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Aug18

The Last Ship - Staffel 2

The Last Ship - Staffel 2

Originaltitel: The Last Ship
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Drama, Serie
Freigabe: FSK-16
Regie: Jack Bender, Paul Holahan u.a.
Schauspieler: Eric Dane, Rhona Mitra, Adam Baldwin u.a.

Preis zum Test: EUR 23,99


 

Inhalt: Nachdem ein Virus den Großteil der Menschheit dahingerafft hat, stehen die Überlebenden vor einer neuen Weltordnung. Ihre einzige Hoffnung ist die Crew des U.S. Zerstörers U.S.S. Nathan James unter der Führung von Captain Chandler (Eric Dane), welche, unberührt von der Pandemie, auf der Suche nach einem Impfstoff war. Erfolgreich von ihrer Mission zurückgekehrt, steht Mikrobiologin Dr. Scott (Rhona Mitra) nun vor der Aufgabe, das Heilmittel in ausreichenden Mengen zu produzieren und unter den Überlebenden zu verteilen. Als wäre dies nicht schon schwer genug, treffen sie an Land nicht nur auf Verbündete…

 

 


 

 



- Kritik -
     

 

Bodenständige Pandemie-Thriller sind in der aktuellen Kino- und vor allem TV-Landschaft eher Mangelware. Wenn ein Virus die Menschheit dezimiert, geht es nämlich gerne mit schlurfenden Zombies oder ähnlichen übernatürlichen Elementen einher. Das haben sich im vorletzten Jahr wohl auch die Autoren und Showrunner Hank Steinberg und Steven Kane gedacht und, zusammen mit u.a. Michael Bay als Executive Producer, den gleichnamigen Roman THE LAST SHIP von William Brinkley für die heimischen Fernsehbildschirme adaptiert. THE LAST SHIP lässt sich dabei am ehesten als OUTBREAK (USA 1995) meets 13 HOURS (USA 2016) auf hoher See beschreiben. Anders ausgedrückt: eine stimmungsvoll umgesetzte Pandemie trifft auf explosive Action und amerikanischen Patriotismus an Bord eines U.S. Zerstörers.

 

Die Viruserkrankung liefert dabei eine spannende Ausgangssituation. Die Menschheit wurde dahingerafft. Nur wenige haben überlebt und rotten sich nun zu hilfesuchenden oder aber größenwahnsinnigen Gruppierungen zusammen, die in dieser neuen Weltordnung die Herrschaft an sich reißen wollen. Die Crew der U.S.S. Nathan James ist mittlerweile erfolgreich von ihrer mehrmonatigen Mission einen Impfstoff zu finden zurückgekehrt und versucht das Heilmittel nun unter die amerikanische Bevölkerung zu bringen, was sich jedoch als komplizierter herausstellt als zunächst angenommen. 

 

Die isolierte und familiäre Atmosphäre auf dem offenen Meer stellt dabei ein gelungenes Gegengewicht zur unbekannten, neuen Gesellschaftsordnung und den fast schon sektenhaften Bewegungen an Land dar, was vor allem dann für Spannungsspitzen sorgt, wenn diese beiden Welten aufeinandertreffen. Dabei beleuchtet sie Serie in der zweiten Staffel vermehrt die Vergangenheit und Einzelschicksale der Überlebenden und Crew, was den Charakteren dringend benötigte Tiefe verleiht. Aus den einstigen Abziehbildern stereotyper Hollywood-Soldaten werden so im Verlauf menschliche und individuelle Persönlichkeiten, die zwischenzeitlich zwar immer noch gerne ins Klischee-Regal greifen, dabei aber einen authentischeren Eindruck machen als noch zu Beginn der Serie.

