verstanden werden sollte. Bei Rubber geht es im Vergleich zu so zarten Hinweisen ungleich direkter zur Sache.Der Sherriff steigt aus dem Kofferraum seines Wagens und hält eine Rede, die die Willkür in diversen Filmen anspricht. Schlussendlich, sagt er, ist Rubber eine Homage an die reine Willkür. Dieser kleine, so absurde wie amüsante Hinweis, ermöglicht es dem Zuschauer relativ leicht in dieses besondere Stück Zelluloid einzusteigen. Doch worum geht es eigentlich? Die Story ist grundsätzlich eher simpel. Robert entdeckt seine Telekinetischen Kräfte und rollt mordend durch die Wüste. Dabei ist er, einige männliche Zuschauer könnten das sicher nachvollziehen, wie magisch von einer unbekannten jungen Frau angezogen. Auf seiner Verfolgung eben dieser Dame hinterlässt er eine Spur aus Blut.



Doch ist das ja eigentlich nur die halbe Geschichte. Die andere hälfte spielt sich bei den Zuschauern des Films ab. Regisseur Quentin Dupieux hat quasi einen Ausschnitt der Filmliebenden Gesellschaft in den Film hineingeholt. Sie stehen in der Wüste und starren durch Ferngläser, gebannt von der Schneise der Verwüstung die Robert hinter sich lässt. Richtig, das alles klingt ziemlich abgedreht und absurd - allerdings passt es damit ja verdammt gut ins Konzept. Diese verrückte Mischung von Zuschauern im Film, brutaler Gore-Szenen, einem total Stummen und ausdruckslosem Hauptdarsteller und direkter Ansprachen an den wirklichen Zuschauer ist etwas, was Rubber in der Tat zu etwas besonderem macht. Die Art und Weise wie dieses Konzept durchgezogen wurde, verdient einfach Respekt. 



Doch braucht ein Film immer noch ein paar andere Kleinigkeiten um zu funktionieren. Eine davon wäre Hauptfiguren, mit denen man mitfiebern, oder deren Beweggründe man wenigstens nachvollziehen könnte. Dies ist bei Robert, noch einmal zur Erinnerung, dem Autoreifen, nicht möglich. Natürlich können wir uns nicht mit einem Stück Gummi identifizieren. Natürlich ist das gewollt - allerdings wäre ein Kontrast mit markanten Charakteren wünschenswert gewesen. Die Zaungäste der Zerstörung sind ähnlich Profil-los wie ein abgefahrener Trockenreifen bei der Formel 1. Punkten kann hier eigentlich nur Lieutenant Chad, der bereits am Anfang mit seiner Rede für Stirnrunzeln und Schmunzeln gesorgt hat. Er ist, besonders in der zweiten Hälfte des Films, der Kit der alles zusammenhält. 



Doch warum sollte man einen Film wie Rubber eigentlich überhaupt eine Chance geben, fragt sich sicher der ein oder andere Leser. Die klare Antwort: Weil er etwas absolut anderes ist, als das was man sonst so präsentiert bekommt. Rubber ist ein Film, der sich einfach mit nichts vergleichen lässt, das in den letzten Jahren erschienen ist. Und das nicht einmal nur, weil ein mordender Autoreifen der Hauptdarsteller ist. Vielmehr wegen der Stimmung, der vollkommen konsequent durchgezogenen Absurdität und nicht zuletzt wegen der vorzüglichen Kombination von Schauspielern, einem authentischen Look und eines herrlich abgedrehten Soundtracks. 


 
- Fazit -

Eine Homage an das absurde und die Willkür. Ja, das ist Rubber wirklich. Wer ihn sich ansieht hat auch mit Sicherheit so einiges zu erzählen, auch wenn der Film sicherlich einige Längen hat. Wer bei der Filmauswahl gerne ein wenig Experimentiert macht mit dem Griff zuRubber aber sicher nichts verkehrt.

Bewertung: 7 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

4.8/10 Bewertung (8 Stimmen)

 - DVD FACTS UND EXTRAS -



DVD Verleihstart: 01.06.2011 
DVD Verkaufstart: 01.07.2011 

Label: Capelight

Verpackung: Single-Disc Amaray 
Wendecover: Ja 

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 82 Minuten 
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DD 5.1) 
2. Englisch (DD 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:

  • Interviews mit Quentin Dupieux, Stephen Spinella, Roxane Mesquade, Jack Plotnick
  • Teaser und Trailer


Kritik Extras:
Spitzenmässig, endlich mal eine Runde informativer, interessanter Interviews! Trotzdem vermisst man bei den Extras ein kleines Making-Of, oder ein kleines Video zu den Effekten.

Wertung: 8 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote
Martin Riedel

Martin Riedel

   

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