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Aug13

Ein Abenteuer in Raum und Zeit

Ein Abenteuer in Raum und Zeit

Originaltitel: An Adventure in Space and Time
Herstellungsland: Großbritannien

Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Drama, Dokumentation
Freigabe: FSK 0
Regie: Terry McDonough
Darsteller: David Bradley, Brian Cox, Jessica Raine u.a.

 

Großbritannien, 1963: Der neu berufene BBC-Drama-Chef Sydney Newman (Brian Cox) ist auf der Suche nach einem halbstündigen Samstag-Abend-Format, das sich an Kinder richtet, aber auch Erwachsene unterhält. Es wurde die Idee für eine Science-Fiction-Serie rund um einen mysteriösen Außerirdischen namens Doctor Who geboren. Kurzerhand befördert er seine ehemalige Assistentin Verity (Jessica Raine) zur Produzentin und betraut die junge, noch unerfahrene Frau mit dem ebenfalls noch jungen Regisseur Waris Hussein (Sacha Dhawan) mit der Produktion. Innerhalb der BBC glaubt anfangs niemand an die Idee des neuen Drama-Chefs. Die Einschaltquoten sind enttäuschend, aber Verity hat noch ein As im Ärmel...

- Kritik - 

Mittlerweile kommt man nur noch schwer um den guten Doctor herum. Die Fangemeinde wächst zusehends und der langanhaltende Erfolg der Serie schlägt immer größere Wellen. Allerdings kennen die meisten Fans vermutlich eher den Reboot der Serie, der 2005 auf Sendung ging. Nachdem der Doctor über 15 Jahre auf Eis gelegen hatte. Der erfolgreiche Drehbuchautor und Schauspieler Mark Gatiss (Sherlock Holmes Bruder Mycroft in der britischen Serie SHERLOCK) war schon in jungen Jahren ein großer DOCTOR WHO Fan. Er schrieb Kurzgeschichten und war sehr an der Entstehungsgeschichte der Ausnahmeserie interessiert. 2003, zum 40-jährigen Jubiläum, verfasste Gatiss ein Drehbuch, dass sich mit den Anfängen der Serie befasste. Da der Doctor zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht wieder auf Sendung gegangen war, bestand kein sonderlich großes Interesse. Noch im selben Jahr wurde bekannt gegeben, dass die SciFi-Serie wieder in Produktion gehen würde und 2005 flimmerte der neue Doctor über die Mattscheibe. Gatiss passte den richtigen Zeitpunkt ab und stellte seine Idee für den Film ein weiteres Mal vor. Dieses Mal mit Erfolg. In EIN ABENTEUER IN RAUM UND ZEIT bringt Gatiss mit Hilfe von Terry McDonoughs Regie die holprigen Anfänge der Serie auf den Bildschirm. 

Der neue BBC-Drama-Chef Sydney Newman (Brian Cox) ist auf der Suche nach einer neuen Samstagabend-Unterhaltung. Da SciFi-Geschichten ein angesagtes Thema ist, überlegt er sich, ein entsprechendes Format produzieren zu lassen. Die Produktion gibt er in die Hände seiner Assistentin, der jungen Verity Lambert (Jessica Raine). Sonderlich viel Vertrauen in seine eigene Idee hat Newman allerdings nicht. Trotzdem macht sich Lambert ambitioniert und voller Tatendrang an die schier unlösbare Aufgabe, das Format zum Leben zu erwecken. An ihrer Seite, der junge Regisseur Waris Hussein (Sacha Dhawan) britisch-indischer Abstammung. 

Als Frau in einer Produzenten-Position muss sich Lambert erst einmal den Respekt ihrer Kollegen erarbeiten. Ein mühseliger Prozess. Und auch dass das Studio nur halbherzig an das Projekt glaubt, macht ihre Arbeit nicht einfacher. In William Hartnell (David Bradley) scheint man den passenden Darsteller für den Doctor gefunden zu haben. Doch der alte Schauspieler ist desillusioniert was seine Karriere anbelangt. Er ist fordernd, barsch und unangenehm. Sein Gebaren stößt immer wieder auf Missverständnis und auch er glaubt zunächst nicht an den Erfolg von DOCTOR WHO. 

 

EIN ABENTEUER IN RAUM UND ZEIT ist ein nostalgischer Blick hinter die Kulissen des ersten Doctors. Dass die Serie überhaupt zustande kam grenzt an ein Wunder. Unfassbar viele Hindernisse gab es zu überwinden und hätte Verity Lambert sich nicht voller Ehrgeiz durchgebissen, wäre der Doctor wohl nie auf der Mattscheibe erschienen. Lambert lässt sich nicht unterbuttern, scheut sich nicht den Mund aufzumachen und sich mit ihren Entscheidungen über die Köpfe ihrer Vorgesetzten hinwegzusetzen. Der Erfolg gibt ihr Recht und so müssen Newman und die BBC zugeben, dass sie mit Lambert fast schon unabsichtlich die perfekte Wahl getroffen haben. 

