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Mai10

Legend

Legend

Originaltitel: Legend
Herstellungsland: UK/FRA/USA

Erscheinungsjahr: 2015
Genres: Action, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Brian Helgeland
Darsteller: Tom Hardy, Emily Browning, Taron Egerton, Paul Bettany uvm.

Preis: EUR 14,94


 

Inhalt: Die eineiigen Zwillingsbrüder Ronald und Reginald Kray (Tom Hardy) beherrschen im London der 60er Jahre das East End. Jeder kennt und achtet sie in dem Viertel, egal wie fragwürdig ihre Arbeitsweisen sind. Erst als Reginald auf Frances (Emily Browniing) trifft, droht das Duo sich zu entzweien und ihr kleines Imperium zu zerstören. Doch Gier nach Macht und Geld treibt beide weiter in die kriminelle Welt und in eine gefährliche Zukunft. 


 

 



- Kritik -
    

LEGEND (UK/FRA/USA 2015, R: Brian Helgeland) wurde vor allem vorab wegen Tom Hardys Doppelrolle als die Zwillingsbruder Ronald und Reginald Kray mit Spannung erwartet, ging dann aber wegen eher verhaltenen Kritiken während seiner Kinolaufzeit etwas unter. Die Doppelbesetzung von Tom Hardy war direkt nichts Neues, wenn man an Armie Hammer in David Finchers THE SOCIAL NETWORK (USA 2010) denkt, aber hier handelt es sich um die beiden zentralen Rollen des Films, die von einem Schauspieler verkörpert werden und anders als im Fall von Armie Hammer spielte Hardy beide Rollen, ohne den Einsatz eines Körperdoubles auf das später das Gesicht des Schauspielers digital gesetzt wurde, wie Fincher dereinst das Problem anging. Zum Glück aber nutzt Regisseur Brian Helgeland diesen doppelten Hardy nicht als reines Gimmick und ergötzt sich nie in dieser Doppelbesetzung, sondern rückt das Ganze fast schon in den Hintergrund, so dass es den Zuschauer nicht ständig aus der Handlung reisst. Aus der Handlung, die mitunter das größte Problem des Films ist. 

Brian Helgeland ist immernoch am meißten wegen seinen Drehbucharbeiten bekannt. L.A. CONFIDENTIAL (USA 1997) brachte ihm gemeinsam mit Regisseur Curtis Hanson eine Oscar-Auszeichnung - im selben Jahr aber auch eine Goldene Himbeere für das Drehbuch von Kevin Costners THE POSTMAN (USA 1997)-, für Clint Eastwoods MYSTIC RIVER (USA 2003) gab es eine weitere Nominierung dafür. Als Regisseur probierte er sich zum ersten Mal in dem von Mel Gibson angeführtenNeo-Noir-thriller PAYBACK (Zahltag, USA 1999), welcher sich durchaus auch als Erfolg an den Kinokassen entwickelte. Wie wandelbar Helgeland sein konnte zeigte er mit seiner zweiten Regiearbeit, welche auch gleichzeitig den Startschuss für Heath Ledgers Karriere gab: A KNIGHT'S TALE (Ritter aus Leidenschaft, USA 2001). Der Film war ein großer Erfolg und ist heute vor allem noch wegen seiner Rock-Songs, eingesetzt in einem Mittelalter-Setting, bekannt. Sein Projekt danach, wieder mit Heath Ledger, THE ORDER (Sin Eater – Die Seele des Bösen, USA/D 2003) ist eher unbekannt und kam auch weniger gut bei Kritik & Publikum an. Es folgte eine mehrjähirge Regiepause, welche er mit dem Baseball-Film 42 (USA 2013) beendete. LEGEND stellt somit seine mittlerweile fünfte Regiearbeit dar. Er adaptierte selbstverständlich selbst die Biografie der Kray-Zwillinge, "The Profession of Violence: The Rise and Fall of the Kray Twins" von John Pearson, und begibt sich damit schließlich wieder in das Gangster-Milieu. Auf die Geschichte wurde er bereits vor fast 20 Jahren aufmerksam. Mit Tom Hardy konnt er einen der aktuell gefragtesten und talentiertesten britischen Schauspieler gewinnen, der bekannterweise gleich beide Brüder-Rollen übernahm. Der Film ging bei seiner Veröffentlichung, auch wegen zwiegespaltener Kritiken, etwas unter und auch Tom Hardys Leistungen werden für das Jahr 2015 eher wegen seiner Rollen in THE REVENANT (USA 2015, R: Alejandro González Iñárritu) und MAD MAX:FURY ROAD (USA/AUS/NAM 2015, R: George Miller) in Erinnerung bleiben. Gerecht wird das weniger Hardys Leistung im vorliegenden Film, als dem Film als Gesamtkonstrukt.