 

Ähnliches gilt für den Patriotismus und Pathos. Während Staffel 1 noch mehr wie ein Werbefilm der U.S. Navy wirkte und auch diese Staffel nicht gänzlich davon verschont bleibt, entwickelt sich ein etwas differenzierteres Bild der Situation. Da werden dann auch mal Regierungsentscheidungen hinterfragt, unterschiedliche Perspektiven dargelegt oder die zuvor rein amerikanische Crew durch ausländische Militärangehörige verstärkt. Eine Entwicklung, die der Serie sichtlich guttut. Dennoch ist und bleibt es eine spürbar amerikanische Produktion. Wenn der Kapitän in Zeitlupe die U.S. Flagge hisst und die heldenhaften Marines nicht nur gegen den Virus an sich, sondern auch bösartige Europäer in die Schlacht ziehen, erinnert das nicht selten an die Filme von Michael Bay, welcher der Serie in vielerlei Hinsicht seine unverkennbare Handschrift verleiht. Die Helden sind hier ganz klar die Amerikaner. Nicht mehr so eindeutig und plakativ wie noch in Staffel 1, aber sie sind es noch. 

 

Michael Bay hat es sich übrigens nicht nehmen lassen und bei einigen Actionszenen sogar höchstpersönlich zur Kamera gegriffen. Wo wir, neben dem Pandemie-Drama, beim zweiten Standbein von THE LAST SHIP wären: der Action. Diese ist tatsächlich filmreif und absolut sehenswert. Egal ob im direkten Mann-gegen-Mann Kampf oder während einer der intensiven Seeschlachten. Vor allem das namensgebende „letzte Schiff“ und eigentlicher Hauptakteur bringt eine unverbrauchte und fesselnde Action-Kulisse mit sich. Wenn der Zerstörer die direkte Konfrontation mit einem feindlichen Schiff sucht oder den Truppen an Land mit seinen durchschlagskräftigen Waffen Feuerschutz gibt, ist das schlichtweg eindrucksvoll. Sicherlich auch, weil hier tatsächlich auf einem realen und funktionierenden Navy Zerstörer gedreht wurde und die Abläufe auf diesem verhältnismäßig realitätsgetreu inszeniert wurden. Diese Momente sind es auch, welche besonders herausstechen, die Serie zusätzlich von der Genre-Konkurrenz abheben und immer wieder für schweißnasse Hände und eine hohe Situationsspannung sorgen, während der Plot ansonsten eher geradlinig und wenig überraschend verläuft. 

 

Positiv bleibt ebenfalls anzumerken, dass die Gegenspieler in dieser Staffel greifbar sind. War es bisher hauptsächlich der körperlose Virus an sich, welcher der Besatzung das Leben schwermachte, ist es diesmal u.a. der irische Schauspieler Brían F. O'Byrne, der der Bedrohung ein Gesicht gibt und dem Storyverlauf damit eine nachvollziehbarere Orientierung verleiht.

  

- Fazit -  

THE LAST SHIP ist ein adrenalingeladenes, post-apokalyptisches Action-Drama, welches aus seinen Fehlern gelernt hat und mit Staffel 2 noch besser wird. Auf Hochglanz poliert, und mit einer nicht zu unterschätzenden Portion Pathos angereichert, aber dafür auch handwerklich einwandfrei umgesetzt, spannend erzählt und vor unverbrauchter Kulisse spielend.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 29. Juli 2016
BD Verleihstart: 29. Juli 2016

Publisher: Polyband (Staffel 2)

Verpackung: Keep Case (Amaray), 3-Discs
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 520 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD 5.1)
2. Englisch (DTS-HD 5.1)

Untertitel:
- Englisch

Extras:

  • Making Of
  • Inside the Episodes
  • Behind the Scenes (ca. 50 Min.)

 

Kritik Extras
Mit „Inside The Episodes“ gibt es Einblicke in den Entstehungsprozess jeder der 13 Episoden. Stark gerafft (jeweils nur ca. 2 Minuten), aber durchaus informativ. Diese entschädigen auch für das enttäuschende, weil viel zu kurze und oberflächliche, Making-Of. Dazu gibt es noch einige Interviews mit den Darstellern, in denen sie gewohnt begeistert über die eigene Produktion referieren und eine Videozusammenfassung der zweiten Staffel. Solides Bonusmaterial ohne nennenswerte Höhepunkte.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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