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Feb21

Into the Forest

Into the Forest

Originaltitel: Into the Forest
Herstellungsland: Kanada

Erscheinungsjahr: 2015
Genres: Drama, SciFi, Thriller
Freigabe: FSK-12
Regie: Patricia Rozema

Darsteller: Ellen Page, Evan Rachel Wood, Max Minghella u.a.

Preis zum Test: EUR 13,99


 

Inhalt: Into the Forest spielt im Amerika der nicht allzu fernen Zukunft: Die zwei Schwestern Nell (Ellen Page) und Eva (Evan Rachel Wood) wachsen in einem dichten Redwood-Wald im Norden Kaliforniens auf. Die nächste Stadt ist mehr als 30 Meilen entfernt. Während die Welt und die gesamte bekannte Zivilisation um sie herum unterzugehen drohen, bekommen die Mädchen in ihrem abgeschieden liegenden Zuhause nur gerüchteweise etwas davon mit: Von einem Übersee-Krieg, Terrorismus, Wirtschaftkrisen, Naturkatastrophen und dem Umsturz des Kongresses wird gesprochen. Insofern ist der Zusammenbruch der Elektrizitäts- und Gas-Versorgung dann doch eine Überraschung für die Schwestern. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter und dann auch ihres Vaters sind Nell und Eva auf sich allein gestellt. Sie müssen nun mit den Reserven auskommen, die sie noch haben. Im Gegensatz zu den anderen Menschen dort draußen richtet sich ihr Kampf jedoch eher gegen Krankheit, Hunger, Einsamkeit und den gelegentlichen Eindringling, der versucht, ihr Idyll zu stören.

 


 

 



- Kritik -
     

Bereits 1997 erschien das Buch im Original unter dem Titel INTO THE FOREST von Jean Hegland und auch ein Jahr später unter dem Titel "Die Lichtung" in Deutschland. In der Verfilmung, die nun von Capelight Pictures auch endlich in Deutschland auf DVD und Blu-ray veröffentlicht wurde - der Film lief bereits im Herbst 2015 auf amerikanischen Festivals - spielt Ellen Page nicht nur einer beiden weiblichen Hauptrollen, sondern zeichnet sich auch, zum ersten Mal, als eine der Produzentinnen für den Film verantwortlich. In einem Kanada der nahen Zukunft kommt es zu einem weitreichenden Stromausfall und einem erneuten Kampf zwischen Mensch und Natur. Auf dem Regiestuhl nahm die Kanadierin Patricia Rozema Platz. Kann bei so viel kanadischer Frauenpower noch was schief gehen?

Das man sich als Zuschauer bei INTO THE FOREST nicht ganz in der Gegenwart befindet, bezeugen zu Beginn Hologramme, die als Computerbildschirme und Telefone zugleich wirken. Kleine technischen Errungenschaften, von denen man heute noch träumt. Nur ist das am Ende eine von vielen Fragen, die man dem Film stellen muss. Warum setzt er den Film in eine nahe Zukunft, wenn es für den weiteren Verlauf der Handlung keine Rolle mehr spielt? Der Energieausfall ist genauso in die heutige Zeit transportierbar, wie in die Zeit des Films. Denn wenn auch der SciFi-Aspekt des Films mitbeworben wird, so spielt der nur in wenigen Momenten der ersten paar Minuten des Films eine Rolle. Steigt man ein paar Minuten später ein, entdeckt man nichts mehr, was den Film als einen in der Zukunft spielenden auszeichnet. Dies mag aber auch mit der generellen Richtung des Films zu tun haben, der seine Geschichte aus der Sicht zweier Schwestern erzählen mag. Diese beiden stehen dann auch im Fokus der Handlung, bleiben aber größtenteils, was ihre Hintergründe betrift, sehr schablonenartig.

.Dies liegt weniger an den Darstellern, denn am Drehbuch, welches nur mehr prägnante Stationen der Geschichte abzuhaken weiß, aber weniger kreativ einzelne Handlngselemente kreativ verbindet. Die Emotionalität der Schwestern und ihrer Familie wird wohl durch einen einfühlsamen Score von Max Richter verstärkt, doch erreicht den Zuschauer nur in wenigen Momenten wirklich besonders. Hier hätte der Film viel mehr mit seinen Figuren arbeiten müssen. Anstattdessen baut der Film mehr und mehr auf seine Geschichte und zwingt sich ständig Entwicklungen erzählen zu müssen. Dabei schafft es der Film teilweise clever, teilweise aber auch etwas faul sein Szenario realistisch erscheinen zu lassen. Ein Stromausfall einer Familie, die mehrere Kilometer von den nächsten Menschen entfernt lebt, kann man akzeptieren, wirkt aber doch wie vieles im Film mehr konstruiert als glaubhaft. Auch das Ende macht es sich da zu einfach.

  

- Fazit -  

Der Film möchte mehr sein, als er es am Ende zu zeigen weiß. Ein emotionales Drama, dem es aber an gerade diesen Emotionen fällt. Die Prämisse lässt viele Fragen offen und eröffnet viele Diskussionen über Logiklöcher. Die Darsteller können überzeugen, doch was wirklich Neues weiß der Film über sein Thema nicht zu erzählen.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 17. Februar 2017
BD Verleihstart: 17. Februar 2017

Publisher: Capelight Pictures

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 101 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD MA 5.1)
2. Englisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Audiokommentar von Autorin/Regisseurin Patricia Rozema
  • Making-of
  • Kinotrailer
  • Filmtipps

Kritik Extras
Ein Making Of, das gewohnt etwas übereifrig die einzelnen Beteiligten sich lohnen lässt, aber dafür einen informativen Audiokommentar, der sich diesbezüglich etwas zurückhält.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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