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Aug18

Wim Wenders - die frühen Jahre: Im Lauf der Zeit

Wim Wenders - die frühen Jahre: Im Lauf der Zeit

Originaltitel: Im Lauf der Zeit
Herstellungsland: Deutschland

Erscheinungsjahr: 1976
Genres: Road-Movie, Drama
Freigabe: FSK-6
Regie: Wim Wenders
Darsteller: Rüdiger Vogler, Hanns Zischler u.a.

Preis: EUR 33,99


 

Inhalt: Robert setzt seinen Käfer mit Vollgas in die Elbe. Eine Sandbank vereitelt allerdings den halbherzigen Selbstmordversuch. Bei Bruno, der in Kleinstadtkinos Projektoren repariert, findet Robert nicht nur trockene Kleider, sondern durch dessen Freundschaft auch einen Neubeginn. Auf ihrer Reise in Brunos altem Möbelwagen entlang der deutsch-deutschen Grenze reden sie über Sehnsüchte, Frauen, Einsamkeit und Jugenderinnerungen. Sie erkennen – im Lauf der Zeit – welche Möglichkeiten noch vor ihnen liegen...


 

 



- Kritik -
    

Wim Wenders ist mit einer der Gesichter und Förderer des deutschen Films ab den 70er Jahren. Mit der Gründung des "Filmverlag der Autoren" 1971, gemeinsam mit zwölf weiteren Filmemachern, begann die Produktion und der Vertrieb neuer deutscher Filme, nicht nur seiner eigenen. ARTHAUS widmet nun eine ganze Blu-Ray Box mit fünf Filmen seinen Anfängen und veröffentlicht das ganze am 7.Juli als "Wim Wender - Die frühen Jahre". Sein Frühwerk war besonders geprägt durch Figuren am Rande der Gesellschaft. Aussteiger, die eigentlich nur umher treiben, ohne Ziel oder Hoffnung auf Besserung. Die fünf Filme sollen hier im Einzelnen besprochen werden. IM LAUF DER ZEIT war damals der dritte Teil seiner losen zusammenhängenden Spielfilm-Trilogie zum "Road-Movie". Wieder mit Rüdiger Vogler und als zweiten männlichen Part Hanns Zischler entstand der Film anfangs völlig ohne Drehbuch und erzählt in beinahe drei Stunden Laufzeit von ihrem ziellosen Treiben durch Deutschland und geht nebenbei auf das Kinosterben in den 70er Jahren in Deutschland ein.

Es wird darf wieder ziellos mit Wenders durch die Lande gebraust werden. Man kann den FIlm fast schon als ein Experiment betiteln, denn wie sonst kann man es bezeichnen, wenn man seinen Film anhand einer Fahrroute, denn eines wirklichen Drehbuches konzipiert? Nebenbei erzählt Wenders auch eine Geschichte des Kinosterbens und das schon im Deutschland der 70er. Noch hier gab es eine Kinohäuserlandschaft von der man heute teilweise nur noch träumen kann. Das Ende der kleinen Vorstadtkinos nimmt aber hier bereits ihren Anfang. Passenderweise spielt Rüdiger Vogler in diesem Film Bruno, der Filmprojektoren repariert und deswegen in diesem Milieu umher streift. Schlussendlich ist der Film auch nicht umsonst Fritz Lang gewidmet.

Sein Gegenpart rutscht mehr in diese Geschichte rein und bringt einen anderen weiteren Aspekt in den Film. Er bringt die Probleme bzw. die Abwesenheit von Frauen in ihrer beider Leben ins Spiel und gleichzeitig auch die politische Komponente eines geteilten Nachkriegsdeutschland. Es gibt viel zu entdecken, aber der Film fordert mit seinen fast drei Stunden auch viel an Sitzfleisch. Nicht jede Sekunde des Films mag gerechtfertigt sein und die 168 Minuten mögen auch nicht im Flug vergehen, aber ist es eben Wenders Ziel das Durchstreifen seiner Protagonisten auch für den Zuschauer erfahrbar zu machen.

  

- Fazit -  

Mit knapp drei Stunden ein Mammutwerk, durch das man sich erstmal kämpfen muss. Es gibt einige Länge, aber das ist Wim Wenders und seine Erzählweise. Man liebt sie oder man hasst sie.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

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- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 7. Juli 2016
BD Verleihstart: 7. Juli 2016

Publisher: Arthaus

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,66:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 176 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Trailer
  • Audiokommentar

Kritik Extras
Ein Audiokommentar deckt viele Fragen kompetent ab.

Wertung: 1|10

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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