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Mai15

Louder than Bombs

Louder than Bombs

Originaltitel: Louder than Bombs
Herstellungsland: NOR/FRA/DNK/USA

Erscheinungsjahr: 2015
Genres: Drama
Freigabe: FSK-12
Regie: Joachim Trier
Darsteller: Jesse Eisenberg, Devin Druid, Gabriel Byrne, Isabelle Huppert uvm.

Preis: EUR 13,99


 

Inhalt: Drei Jahre nach dem Tod seine Ehefrau, die angesehene Fotografin Laura Freed (Isabelle Huppert), bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, befindet sich Gene (Gabriel Byrne) immernoch im Kampf mit seinem schüchternen Sohn Conrad (Devin Druid) wieder einen normalen Alltagund ein Zusammenleben zu gestalten. Eine geplannte Ausstellung von Lauras Fotografien bringt auch den ältesten Sohn wieder in die Familie zurück und so müssen die drei Herren zum ersten Mal seit dem Tod Lauras wieder gemeinsam unter einem Dach leben.


 

 



- Kritik -
     

Der norwegische Regisseur Joachim Trier ist nur entfernt mit dem bekannten Dänen Lars von Trier verwandt. Nichtsdestotrotz sollte man ihn zukünftig im Auge behalten. Sein dritter Spielfilm LOUDER THAN BOMDS (NOR/FRA/DK/USA 2015) ist gleichzeitig auch sein englischsprachiges Debüt. Gewinnen konnte er dafür einen internationalen Cast mit u.a. der Französin Isabelle Huppert, dem Iren Gabriel Byrne und dem Amerikaner Jesse Eisenberg. So viel sei verraten: Gelungen und eine Empfehlung ist der Film, den MFA+ am kommenden 20. Mai für das Heimkino veröffentlichen wird, allemal.

Wie umgehen mit dem Tod der Ehefrau bzw. der Mutter? Regisseur und Drehbuchautor Joachim Trier versucht auf diese Frage verschiedene Antworten zu finden. Drei Jahre nach dem tragischen Verkehrsunfall scheint noch keiner der drei Figuren wirklich seine Wunden heilen zu können. Jeder ist versucht sein Leben weiterzuleben und schafft dies auch irgendwie, doch die geplante Retrospektive auf das Werk von ihre Mutter bringt die Söhne und den Ehemann wieder zusammen und lässt sie ihre Vergangenheit vor und nach dem Tod reflektrieren. Trier lässt dies nun zu keinem Taschentuch-Drama werden mit viel Tränen und Schreien, sondern geht sensibel mit den einzelnen Schicksalen um. Gibt dem Zuschauer viele Spuren und Hinweise auf Kleinigkeiten, die er nach und nach aufdeckt. Dabei steht mitunter mehr die Frage im Vordergrund was von den vestorbenen Menschen bleibt, denn der Frage wie es weitergehen soll. Denn wie sich bei allen zeigt war bisher die einfachste Lösung für sie zu verdrängen und weiterzumachen, doch ziemlich schnell zeigt sich, dass dies viele offene Fragen zurückgelassen wurden und wie eine dunkle Wolke über allem schweben. Einfühlsam lässt Trier die Figuren aufeinander los und wieder zusammenfinden. Am Ende mag dies dann leider etwas zu schnell und oberflächlich abgehandelt werden, angesichts dessen, dass eine bestimmte Wahrheit bzw. die Verkündung dieser gegenüber einer gewissen Person so lange als zentraler Konflikt aufgebaut wurde, doch gibt das dem Ganzen nur einen klein wenig bitteren Nachgeschmack und entzieht dem Film sein i-Tüpfelchen.

