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Sep04

Planet des Lebens

Planet des Lebens

Originaltitel: Human Planet
Herstellungsland: UK

Erscheinungsjahr: 2011
Genres: Dokumentation
Freigabe: FSK-0
Regie: 
Nicolas Brown, Mark Flowers, Tom Hugh-Jones, Tuppence Stone u.a.

Die 8-teilige BBC-Dokumentation zeigt in überwältigenden Bildern die erstaunlich komplexe und manchmal herausfordernde Beziehung zwischen Mensch und Natur. PLANET DES LEBENS begleitet die auf unserem Planeten am weitesten entwickelte Spezies, den Menschen, und betrachtet dabei seine unterschiedlichsten Lebensräume. Die Serie dokumentiert wie der Mensch es schafft, selbst in den extremsten Regionen der Welt zu überleben - von Grönland bis Kambodscha, von Kenia bis in die Mongolei.

 

- Kritik -

In den meisten Naturdokumentationen wird der Fokus auf die Flora und Fauna der Welt gerichtet. Nur selten oder bestenfalls nebenbei wird auch das Augenmerk auf die Menschen gerichtet, die sich in den diversen ökologischen Nischen eingerichtet haben. PLANET DES LEBENS wendet das Blatt und konzentriert sich ausschließlich auf die Menschen, die sich den unterschiedlichsten Lebensräumen angepasst haben, von denen manche so unerbittlich sind, dass ein Durchschnittsmensch bestenfalls wenige Tage überleben könnte.

Wie kein zweites Lebewesen auf der Erde, hat der Mensch sich auf allen Kontinenten heimisch gemacht und sich im Laufe der Jahrtausende an Ökosysteme angepasst, die extrem lebensfeindlich sein können. Mehr als drei Jahre Produktionszeit wurden in PLANET DES LEBENS gesteckt und über 40 Länder wurden bereist, um mehr als 70 einzigartige Geschichten erzählen zu können. In acht Episoden zu je 50 Minuten beleuchtet PLANET DES LEBENS jeweils eine dieser Nischen genauer und zeigt hochspezialisierte Menschen und wie sie den Widrigkeiten der Welt trotzen. Die Auswahl zeigt sich abwechslungsreich:

1. Leben am Meer
2. Leben in der Wüste
3. Leben in der Arktis
4. Leben im Dschungel
5. Leben im Gebirge
6. Leben in der Steppe
7. Leben am Fluss
8. Leben in der Stadt

Die entbehrungsreiche Zeit, welche das Produktionsteam hinter sich hat, hat sich definitiv gelohnt. Was die BBC hier produziert hat, ist wieder einmal nicht weniger als großartig. Jeder einzelne Habitat, den man näher beleuchtet übt eine einzigartige Faszination aus und die Geschichte, die man dem Zuschauer präsentiert, sind ergreifend, erstaunlich, beeindruckend und häufig einfach faszinierend. Ein paar der Geschichte entpuppen sich im nachhinein betrachtet, als nicht ganz so herausragend, wie manch andere. Dies liegt aber einzig daran, dass die exquisiten anderen Geschehnisse schlichtweg überwältigend sind. Und dann gibt es noch die Stellen, die nicht ganz so poetisch sind, wie man es sich wünschen würde und zeugen ein wenig von der barbarischen Seite des Menschen, doch das macht nur einen Bruchteil der Laufzeit aus. Insgesamt dominieren aber mit Leichtigkeit die Geschichten, die einfach nur überwältigend sind und zeigen, wie einfallsreich, flexibel und mutig der Mensch ist.

Speerfischen unter Wasser und das ohne jegliche Atemgeräte, der Bau eines Netzwerks an Aquädukten inmitten der Sahara, der Bau eines Baumhauses in schwindelerregender Höhe und ohne jegliche technische Hilfsmittel, ein 80km Schulweg über einen gefrorenen Fluss oder der Bau lebender Brücken. Dies sind nur einige Auszüge aus dem, was PLANET DES LEBENS präsentiert.

