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Aug20

KICK

KICK

Originaltitel: Havoc
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2005
Genres: Drama, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Barbara Kopple
Schauspieler: Anne Hathaway, Freddy Rodriguez, Joseph Gordon-Levitt u.a.

 

Den beiden verwöhnten Girls Allison und Emily aus Los Angeles Nobelviertel Pacific Palisades fehlt es an nichts, doch sie sind auf der Suche nach dem wirklichen Leben außerhalb des heuchlerischen Daseins ihrer reichen Eltern. Getrieben von abenteuerlicher Neugier, grenzenloser Naivität und der Faszination für Drogen und Gewalt werden die Mädchen für die das ganze Leben nur ein Spiel ist dabei zum ersten Mal mit der harten Realität konfrontiert. Sie tauchen ein in die dunkle Welt der Latino-Gangs, doch schon bald wird aus dem einstigen Spiel bitterer Ernst. Denn im wahren Ghetto gelten andere Regeln.

 

- Kritik -

KICK ist kein neuer Film, sondern bereits aus 2005, wurde lediglich erneut mit einem neuen deutschen Titel auf den Markt geworfen. Mittlerweile dürfte der Cast aber für mehr Interesse sorgen, denn in den letzten sieben Jahren haben sich einige der Schauspieler einen Namen gemacht. Anne Hathaway und Joseph Gordon-Levitt durfte man ja bereits gemeinsam in THE DARK KNIGHT RISES sehen, Channing Tatum kennt man aus G.I. JOE und 21 JUMP STREET. Abgerundet wird der Cast von Bijou Philips (ALMOST FAMOUS), Freddy Rodriguez (PLANET TERROR) und dem Alt-Star Michael Biehn. 2005 kein namhafter Cast, rückblickend betrachtet ist KICK stark besetzt.

Das Potential der Jungschauspieler zeigt sich auch recht deutlich. Anne Hathaway spielt die verwöhnte, aber von ihrem Leben gelangweilte Allison ziemlich überzeugend. Da Allison je nach Situation eine neue Fassade aufbaut, hinter die kein Mensch blicken darf/kann, muss sich Hathaway ziemlich facettenreich geben und meistert die Herausforderung mit Bravour, zeigt sich zudem extrem freizügig. Beim Rest fällt die Beurteilung etwas schwerer. Gordon-Levitt spielt Sam wie er wohl nach Drehbuch sein muss: mit hartem Akzent und schwer auf cool getrimmt. Seine Figur ist aber dermaßen gewollt überzeichnet, dass es schwer fällt, ihn nicht für seine Performance zu kritisieren. Dasselbe gilt für Mike Vogel als Toby. Am ehesten kann man sich die Rollen wie Tweener aus der Serie PRISON BREAK vorstellen und wenn man es einmal politisch unkorrekt ausdrücken möchte, spielen sie allesamt Wigger. So etwas wirkt in der Regel immer recht deplatziert.

Auf der anderen Seite hätte man dann noch die Latinos, die recht deutlich der Klischee-Kiste entsprungen sind. Freddy Rodriguez wirkt ziemlich aufgesetzt, kommt nur in einigen Momenten richtig zur Geltung. Raymond Cruz ist in diesem Milieu immer gerne gesehen und der Rest ist dann noch nur schmückendes Beiwerk, lässt aber die richtige Latino-Atmosphäre aufleben. Etwas weniger plakativ hätte es aber ruhig sein können. 

Das Drehbuch wurde von Oscar-Gewinner Stephen Gaghan (TRAFFIC, SYRIANA) verfasst, allerdings basierte es auf einem Drehbuch von der damals 14-jährigen Jessica Kaplan. Die Herkunft merkt man dem Drehbuch auch an, denn es ist sicherlich kein Meisterwerk in Gaghans Portfolio. Es fehlt an Feinschliff, Details und Mut. Was hier sozialkritisch anfängt und eine interessante Milieustudie hätte werden können, verfällt immer mehr den gängigen Klischees und fängt sich erst im letzten Drittel wieder ein wenig. Die gelangweilte (finanzielle) Elite, die einen auf „Gangsta“ macht und sich doch um nichts sorgen muss, bietet im ersten Moment eine starke Grundlage. Allisons Charakter vermittelt diese innere Zerrissenheit und die Suche nach Aufmerksamkeit auch recht deutlich, auch Bijou Philips als Emily liefert die richtigen Impulse. Hier merkt man, dass Kaplan von der eigenen Erfahrung profitiert. Bei der Darstellung des Ghettos wird es jedoch schnell plump und einseitig, man lässt sich nur geringfügig zu einer stärker differenzierten Darstellung herab.

Die zweifache Oscar-Gewinnerin Barbara Kopple (jeweils für eine Dokumentation) lässt dem Film zudem noch einen leicht surrealen Look angedeihen, indem sie harte Farbfilter einsetzt. Darüber hinaus bleibt die Regie eher unscheinbar, lässt die Figuren agieren und profitiert in erster Linie von den Leistungen der Schauspieler. Musikalisch bekommt man Hip Hop Tracks zu hören, die in dem Setting wunderbar aufgehoben sind. 

 

- Fazit  -

KICK ist ein Coming-of-Age-Drama ohne wirkliches Identifikationspotential. Etwas mutiger hätte man ruhig sein können und weniger mit den gängigen Klischees spielen sollen. Die Dramaturgie treibt relativ unauffällig unter der Oberfläche, bricht am Ende durch, aber wird nicht mit aller Konsequenz fortgeführt. Schade, denn das Potential ist vorhanden. Ansonsten gibt es eine starke Hathaway zu bestaunen. Alles in Allem nichts wirklich Neues. 

Bewertung: 5.5 | 10

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5.3/10 Bewertung (4 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 19.07.2012
DVD Verleihstart: -

Verleih: 3L Vertriebs GmbH & Co. KG
Verpackung: Keepcase (Amaray)

Wendecover: Ja

Bild: 16:9 (1.78:1)
Laufzeit: 82 Minuten

Uncut: Ja 

Ton: 
1. Deutsch (Dolby DTS 5.1)
2. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
3. Englisch (Dolby Digital 5.1) 


Untertitel:
 
- Keine 

Extras: 

  • Trailer
  • Bio- und Filmografien (Anne Hathaway und Bijou Philips) 

Kritik: Extras
Keine nennenswerten Extras zum Film. 

Bewertung: 1 | 10

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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