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Mai25

Die Mitte der Welt

Die Mitte der Welt

Originaltitel: Die Mitte der Welt
Herstellungsland: Deutschland, Österreich

Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Drama
Freigabe: FSK-12
Regie: Jakob M. Erwa

Darsteller:
Bendix Hansen, Sarah Fuhrer, Louis Hofmann u.a.

Preis zum Test: EUR 14,99


 

Inhalt: Die Mitte der Welt befindet sich für Phil (Louis Hofmann) in seinem Heimatort. Hierher kehrt der 17-Jährige nach dem Ende seines Sommer-Ferienlagers zurück. Doch etwas hat sich seit seiner Abreise verändert: Seine sonst so verschworene Familie, seine Mutter Glass (Sabine Timoteo) und seine Zwillingsschwester Dianne (Ada Philine Stappenbeck), hatten offenbar einen heftigen Streit, denn sie gehen sich auf auffällige Weise aus dem Weg. Phil lässt die Sache zunächst auf sich beruhen und verbringt stattdessen die restlichen Sommertage bis die Schule wieder losgeht mit Kat (Svenja Jung), seiner besten Freundin: Lesen, Einkaufen, Entspannen und Eisessen steht auf dem Programm. Zum neuen Schuljahr kommt allerdings Nicholas (Jannik Schümann) neu in Phils Klasse, in den der Junge sich sofort verliebt. Und als wäre dieses Gefühlschaos noch nicht genug, droht auch Zuhause die Familiensituation in eine Katastrophe auszuarten.

 


 

 



- Kritik -
      

DIE MITTE DER WELT, eine Buchadaption basierend auf dem gleichnamigen Roman von Andreas Steinhöfel, scheint inhaltlich ein typischer Coming-of-Age-Film zu sein. Doch bei genauerem Hinsehen, macht ihn genau das auch fortschrittlich. In dem Film ist nämlich ein sonst sensibel behandeltes Thema wie Homosexualität etwas ganz selbstverständliches, weshalb man auch keine Zeit damit verschwendet das Coming-Out als großes zentrales Thema aufzubauen, sondern es als das Normalste der Welt erscheint. So scheint es nur logisch, das die feinfühlige Hauptfigur ihre erste große Liebe eben mit dem neuen Mitschüler erlebt. Was bei anderen Filmen die ganze Lauzeit prägen würde, wird hier ungeniert als Standardsituation aufgefasst und befreit den Film von vornherein von schwerem Ballast. Seit kurzem kann man den Film von Universum Film auf DVD und Blu-ray erwerben. Lohnenswert?

Wie angekündigt ist der Film vor allen Dingen aufgrund seiner Lockerheit und Leichtigkeit zu loben. Homosexualität wird zu einer Nebensache und nicht zu einem Problem oder Konflikt sterilisiert. Deshalb kann man sich auch in der Besprechung des Films auf andere Dinge konzentrieren. Regisseur Jakob M. Erwa findet nämlich auch eine durchaus interessante Bilderspreche zum Erzählen seiner Geschichte. Seine Visualisierungen von Gefühlen und Gedanken, vor allen Dingen seines Protagonisten lassen zuweilen Erinnerungen an den französischen Filmemacher Jean-Pierre Jeunet wach werden und seinem inszenatorischen Stil, der vor allen Dingen durch DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE (2001) weltweit bekannt und geliebt wurde. Auch das Spiel mit Farbfiltern erweckt Erinnerung an andere Filmemacher wie Xavier Dolan. Ein weitere Paralle mit dem Kanadier ist, das auch dieser die Umstände seiner Figuren, nicht zum vornehmlichen Thema das Films werden lässt. Einen Umstand, den man auch im 21. Jahrhundert (leider) noch hervorheben muss. Manch ein visueller Gag mag vielleicht über das Ziel hinauszielen, doch prinzipiell wirkt die visuelle Herangehensweise erstmal erfrischend.

So locker-flockig wie das Ganze nun aber klingt es dann aber auch nicht. So gelingt es dem Film auch durchaus die ernsten Töne zu treffen, wenn in Rückblenden die Kindheit der beiden Zwillinge geschildert wird, dies sich an immer neue Männer an der Seite ihrer Mutter gewöhnen mussten. Und auch in der gegenwärtigen Erzählung ist es das Thema, dass das Drama hochhält und die Frage um die Vaterschaft als unbeantwortete Frage im Raum steht. Es mag nicht das einfachste sein all diese Dinge unter einen Hut zu bekommen. Vor allen Dingen klingen eine Mutter, die alles versucht, damit die Familie nicht zu konventionell wird und die erste große Liebe wie Ideen, die zum Scheitern verurteilt sind, doch scheinbar ohne Mühen schafft es der Film auch hier sein lockeres Gefüge zusammenzuhalten ohne ins Stolpern zu geraten. Etwas Offenheit für die Thematik seitens der Zuschauer gehört natürlich trotzdem dazu.

  

- Fazit -  

Unverkrampft und mutig nährt sich der Film seinen Themen an, ohne in bekannte Klischeefallen zu treten. So bleibt Platz für eine visuell elaborierte Erzählung mit netten Einfällen und dem gekonnten Spagat zwischen Komödie und Drama.

Wertung: 7,5|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 12. Mai 2017
BD Verleihstart: 12. Mai 2017

Publisher: Universum Film

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 115 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel:
- Deutsch für Hörgeschädigte

Extras:

  • Interviews
  • Featurettes
  • B-Roll 

Kritik Extras
Standardextras, die aber soweit einiges an Hintergrundinformationen zu bieten haben.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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