Wer bei Dokumentationen in erster Linie einen Blick für die Natur hat, der wird hier ebenfalls fündig. Es steht zwar der Mensch im Mittelpunkt, nicht weniger wichtig ist jedoch die ökologische Nische, die er bewohnt. So kommt man auch wunderschöne Landschaftsaufnahmen in gestochen scharfer Bildqualität und poetische Bilder präsentiert, die eine eigene Faszination ausüben. Das Gesamtpaket ist absolut hinreißend. Ein paar kleinere Mängel finden sich im Detail und leider im Abschluss der Serie.

Die Episode „Leben in der Stadt“, die bereits auf dem Blatt thematisch am stärksten aus dem Rahmen fällt, ist auch die Episode, die weniger zu überzeugen weiß. Hier wird die Perspektive ein wenig geändert und es werden die Städte beäugt, mit deren Hilfe der Mensch versucht die Wildnis aus seinem Leben zu verdrängen. Trotzdem ist er nie vollständig Herr der Situation und so zeigt man hier Momente, in denen der Mensch versucht tierische Eindringlinge aus seinem neu geschaffenen Lebensraum fernzuhalten. Das will weder thematisch sonderlich gut passen, noch bietet es die gleichen atemberaubenden Geschichten, wie man sie in den restlichen Episoden zu sehen bekommt. Diese eher schwache Episode schmälert aber nur unwesentlich den Gesamteindruck, den PLANET DES LEBENS macht und ändert nichts daran, dass die einzigartige Dokumentation absolut empfehlenswert ist. 

 

- Fazit  -

Es müssen nicht immer nur Tiere und Pflanzen sein, auch der Mensch weiß zu faszinieren. Für PLANET DES LEBENS hat man eine herausragende Auswahl an Geschichten getroffen, die das Leben an den entlegensten Stellen oder den lebensfeindlichsten Flecken der Erde zeigen. Erstklassige Bilder erzählen die Geschichten von einzigartigen Menschen, die extrem beeindruckend sind. Und auch wenn die letzte Episode nicht so recht überzeugen möchte, der Rest tut es definitiv. PLANET DES LEBENS ist absolut empfehlenswert. 

Bewertung: 9 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.3/10 Bewertung (4 Stimmen)

- BD FACTS & EXTRAS -

 

BD Verkaufsstart: 24.08.2012
BD Verleihstart: -

Verleih: Polyband
Verpackung: Digipak mit O-Card

Wendecover: Nein

Bild: 16:9 (1.78:1)
Laufzeit: 400 Minuten

Uncut: Ja 

Ton: 
1. Deutsch (DTS HD 5.1)
2. Englisch (DTS HD 5.1) 


Untertitel:
 
- Englisch 

Extras: 

  • Making of (On Location) zu jeder Episode (jeweils ca. 10 Min.)
  • Special: Zanskar (ca. 25. Min.)
  • Special: Volcanos (ca. 10 Min.)
  • Special: Fès (ca. 10 Min.)

Kritik: Extras
Zunächst sei einmal gesagt, dass man es leider versäumt hat, deutsche Untertitel für die einzelnen Episoden auf der Scheibe unterzubringen. Da hier viele Leute aus aller Herren Länder zu Wort kommen, sind Untertitel allerdings unabdinglich. Somit muss man als Zuschauer mit den englischen Untertiteln vorlieb nehmen, die zuschaltbar sind. Bei den Special-Episoden ist es hingegen genau umgekehrt. Hier existieren ausschließlich deutsche Untertitel, von englischen fehlt jedoch weit und breite jede Spur.

Zu jeder Episode gibt es ein jeweils etwa 10-minütiges „Making Of“, dass einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Unterschiedlichste Schwierigkeiten beim Dreh oder Besonderheiten einer jeweiligen Episode werden näher beleuchtet und verdeutlich, wie entbehrungsreich die Zeit für das Produktionsteam war. Darüber hinaus findet man noch 3 weitere Episoden/Special, in denen ausgewählte Geschichte noch ein wenig ausführlicher gezeigt werden, weil man es hier mit besonders schwierigen Situationen zu tun hatte. Sonderlich viele Wünsche bleiben hier nicht offen. Vorbildlich.

Bewertung: 9 | 10

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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