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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Apr28

Vaterfreuden

Vaterfreuden

Originaltitel: Vaterfreunden
Herstellungsland: Deutschland

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Komödie
Freigabe: FSK-6
Regie: Matthias Schweighöfer

Darsteller: Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke, Isabell Polak, Tom Beck, Katharina Schüttler u.a.

Preis: EUR 4,99




 

Story: Kinder kriegen ist nicht schwer - Kinder haben umso mehr! Dieser Spruch stimmt für Felix und seine Freunde nur sehr bedingt. Norbert und seine Frau müssen auf die Künste der Kinderwunsch-Medizin zurückgreifen, und ihr Liebesleben Terminen und strengen medizinischen Reglements unterwerfen, während Tom ein überzeugter, aber manchmal ziemlich überforderter Vater ist. Für Felix ist das eigentlich kein aktuelles Thema. Er hat mehr damit zu tun, dass sein nerdiger Bruder Henne plötzlich vor seiner Tür steht. Um den muss er sich plötzlich kümmern, und da steht Vater werden nicht gerade auf seiner Agenda. Doch dann passiert etwas völlig Unvorhergesehenes und mit einem Mal will er nur noch wissen, ob Münchens bekannteste Sportmoderatorin Maren auch eine gute Mutter sein könnte...  

 


 

 


 

- Kritik -   

Einheimische Komödien mit prominenten Namen wie Til Schweiger oder Matthias Schweighöfer garantieren der deutschen Filmindustrie einen jährlichen Marktanteil von rund 20 Prozent. Das ist einerseits für die Macher sehr erfreulich, andererseits bezeichnend und klares Indiz für die Stagnation des deutschen Films, der sich augenscheinlich immer auf die gleichen Strickmuster zu verlassen scheint.

Die bereits dritte Regiearbeit Schweighöfers basiert auf den Roman Frettsack von Drehbuchautor Murmel Clausen, der sich mit diversen Film- und TV-Produktionen wie LADYKRACHER einen Namen gemacht hat. Dan Maag und Matthias Schweighöfer, die gemeinsam mit ihrem Partner Marco Beckmann die Produktionsfirma „Pantaleon Films“ leiten, war Clausen schon länger bekannt, doch eine Zusammenarbeit kam nie zustande. Die Filmrechte an dessen Roman hatten sich bereits Quirin Berg und Max Wiedemann mit „Wiedemann & Berg Filmproduktion“ gesichert, die aber der Auffassung waren, dass sich der Stoff ideal für einen Matthias-Schweighöfer-Film eignen würde. Somit stand einem gemeinschaftlichen Projekt nichts im Wege. Mit „Warner Bros. Filmproductions Germany“ kam ein weiterer starker Partner hinzu, da sie mit „Pantaleon Films“ bzw. „Wiedemann  & Berg Filmproduktion“ langfristige Vereinbarungen hatten oder ohnehin mit ihnen kooperierten. „Uns hat die Dynamik der Geschichte sofort überzeugt, allen voran der Frettchenbiss, der die Fantasie aller Zuschauer nachhaltig anregt und beeindruckt.“ (Dan Maag)

Clausen und weitere fünf Autoren mussten die Geschichte den Film anpassen, was sich als recht schwierig herausstellte, da aufgrund konkreter Namen bei der Besetzung entsprechend die Story auf den jeweiligen Darsteller zugeschnitten werden musste und es zudem erforderlich war, die ausführlich dargestellte Gedankenwelt der Figuren in äußerliche Handlungselemente zu transportieren. Aufgrund vorheriger Drehbuchfassungen und dem Nachteil, das Projekt nicht von Anfang an selbst entwickelt zu haben, war es laut Maag notwendig, mehrere Autoren zu verpflichten, welche die bisherigen Fassungen begutachteten. Die terminlichen Verpflichtungen der Autoren für andere Projekte machte die Überarbeitung des Skrips nicht leichter, so dass sie nur zehn Tage dafür investieren konnten. Mit dem Ergebnis waren die Verantwortlichen jedoch zufrieden, weil jeder einzelne Autor das Drehbuch mit bestimmten eigenen Komponenten bereicherte. Buchautor Murmel Clausen erklärt die ursprüngliche Idee zu seinem Roman recht nüchtern. „Als meine Frau schwanger war, wollte ich etwas zum Thema Vaterschaft beitragen. Im Bezug auf Samenspenden kannte ich bisher nur Geschichten, in denen es um die Suche des Kindes nach dem Vater geht. Das wollte ich einfach umdrehen. Ich brauchte also nur noch einen guten Grund dafür, warum der Vater sucht – da kam das Frettchen ins Spiel.“ (Murmel Clausen)

