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Apr20

BD Kritik: Amelie rennt

BD Kritik: Amelie rennt

Originaltitel: Amelie rennt
Herstellungsland:
Deutschland, Italien
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Drama
Freigabe: FSK-6
Regie: Tobias Wiemann

Darsteller: 
Mia Kasalo, Samuel Girardi, Susanne Bormann u.a.


 

Inhalt: Amelie ist 13, eine waschechte Großstadtgöre und womöglich das sturste Mädchen in ganz Berlin. Amelie lässt sich von niemanden etwas sagen, schon gar nicht von ihren Eltern, die sie nach einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall in eine spezielle Klinik nach Südtirol verfrachten. Genau das, was Amelie nicht will. Anstatt sich helfen zu lassen, reißt sie aus. Sie flüchtet dorthin, wo sie garantiert niemand vermutet: Bergauf. Mitten in den Alpen trifft sie auf einen geheimnisvollen 15-Jährigen mit dem sonderbaren Namen Bart. Als der ungebetene Begleiter ihr das Leben rettet, stellt Amelie fest, dass Bart viel interessanter ist, als anfangs gedacht. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise, bei der es um hoffnungsvolle Wunder und echte Freundschaft geht.

 


 

 




Kritik: In einer Woche wird mal wieder der Deutsche Filmpreis verliehen. Neben den bekannten Kategorien, gibt es dort auch die, mit zwei nominierten Filmen, kleine Kategorie, des Besten Kinderfilms. Neben der Bestsellerverfilmung DIE KLEINE HEXE, der Film erscheint erst Mitte August auf DVD und Blu-ray, ist der zweite nominierte Film AMELIE RENNT von Regisseur Tobias Wiemann. Nun darf man als erwachsener Zuschauer befürchten hier einen Film zu bekommen, der auf sein junges Zielpublikum zugeschnitten ist. Ein junges, pubertierendes Mädchen mit Asthmaproblemen, das niemand verstehen möchte. Was kann da schon für den älteren Zuschauer herausspringen? Einiges sagen wir. Kurz vor der Preisverleihung erscheint der Film pünktlich auf DVD und Blu-ray.

Beschäftigt man sich etwas mit Filmemacher Tobias Wiemann so könnte man vielleicht falsche Schlüsse ziehen, denn vor seinem Regie-Debüt GROSSSTADTKLEIN (2013) arbeitete er in unterschiedlichen Tätigkeiten für Til Schweigers Firma Barefoot Films. Wer nun befürchtet einen weiteren Film nach dem Muster zu bekommen, kann sich entspannen (womit nicht gesagt werden soll, dass alles wo Til Schweiger steht auch gleichbedeutend mit schlecht ist), denn der Film umschifft gekonnt befürchtete Fallen, aber dazu nun mehr. Man kennt es ja von vielen Kinder- oder Jugendfilmen nur zu gut. Die logische und nachvollziehbare Perspektivierung auf die jüngeren Figuren, sorgt dafür, dass die Erwachsene oft wie wilde Hühner durch den Film gehetzt werden. Verstehen nichts und benehmen sich wie Kleinkinder und vergessen alles was sie über die ernsthafte Schauspielerei gelernt zu haben scheinen. Hier trifft man dieses Phänomen zum Glück nur in Teilen an. Denis Moschitto – der damit neben AUS DEM NICHTS in noch einem weiteren nominierten Film zu sehen ist – und Susanne Bormann spielen die Eltern für Amelie und changieren immer zwischen diesen Polen des überdrehten und natürlichem. Von der Rollenauslegung her fällt es schließlich auch Denis Moschitto leichter als Ssanne Bormann nicht in ein überdrehtes Spiel zu fallen, aber das hält sich verhältnismäßig und glücklicherweise alles in Grenzen. Jasmin Tabatabi, wenn auch nur in einer kleineren Rolle gelingt das direkt, dass sie den jungen Darstellern und dem Publikum auf Augenhöhe begegnet und nicht glaubt sie muss für einen Kinder-/Jugendfilm anders agieren.

Mia Kasalo und Samuel Girardi schließlich bilden das junge Gerüst des Films. Während man Mia Kasalo vielleicht aus dem deutschen Genre-Versuch DU HAST ES VERSPROCHEN (2012) kennen könnte oder aus Ramon Zürchers verschroben-faszinierenden DAS MERKWÜRDIGE KÄTZCHEN (2013), feiert Samuel Girardi mit der Rolle sein Kino-Debüt. Beide schaffen es problemlos charismatisch und sympathisch den Film zusammenzuhalten und bekommen dankenswerter Weise auch keine Romanze oder ähnliches angehängt. Ein Klischee, dass man in diesem Film genauso wenig breittritt, wie auch den Gegensatz Stadt und Land. Denn Amelie kommt aufgrund ihrer Erkrankung vom städtischen Berlin in das Alpenpanorama von Südtirol. Natürlich lädt das zu ausufernden Panorama-Aufnahmen ein, aber man unterlässt es ständig die jeweiligen Klischees von Stadt- und Dorfmenschen gegeneinander aufgrund von Humor auszuspielen. Darum ist die Nominierung als Bester Kinderfilm komplett nachzuvollziehen und es lässt sich auch bestätigen, dass man auch wenn man sich nicht mehr im Kindesalter befindet, durchaus Spaß mit dem Film haben kann.



Fazit:
Gelungener Jugendfilm, der seine Botschaft subtil transportiert und durch seine unaufgeregte Inszenierung jung wie alt abholen kann.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.3/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

BD Verkaufstart: 20. April 2018
BD Verleihstart: 20. April 2018

Publisher:
farbfilm/Lighthouse
Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 97 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Audiodeskription für Sehbehinderte (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Englisch
- Deutsch für Hörgeschädigte
- Italienisch

Extras:
*Hinter den Kulissen
*Making of

Kritik Extras
Es gibt mehrere kleine Blicke hinter die Kulissen, die viele Einblicke in den Dreh des Films geben. Etwas mehr zur Entstehung des Films in der Vor- oder Post-Produktion hätte man aber auch noch gerne hinzufügen können.

Wertung: 6|10

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

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