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Dez12

Infinite Justice

Infinite Justice

Originaltitel: Infinite Justice
Herstellungsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 2006
Genre: Drama, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Jamil Dehlavi
Darsteller: Kevin Collins, Razza Jaffrey, Jennifer Calvert, Constantine Gregory, Irvine Iqbal u.a.

Der amerikanische Journalist Arnold Silverman recherchiert im Netzwerk der Al Kaida, um den Geldgebern der Terroranschläge vom 11. September auf die Spur zu kommen. Seine Schwester hat zum Zeitpunkt des Anschlags im 99sten Stock des World Trade Centers gearbeitet. Ihre Leiche wurde bis heute nicht gefunden. Auf seiner Suche nach den Drahtziehern um Osama bin Laden trifft er auf den muslimischen Fundamentalisten Kamal Khan, der ihm ein Interview mit einem ranghohen Sprecher der Al Kaida verspricht. Doch statt des erhofften Interviews findet sich Silverman plötzlich als Geisel in den Händen der Dschihadisten wieder. Als er sich den Anweisungen der Entführer widersetzt, eskaliert die Situation.

- Kritik -


Jeder von uns kann sich daran erinnern was er am 11. September 2001 getan hat. Und auch heute noch, mehr als 10 Jahre nach diesem Anschlag hört man quasi täglich in den Nachrichten von Sachen, die mit diesem Ereignis direkt oder indirekt zu tun haben. Osama Bin Laden ist mittlerweile tot, George W. Bush nicht mehr Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und auf Ground Zero wird wieder gebaut - für Arnold Silverman, seines Zeichens Journalist, wäre das alles irrelevant. Seine Schwester hat zum Zeitpunkt des Anschlags im World Trade Center gearbeitet - und wurde bis heute nicht gefunden. 

Als er schliesslich die Gelegenheit bekommt, den Drahtziehern des Anschlags näher zu kommen, nutzt er die Gelegenheit auf ein Interview - was sich als Fehler herausstellt. Er landet in Gefangenschaft. Dort steigt Infinite Justice ein und erzählt in der Retrospektive, wie es dazu kam.
Nach und nach erfährt man so, wie er ein Bekennervideo zugespielt bekommt, dort auf Hinweise stößt, und tiefer und tiefer gräbt. Was bereits hier, ganz am Anfang des Films, sauer aufstößt ist die Tatsache, das der Tod seiner Schwester bereits einige Monate nach dem Anschlag quasi verarbeitet zu sein scheint. Nur ein paar Sätze dazu, das war's. Gut, letztendlich ist das nur ein Detail, aber die Verwunderung bleibt doch.

Und nicht nur an dieser Stelle macht sich Verwunderung oder Kritik breit. Die Gefangenschaft Silvermans lebt von den Dialogen und der Chemie zwischen ihm, den westlichen Reporter und Kamal Khan, einem radikalen Gotteskrieger. Beiden Charakteren versucht Regisseur Dehlavi Leben einzuhauchen indem er in den Rückblicken zwischen beiden hin- und herwechselt, was ihm jedoch ob des massiven Gebrauchs diverser Stereotypen nicht wirklich zu gelingen scheint. Da beide Charaktere zwar genügend Zeit bekommen aber trotzdem nur oberflächlich beleuchtet - hier eine Züchtigung in der Schule, dort eine zweifelhafte Freundschaft zu einem bereits radikalisierten Muslim - bildet sich weder Verständnis für das handeln Kahns, noch kann man als Zuschauer eine gewisse Bindung zu den Protagonisten aufbauen. Die zugrundeliegende Geschichte bleibt jedoch - und ist auch durchaus Interessant. Collins und Jaffrey (Silverstein und Kahn) zeigen beide das sie keine Amateure sind, aber letztendlich vermögen sie es nicht, Infinite Justice aus der Bedeutungslosigkeit zu hieven. So bleibt dann letzten Endes doch die Frage im Raum stehen, ob der Veröffentlichunszeitpunkt, 10 Jahre nach den Anschlägen, Zufall oder doch eher auf geschicktes Taktieren zurückzuführen ist.... Ein fader Beigeschmack bei einem eigentlich so emotionalen wie tragischen Thema.


- Fazit -

Verfilmungen die sich den Anschlägen auf das World Trade Center sind extrem selten, wohl auch da die Wunden die gerissen worden noch zu frisch sind. Nicht jeder Regisseur traut es sich zu, mit diesem Thema adäquat umzugehen, viele lassen es deshalb. Dehlavi hätte es auch eher lassen sollen, der entstandene Film wird den Geschehnissen in keinster Weise gerecht.

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 Bewertung (3 Stimmen)
- DVD Facts und Extras - 



DVD-Verkaufstart: 21.10.2011
- Single Disc

Label: Filmconfect Home Entertainment
Verpackung: Single Disc Amaray
Wendecover: Nicht bekannt

Ton:
1.Deutsch Dolby Digital 5.1
2.Englisch Dolby Digital 5.1

Untertitel:
- Deutsch

Bild: 16:9
Laufzeit: ca. 93 Minuten
Uncut: Ja

Extras:

  • Trailer
  • The Lost Room (0:56 Min.) 
  • Kill Point (0:20 Min.) 
  • Anthony Zimmer (2:00 Min.) 
  • ShatteredGlass (2:00 Min.) 
  • Pusher (1:32 Min.)
Review Extras:
Da uns nur die Presse-DVD ohne Extras vorlag, entfällt in dem Fall die Extras Bewertung!
 
Bewertung: x | 10
 

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Martin Riedel

Martin Riedel

   

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