Matthias Schweighöfer, der in Personalunion als Autor, Produzent, Hauptdarsteller und Regisseur – gemeinsam mit Co-Regisseur Torsten Künstler -  gleich vier Positionen besetzte, arbeitet bewusst sehr häufig mit demselben Team und vielen Freunden zusammen, da somit der Gewöhnungsprozess entfällt und weil sich der Freundeskreis im Drehbuch weitgehend mit seiner eigenen privaten Situation deckt und er zudem weiß, dass er sich auf das Team verlassen kann. So ist zum Beispiel erneut Friedrich Mücke als „Henne“ in einer weiteren Hauptrolle dabei, der bereits mit Schweighöfer ua. FRIENDSHIP!, 2010 und RUSSENDISKO, 2012 drehte. Die Rolle der Maren übernahm Isabell Pollack, die in Detlev Bucks RUBBELDIEKATZ, 2011 zu sehen war. Neben diversen Schauspielern und anderen Schweighöfer- Vertrauten in verschiedenen Funktionen, konnten zusätzlich sowohl Kameramann Bernhard Jasper -  der auch schon bei WHAT A MAN, 2011 und SCHLUSSMACHER, 2013 für die Bilder verantwortlich zeichnete - als auch der Komponist Martin Todsharow - der u.a. am Score zu FRAU ELLA, 2013 beteiligt war - für die Produktion gewonnen werden. „Mein Sternzeichen sind Fische – das gilt auch für Friedrich, Alex und Tom Beck, außerdem für meine Produktionspartner Dan Maag und Marco Beckmann…ein echtes Aquarium! Bei den neuen Gesichtern probiere ich dann aus, ob sie in unseren Kreis passen.“ (Matthias Schweighöfer)

Der Streifen wurde von Anfang Juni bis Ende Juli 2013 in und um München gedreht. München bot durch seine Vielfalt bei den Drehorten die perfekte Location. Insbesondere die zahlreichen Brücken die Filmheld Felix ständig überquert, bilden im Film eine Art Metapher für sein Bestreben, aus dem Single-Dasein auszubrechen und mit den Menschen, die seinem Leben neue Impulse setzen könnten, in Kontakt zu treten. Das BMW-Erlebniscenter bot mit seinem futuristischen Look den idealen Background für die denkwürdigen Szenen bei der Samenbank. Szenenbildner Christian Eisele gestaltete die Sets sehr Detailgetreu. Die Wohnung von Felix existierte daher nur als Filmset und wurde eigens für den Film aufgebaut. Man wählte bewusst Locations am Stadtrand, da es logistisch gesehen unmöglich gewesen wäre, die vielen LKW und Wohnmobile des Teams in der Innenstadt unterzubringen. Um einen gewissen Touch zu erzeugen, planten die Filmemacher große Flugaufnahmen vom Isertal und von den Gebirgsstraßen im Berchtesgadener Land, wo sich der Schlussteil von VATERFREUDEN abspielt. Da Helikopter-Aufnahmen im Stadtgebiet immer seltener genehmigt werden, griff man auf ferngelenkte Drohnen zurück, die inzwischen sehr stabile Bilder liefern können. Ein „Problem“ stellte aber ein nicht ganz unwichtiges Puzzle im Film dar: Das Frettchen! Der Tiertrainer hatte drei ähnlich aussehende „Exemplare“, die aber unterschiedliche Eigenschaften mitbrachten. Die Aufnahmen mit dem Raubtier entpuppten sich daher nicht als Zuckerschlecken. Die Szenen wurden mit visuellen Effekten unterstützt, insbesondere in den Großaufnahmen, wenn das Tier mimisch mit den Darstellern interagiert. 