Durch die verschiedenen Perspektiven werden auch immer wieder die Gewichtungen der einzelnen Figuren verschoben. Beginnt der Film mit Jesse Eisenberg, so wechselt er dann zu seinem Vater, gespielt von Gabriel Byrme, und gibt dem Zuschauer das Gefühl nun den Film aus seiner Sicht zu sehen. Doch der Film wechselt nicht nur einmal zur Perspektive von seinem jüngsten Sohn, sondern auch wieder zu Eisenberg zurück. Bei der Besetzung zeigte Trier ein Können in der Wahl der Darsteller aber auch im Einsatz dieser. Jesse Eisenberg gönnt man mal wieder eine etwas anspruchsvollere Rolle nach seinen Ausflügen zu Woody Allen, Comicverfilmungen oder anderen leichten Komödien. Es ist wohl seine Figur, die in der zweiten Hälfte etwas ungenauer gezeichnet wird und einzelne Handlungen nicht mehr ganz nachvollziehbar wirken bzw. etwas oberflächlich eingeführt werden, aber das ist mehr seiner Figuren bzw. dem Drehbuch anzukreiden als ihm selbst. Devin Druid als sein jüngerer, schüchterner Bruder ist da im Vergleich noch ein eher unbeschriebenes Blatt, trägt aber die Dilemmatas seines Figur bzw. den Kampf ihn ihm gekonnt vor. Er mag hier und da etwas sehr stereotyp gezeichnet sein, überrascht aber auch immer wieder mit einer Art Eigenständigkeit. Gabriel Byrne darf auch mal wieder auf der großen Leinwand sein Können zeigen und muss einzig vielleicht damit kämpfen, dass er durch die Perspektivenwechsel immer etwas wieder in den Hintergrund gerückt wird und so seine stärkste Phasen im ersten Drittel des Films zu finden sind. Die Besetzung von Isabelle Huppert ist nicht nur aus Werbegründen geschehen, denn trotz ihres Todes zu Filmbeginn spielt sie durch Rückblenden immer wieder eine zentrale und bleibende Rolle. Auch David Strathairn scheint nur eine kleine Nebenrolle zu sein, füllt aber die wenigen Minuen seiner Auftritte gekonnt und rechtfertigt seine Besetzung. 

Trier und sein Team nutzen viele Möglichkeiten der filmischen Erzählung. Nicht nur dramaturgisch im Mischen verschiedener Zeitebenen, sondern auch visuell und auf der Tonebene. Immer wieder werden kleine monologartige Szenen eingestreut, die beispielsweise Nebenschauplätzen des Alltags einer Figur eine Bühne geben. Szenen, die man davor schon aus einer Perspektive gesehen hat bekommt man nochmal aus einer anderen Sicht gezeigt oder erzählt. Selbstverständlich werden auch mit Hilfe von Kriegsfotografien und Videoaufnahmen Vergangenheitsbilder von Hupperts Figur Laura lebhaft und abwechslungsreich dargestellt. Eine Übersättigung von verschiedenen Erzählweisen findet dabei aber nie statt, da Trier es versteht diese Mittel gekonnt und abwechslungsreich einzusetzen.

  

- Fazit -  

Toll gespielt und erzählt, verliert der Film nur ein wenig in der zweiten Hälfte etwas an Fahrt und Faszination. Die Motivation der Figuren, besonders bei Jesse Eisenbergs, werden etwas undurchsichtiger und das Ende findet ein wenig schnell zu einem Fazit. Ansonsten wirklich ein kleiner Geheimtipp aus dem Drama-Fach! Regisseur Joachim Trier sollte man im Auge behalten.

Wertung: 7,5|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 rating 1 vote

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufstart: 20. Mai 2016
DVD Verleihstart: 20. Mai 2016

Publisher: MFA+ Cinema

Verpackung: Keep-Case
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 104 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Keine

Extras:

  • Making Of
  • Teaser
  • Trailer
  • Trailershow

Kritik Extras
Das sogenannte "Making Of" entpuppt sich leider nur als ein kurzes 3-minütiges Featurette, welches knapp nochmal den Film und seine Themen zusammenfasst und den Schauspielern schnell Lorbeeren für den Regisseur verteilen lässt. Etwas wenig leider insgesamt.

Wertung: 3|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

3.0/10 rating 1 vote
Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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