Doch auch Verity Lambert hätte nie Erfolg gehabt, wenn sie nicht das richtige Team um sich geschart hätte. William Hartnell ist ein verhärmter alter Mann, der nur ganz langsam aus seiner harten Schale herauskommt. Ihm ist es zu verdanken, dass der Doctor zu dem wird, was er letztendlich in der Serie darstellte. Hartnell feilt an der Figur, macht sie interessanter, glaub- und liebenswürdiger. Umgekehrt ist es auch Doctor zu verdanken, dass Hartnell wieder Freude an seiner Arbeit und am Leben hat. Hartnell wird ebenfalls liebenswürdiger und geht in seiner neuen Rolle förmlich auf. So profitieren beide Figuren von der Situation und der Zuschauer steht als Gewinner da. 

  

Weitere Einschränkungen gibt es in technischer Hinsicht zu beklagen. Hier muss Regisseur Waris Hussein sich mächtig ins Zeug legen um abliefern zu können. Dadurch dass das Studio überaus skeptisch bezüglich des Erfolgs der Serie ist, erlegt man der Produktion einige harte Auflagen. Für jede Episode stehen nur vier Aufzeichnungen/Schnitte zur Verfügung, der Rest muss quasi perfekt im Kasten sitzen. Das SciFi-Setting erleichtert die Arbeit selbstverständlich auch nicht. Doch Hussein zeigt sich souverän und meistert die Situation. Doch damit nicht genug, die erste Episode wird einen Tag nach dem Attentat auf John F. Kennedy ausgestrahlt. Die Einschaltquoten bleiben aus und man ist kurz davor das Projekt einzustampfen. Doch Lambert setzt sich erneut durch und entwickelt gleichzeitig die Daleks, trotzdem Newman überaus skeptisch ist. 

EIN ABENTEUER IN RAUM UND ZEIT ist wirklich vortrefflich besetzt. Mit David Bradley hat man William Hartnell wirklich super getroffen. Bradley spielt seinen Alter Ego mit sehr viel Gefühl und überaus überzeugend. Der Wandel vom mürrischen alten Mann zum liebevollen Opa, der seine Rolle mit Liebe spielt, ist schön zu beobachten. Allerdings ist der Übergang nicht ganz flüssig, da man doch etliche Zeitsprünge macht und ein wenig durch die Geschichte hetzt. Letztlich pickt man sich die wichtigsten Stützpfeiler heraus, um sie aufzugreifen, lässt somit einige Lücken entstehen, die der Zuschauer mit Hirnschmalz schließen muss. In seiner Gesamtheit ist die Handlung jedoch homogen und rund. Auch die restliche Besetzung ist wirklich gelungen. Besonders die taffe Verity Lambert versprüht das richtige Maß an Ehrgeiz und Elan. Authentizität wird zudem auch sehr groß geschrieben, das England der 60er wirkt realistisch und greifbar. Dass man für die Studioaufnahmen auf die Original-Kameras zurückgreifen konnte, hilft dabei natürlich ungemein. Alles in allem ist EIN ABENTEUER IN RAUM UND ZEIT all jenen zu empfehlen die DOCTOR WHO Fans sind oder es werden wollen. Völlig egal, ob es nun um das Original oder den Reboot geht.

  

- Fazit - 

Erneut zeigt sich, dass das Leben die besten Geschichten schreibt. Was DOCTOR WHO in seiner Anfangsphase durchmachen musste, hätte ein Drehbuchautor nicht kreativer ersinnen können. Mit viel Herz wird der nostalgische Trip in die Vergangenheit inszeniert. Ein sehenswerter Blick hinter die Kulissen, der erstklassig besetzt ist und überzeugen kann. Trotzdem vermisst man ein wenig mehr Hintergründe, rast förmlich durch die Geschichte und lässt so ein wenig die sonst sehr gelungene Charakterentwicklung auf der Strecke.

Wertung: 8.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.4/10 Bewertung (5 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 25. Juli 2014
Bluray Verkaufstart: 25. Juli 2014

Publisher: Polyband

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (1080i)
Laufzeit: ca. 83-Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch für Hörgeschädigte
- Englisch für Hörgeschädigte

Extras

  • William Hartnell: Der erste Doktor (5:03 min.)
  • Making Of (Erzählt von Carol Ann Ford) (10:56 min.)
  • Originalausschnitte von "An Unearthly Child" (Pilot und Episode 4) (3:41 min.)
  • Regeneration (0:47 min.)
  • Abschied von Susan (0:55 min.)
  • Weihnachtsgrüße ("The Daleks Master Plan") (0:52 min.)
  • Titelvorspann (1963, An Unearthly Child & 2013, An Adventure in Space and Time) (1:21 min.)
  • Deleted Scenes
    *The Radiophonic Workshop (0:53 min.)
    *Verity's Leaving Party (0:35 min.)

Kritik Extras
Ein paar nostalgische Rückblicke gibt es auch bei den Extras zu finden. Zudem eine kürzere Doku, die erneut auf die Entstehungsgeschichte mit Fokus auf den ersten Doctor eingeht. Erwähnenswert auch das wirklich schöne Wendecover. Das FSK-Logo ist zudem nur als Aufkleber auf der Hülle.

Wertung: 2.5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

3.0/10 rating 1 vote
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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