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Jul16

Wunder des Universums

Wunder des Universums

Originaltitel: Wonders of the Universe
Herstellungsland: UK

Erscheinungsjahr: 2012
Genres: Dokumentation
Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Schauspieler: Brian Cox, Steven Mackintosh

 

Wer eine Dokumentation über die endlosen Weiten und Rätsel des Weltalls lapidar WUNDER DES UNIVERSUMS nennt, nimmt den Mund ganz schön voll. Um dem ebenso unendlichen Thema Herr zu werden, teilt die BBC ihre Doku in vier Folgen von jeweils ca. 50 Minuten Laufzeit, die jeweils ein grundlegendes Thema aufgreifen, welches auch das Leben auf der Erde maßgeblich beeinflusst. „Spuren der Zeit“ widmet sich dabei dem Phänomen der Zeit sowie dem Entstehen und Vergehen von Sternen und Galaxien; „Sternenstaub“ beschreibt die Erschaffung der Elemente und den Aufbau aller Materie; die dritte Folge thematisiert „Die Schwerkraft“ als das grundlegende Funktionselement des Universums und die schlicht „Licht“ betitelte Abschlussfolge behandelt unter anderem die Mechanismen und Möglichkeiten der Erforschung des Alls.

- Kritik -

Schon auf den ersten Blick wird klar, dass die BBC auch bei dieser Dokumentation keine Mühen gescheut hat, um dem geneigten Zuschauer die Wunder des Universums möglichst nahe zu bringen. Die Moderation übernimmt, wie bereits in der Vorgängerserie WONDERS OF THE SOLAR SYSTEM (2010), der preisgekrönte britische Physiker Brian Cox, der auch komplexere wissenschaftliche Zusammenhänge souverän und humorvoll zu präsentieren weiß. Dazu gibt es beeindruckende Aufnahmen von Orten überall auf der Welt, an denen sich Spuren altertümlicher Sternenkulte und anderer Vorfahren der heutigen Astronomen finden lassen.

Doch die unbestrittenen Stars dieser Dokumentation sind die aufwendigen und detaillierten Animationen, die es tatsächlich immer wieder schaffen, dem Zuschauer einen flüchtigen Eindruck von den Vorgängen im Weltall zu verschaffen. Egal ob schwarze Löcher, zusammenstoßende Galaxien oder einfach nur endlose Kameraflüge durch unser Sonnensystem – stets verzichtet die Doku dankenswerterweise auf übermäßige Effekthascherei und verlässt sich stattdessen auf die ehrfurchtgebietende Schönheit der Sterne selbst.



Die einzelnen Folgen der Sendung bauen in gewisser Weise aufeinander auf; dadurch wird es möglich, dass der Anspruch der Sendung behutsam aber kontinuierlich steigt: Die ersten beiden Folgen bieten dabei eher Basiswissen, von dem aus in den letzten Folgen dann auf spezielle Phänomene eingegangen wird. Auf diese Weise können Laien an die komplexen Themen der Astronomie herangeführt werden, aber auch wer auf dem Thema bewanderter ist, dürfte noch die ein oder andere Überraschung erleben (allerdings könnten die ersten beiden Folgen dann hin und wieder beinahe banal wirken). Dass die abstrakten und schwer nachzuvollziehenden astronomischen Phänomene immer wieder anschaulich gemacht werden anhand von allgegenwärtigen Beobachtungen im Erdalltag, tut wie auch die zahlreichen Entdeckungsreisen in die antike Astronomie ein Übriges, um die Sendung greifbar und verständlich zu machen. Leider werden dadurch, dass das spannende Thema „Zeit“ bereits in der ersten Folge abgehandelt wird, einige gute Möglichkeiten vergeben, die Sendung noch gehaltvoller zu machen. Mit Rücksicht auf unerfahrenere Zuschauer werden hier Themen wie Raumzeit und Relativitätstheorie weitestgehend ausgespart und erst in den späteren Folgen aufgegriffen – und auch dort eher oberflächlich.

Diesem eher kleinen Kritikpunkt steht leider ein wesentlich schwerwiegender zur Seite, nämlich die Tatsache, dass die Folgen ab und zu ein wenig zusammengestückelt erscheinen und so manche Argumentationslinie nicht ganz schlüssig wirkt. Plötzliche Erzählsprünge bringen den Zuschauer genau dann durcheinander, wenn ein Thema gerade versprach, so richtig spannend zu werden. Schuld an dieser Unschönheit dürfte sein, dass die einzelnen Folgen, wohl um sie dem gängigen deutschen Fernsehformat anzupassen, gegenüber dem Original um jeweils rund zehn Minuten gekürzt wurden. Bei einer knappen Stunde Laufzeit ein erheblicher Eingriff – und kein Wunder, dass dann das Gefühl aufkommt, ein unvollständiges Programm zu sehen. Bedauerlich, dass für die Kaufversion nicht die Urfassung wiederhergestellt wurde; zumindest hätte man die herausgeschnittenen Szenen als Bonusmaterial auf die DVD bzw. Blu-ray packen können.

 

- Fazit  -

Das unnötige Kürzen der Folgen trübt leider das ansonsten gute Bild, das diese Dokumentation hinterlässt. Abgesehen davon aber bietet die Doku gerade für diejenigen, die sich noch nicht allzu intensiv mit dem Universum und dem ganzen Rest beschäftigt haben, einen kurzweiligen und lehrreichen Überblick über den gegenwärtigen Kenntnisstand der Astronomie. Und auch der Weltall-Profi, der inhaltlich vielleicht wenig Neues lernen wird, kann sich immer noch auf hinreißende Bilder freuen, die er oder sie so noch nicht gesehen haben dürfte

Bewertung: 7 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.3/10 Bewertung (4 Stimmen)

- BD FACTS & EXTRAS -

 

BD Verkaufsstart: 29.06.2012
BD Verleihstart: -

Label: Polyband/WVG
Verpackung: Digipak

Wendecover: Nein 

Bild: 16:9 (1,77:1)
Laufzeit: 200 Minuten

Uncut: Nein 

Ton: 
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)

2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
 

- Keine

Extras: 

  • Keine 

Kritik: Extras
Leider keine Extras. 

Bewertung: 0 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Mathias Munstermann

Mathias Munstermann

   

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