Wie bereits erwähnt hält man sich zurück in der Inszenierung deutlich auszustellen, dass man hier einen Schauspieler hat, der hier beide Brüder spielt. In manchen Fällen ist das selbstverständlich nicht abzuwenden, aber sehr schnell sieht man nicht mehr zweimal den Schauspieler Tom Hardy vor sich, sondern zwei für sich unabhängige Figuren. Hardys Ron grenzt dabei vielleicht teilweise an einer Karikatur, setzt sich aber auch durch seine unberechenbare Art und Weise klar von Hardys Interpretation von Reggie ab. Deshalb kann man dem Film keineswegs ankreiden, dass er sich an einem Gimmick aufbaut, vielmehr versucht er relativ deutlich sein Sujet klarzumachen und verliert aber genau gleichzeitig deshalb etwas den Boden unter den Füssen. Mit den Pianoklängen von Carter Burwells Score auf der Tonspur melancholisch-romantisch umhaucht wird der Beziehung von Reggie und Frances (Emily Brownin) von Beginn an eine sehr schwere Bedeutung zugeteilt. Helgeland will hier im Grunde die Geschichte eines Gangsters erzählen, der für seine Liebe sein kriminelles Leben hinter sich lassen will um ein ehrlicher und aufrichtiger Mann zu werden. Relativ klare und nachvollziehbare Prämisse, die aber als Vorlage wenig bis gar nicht angenommen wird. Zum einen gelingt es Helgeland nicht für das Liebespaar beim Zuschauer wirklich Empathie zu entwickeln, womit schonmal für das Publikum die Motivation von Reggie etwas im Dunkeln bleibt, nein desweiteren wird das Dilemma von Reggie zwischen seiner Frau, dem ehrlichen Leben, und seinem Bruder Ron, der kriminellen Seite, zu stehen kaum thematisiert. Reggie macht einfach weiter. Helgeland macht ihn so zu keiner tragischen Figur, sondern vielmehr zu einer schwachen Figur, die sich nicht durchsetzen kann oder will. Weshalb muss sich der Zuschauer selbst beantworten, denn der Film will oder kann auf diese Frage keine Antwort bekommen.

So bleibt auf der Habenseite neben Tom Hardy das ansonsten auch sehr gut aufgelegte Ensemble aus u.a. David Thewlis, Taron Egerton und in einer kleinen Rolle Paul Bettany. Die Zeit der 60er in London, welche Helgeland im Bezug zum zweiten Weltkrieg noch so wunderbar aufbaut, bleibt im Film eher klein und unscheinbar. Zu sehr bleibt er in der Geschichte in den kleinen Ecken der Stadt bei seinen Figuren. Der Einfluss der Krays bzw. die Größe dessen wird eigentlich nie wirklich klar. Es werden Verträge geschlossen, gekämpft und Gerichte oder Gefängnisse besucht, aber die eigentliche Bandbreite des Brüder-Duos in der Stadt und überhaupt wird wenn dann im Dialog mal angesprochen aber nie wirklich visualisiert. 

  

- Fazit -  

Zweifellos allein wegen Tom Hardys Leistung(en) ein Blick wert. Zum Glück verkommen seine Performances nie zu einem Gimmick des Films, doch will der Film mehr als er sein kann. Brian Helgeland möchte das Geschwisterpaar vermenschlichen und beim Zuschauer von Empathie bis Sympathie Gefühle wecken, doch vergisst er seinen Figuren selbst nachvollziehbare Emotionen einzuflössen. So überzeugt Brian Helgeland diesmal weder vollkommen als Regisseur, noch als Drehbuchautor.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufstart: 12. Mai 2016
DVD Verleihstart: 12. Mai 2016

Publisher: Studiocanal

Verpackung: Keep-Case
Wendecover: -

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 125 min.
Uncut: Ja

Ton:
1.Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2.Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Interviews (B. Helgeland, E. Browning, C. Eccleston, D. Thewlis, S. Spruel, T. Egerton)
  • Legend Weltpremiere in London
  • Die Legende der Krays
  • Mini Making of
  • Original Trailer

Kritik Extras
Unabhängig von den Extras ist es sehr schade, dass mittlerweile oft nur noch deutsche Untertitel anstatt zusätzlich englischen auf vielen DVDs/BDs zu finden sind. Bei den Extras stellen die Interviews mit den Beteiligten das Kernstück des Bonusmaterials dar. Die insgesamt 30 Minuten an Interviewmaterial wirken wohl teilweise etwas repetitiv wenn es um die Geschichte des Films und Tom Hardys - der leider nicht bei den Interviews zu Wort kommt - Herangehensweise an seine Rolle(n) handelt, bieten aber am meißten Informationsgehalt. Das knapp 2-minütige Feature zur Premiere und das 4-minütige Mini-Maiking Of, welches aus Teilen der bereits bekannten Interviews und Filmszenen besteht, kann man sich schenken. "Die Legende der Krays" ist da noch am ehesten interessant, wenn Zeitzeugen über die echten Krays sprechen. Insgesamt ein etwas unterwältigendes Bonusprogramm, wo man kaum Einblicke in die Herstellung des Films bekommt und rein abhängig ist vom Erzählten der beteiligten Personen. 

Wertung: 4|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

4.0/10 rating 1 vote
Manuel Föhl

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