Die Dreharbeiten verliefen insgesamt sehr harmonisch, was sicherlich dem sehr familiären Verhältnis aller Beteiligten zuzuschreiben ist und Schweighöfers Talent, seine Kollegen und Freunde glänzend zu motivieren. VATERFREUDEN startete am 6. Februar in den Kinos und landete gleich nach Ende des ersten Vorführungswochenendes mit 483.000 Zuschauern an der Spitze der deutschen Kinocharts. Ein großer Erfolg, der mit einem Platz unter den Top Ten der Jahrescharts und rund  2.350.000 verkauften Kinotickets gekrönt wurde. Die Kritiken waren eher durchschnittlicher Natur. „Schweighöfer hat es sich in Schweiger´schen Gefilden bequem gemacht. Dabei kommt ein Gute-Laune-Filmchen über einen Großstadtsingle und seine plötzlichen Vatergefühle heraus. In sommerlich-schwärmerischer Videoclip-Optik erzählen charmante Darsteller vom schönen, verrückten Sein in der zusammengesponnenen Filmromanze. Sehnsüchtige Verfolgungsjagd für die Frauen, derbe Bierwitzeleien halten die Männer bei Laune.“ (Annett Scheffel – Süddeutsche Zeitung)

VATERFREUDEN zeigt thematisch wenig Neues und gesellt sich zu dem gängigen Komödienbrei, den das deutsche Kino in den letzten Jahren in großer Zahl zum Vorschein brachte. Allerdings bietet VATERFREUDEN sympathische Darsteller sowie seichte Unterhaltung und die Zahlen belegen, dass das Konzept beim Publikum gut anzukommen scheint. Schweighöfer versteht sein Handwerk und weiß was seine Fans mögen und von ihm erwarten. Inszenatorisch schnörkellos liefert er – ähnlich wie sein Vorbild Til Schweiger –  Hochglanz-Bilder auf Hollywood Niveau, garniert mit passenden Songs. Was die Entwicklung der Charaktere oder Dramaturgie angeht, tritt er aber auf der Stelle. Die Vielzahl der Autoren kam der Produktion nicht zugute, was deutlich wird, wenn Gags nicht zünden wollen oder emotionale und traurige Momente nicht selten hineingedrückt wirken.

 

- Fazit -

VATERFREUDEN isteine solide Feelgood-Komödie nach Schema F, die trotz einiger Rohrkrepierer kurzweiligen Spaß bereitet. Fans von Matthias Schweighöfer werden ohnehin auf ihre Kosten kommen.

Wertung: 6|10 

Durchschnittliche Userbewertung

5.7/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 28. August 2014
DVD Verkaufstart: 28. August 2014

Publisher: Warner Home Video

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 106 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Audiodeskription für Sehbehinderte (Dolby Digital 2.0 Surround)

Untertitel:
- Deutsch für Hörgeschädigte
- Englisch

Extras

  • Drehtagebücher (22:26 Min.)
  • Die Komparsen (3:48 Min.)
  • Jonas David at VATERFREUDEN (2:54 Min.)
  • Der Frettchentrainer (5:40 Min.)
  • Das Plakatshooting (1:45 Min.)
  • Outtakes (2:41 Min.)
  • Musikvideos:
    - "Tears Will Fall" von Ricky Dean Howard (4:04 Min.)
    - "Forever" von Six60 (3:26 Min.)
  • Premierenclips:
    - Berlin (2:29 Min.)
    - München (4:01 Min.)
  • Kinotour:
    -Clip (2:56 Min.)
  • Storyboard von Raymond Boy (2:43 Min.)
  • Matthias & Tom schauen VATERFREUDEN:
    - Rache der Nudel (0:52 Min.)
    - Beschissener Freund (1:11 Min.)
    - Bittere Wahrheit (1:19 Min.)
    - Ende von Friedrich (2:10 Min.)
    - Höllischer Schmerz (0:37 Min.)
    - Peggy Shakira (1:28 Min.)
    - Schmutziger Sex (1:52 Min.)
    - Spendenaktion (1:27 Min.)
  • Kinoteaser (0:44 Min.)
  • Kinotrailer (2:15 Min.)

Kritik Extras
Da uns nur eine Presse-DVD ohne Extras zu Verfügung stand, entfällt an dieser stelle eine Bewertung der Extras.

Wertung: x|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Kevin Zindler

   

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