!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Okt04

Sing Street

Sing Street

Originaltitel: Sing Street
Herstellungsland: IRL, UK, USA

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Drama, Musik, Comedy
Freigabe: FSK-6
Regie: John Carney
Darsteller: Ferdia Walsh-Peelo, Aidan Gillen, Maria Doyle Kennedy u.a.

Preis: EUR 16,99


 

Inhalt: In den 1980er befindet sich die irische Wirtschaft in einer Rezession und das bekommen auch private Haushalte zu spüren. Die in Dublin ansässige Familie des 14-jährigen Conor (Ferdia Walsh-Peelo) nimmt ihren Spross im Zuge der schwindenden Finanzen von der Privatschule und schickt ihn auf eine staatliche Bildungsanstalt in der Innenstadt. Hier muss der Jugendliche sich nun in der schwierigen neuen Situation zurechtfinden. Den Einschnitt in sein Leben versucht er mit der Gründung einer Musikgruppe zum Guten zu wenden. Unter der Anleitung seines älteres Bruders beginnt Conor eigene Texte zu schreiben, nennt sich schon bald "Cosmo" und stellt in seiner Glamrock-Band die Regel auf, dass gecoverte Lieder tabu sind. Außerdem versucht er die geheimnisvolle Raphina (Lucy Boynton) für sich zu gewinnen, indem er sie bittet, in seinen Musikvideos aufzutreten.

 


 

 



- Kritik -
     

Nach ONCE (IRL 2007) und BEGIN AGAIN (Can A Song save your life, USA 2013) brachte Regisseur John Carney dieses Jahr einen weiteren Musikfilm in die Kinos. Vielerorts sehr positiv aufgenommen, ist bei uns das Urteil etwas kritischer ausgefallen. Dabei stimmen die Zutaten. Die Geschichte spielt im Irland der 80er Jahre. Die Musik, noch heute populär, und die aufkommende Kunst der Musikvideos bestimmen das Geschehen. Dazu gibt es eine Portion jugendlichen Optimismus und den gewohnten Mix aus Comedy und Drama mit einem Schuss Romantik. Wo haben wir dann die Schwächen des Films gesehen? Ab 06. Oktober kann sich nach dem Lesen unserer Review selbst ein Bild machen, dann veröffentlicht Arthaus/Studiocanal den Film auf DVD und Blu-ray.

Auch wenn die Einführung zum Film nun eine sehr negative Note trägt, hat man es hier keineswegs mit einem schlechten Film zu tun. Die Portionen wie gesagt für ein gelungenes und zufriedenstellendes Werk sind zweifellos vorhanden, doch fehlt es trotz allem an bestimmten weiteren Mitteln um das Ganze wirklich zu etwas überdurchschnittlich gutem zu fertigen. Dies liegt zum einem am Drehbuch. Die Geschichte wird relativ kurzweilig durchgezogen, lässt aber für, vor allem negative, Zwischentöne kaum Platz. Regisseur John Carney konzentriert sich mehr auf die positiven Erlebnisse des Protagonisten und der Band. Der Dramaanteil läuft etwas alibimäßig nebenher, auch wenn hier viel Potential geschlummert hätte. Warum man diesem Punkt so schmerzlich hinterher trauert ist die entstehende Unterwältigung mit der eigentlichen Haupthadung, die konfliktfrei abläuft und auch lange Zeit eine Chemie zwischen dem Helden und seiner Angebeteten vermissen lässt. Das eigentliche Herzstück der Geschichte endet schließlich in einem kitschigen, aber unmotivierten Happy End. Hier steht und fällt wohl Carneys SING STREET am deutlichsten. Die Geschichte um die Gründung und Etablierung kommt liebevoll daher, doch der eigentlich Antrieb, die Liebesgeschichte, verkommt in Klischees und Standardsituationen.

Die viel interessanteren und fruchtbareren Konfikte findet man eher auf den Nebenschauplätzen. Jack Reynor als älterer, gescheiterter Bruder bietet viel mehr Potenzial das lange Zeit und schlussendlich auch sträflich ungenützt verbleibt. Seine Figur wird dann mehr als Gegenentwurf zu der des Protagonisten aufgezogen, aber damit auch sehr simlifiziert. Bei all der Kritik muss man aber vor allem auch die Musik des Films hervorheben, die sich neben einer abwechslungsreichen Songauswahl auch durch extra neu geschriebenen und aufgenommenen Songs auszeichnet, die zweifellos auch aus den 80ern stammen könnten. In den liebevoll ausgestatteten und arrangierten Musikvideo(versuchen) der Band schafft der Film eine gelungene Kopie der 80er, wie man sie noch heute aus der Musik und deren Videos entdecken kann.

  

- Fazit -  

Die Musik passt, doch abseits davon lässt man viel Potential liegen. So ist der Film schließlich mehr Musikcomedy mit leichtem Dramaanteil, der so viel mehr Potential geboten hätte.

Wertung: 5,5|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 06. Oktober 2016
BD Verleihstart: 06. Oktober 2016

Publisher: Arthaus/Studiocanal

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 105 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD MA 5.1)
2. Englisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Making of
  • Featurettes
  • Interviews
  • Musikvideos
  • Trailer

Kritik Extras
Masse ist leider nicht immer auch Klasse. So auch hier. Was nach vielen, informativen Featurettes aussieht, entpuppt sich schließlich als wiederholdendes Zeigen und Erzählen derselben Dinge. Alles nicht länger als drei oder vier Minuten und meißtens aus Material aus dem Film zusammengeschnitten und Interviewausschnitten, die man schon zuvor gesehen hat.

Wertung: 4|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

Spieltipp  

   

Spielkritiken  

   

Statistik  

News: 3.161
Filme: 1.407

Videospiele: 77
Specials: 93
Interviews: 60
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden