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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Jun01

Paula

Paula

Originaltitel: Paula
Herstellungsland: Deutschland

Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Drama
Freigabe: FSK-12
Regie: Christian Schwochow

Darsteller:
  Carla Juri, Albrecht Schuch, Roxane Duran u.a.

Preis zum Test: EUR 12,99


 

Inhalt: Geboren 1876 in Dresden kommt Paula Becker (Carla Juri) schon früh in Kontakt mit Kunst und Kultur. Beginnend mit Musik. Doch all das Glück nimmt ein jähes Ende als Paula im Alter von 10 Jahren mit ihren beiden Cousinen in einer Sandgrube verschüttet wird. Nur eine ihrer Cousinen und sie überleben. Mit 16 geht sie nach England um dort die Sprache zu lernen und alle Wissen rund um die Haushaltsführung. Dabei bekommt sie auch etwas Kunstunterricht. Sie bleibt aber nicht lange dort und ihr Heimweh zieht sie zurück nach Hause. Dort soll sie zu ihrer eigenen Unzufriedenheit Lehrerin werden, dabei hat sie mittlerweile viel mehr die bildenen Kunst für sich entdeckt. Doch zu dieser Zeit war es Frauen nicht gestattet die Kunstakademie zu besuchen. Sie nimmt derweil trotzdem an Zeichenkursen teil und wird Teil einer Künstlerkolonie. Schließlich trifft sie ihren Mann Otto Modersohnn (Albrecht Schuch) und schließt Freundschaft mit Clara Rilke-Westhoff (Roxane Duran) und Rainer Maria Rilke (Joel Basman). Ihr Zeil bleibt dabei unerbittlich Malerin zu werden.

 


 

 



- Kritik -
      

Der deutsche Regisseur Christian Schwochow hat eine Schwäche für starke Frauenfiguren in seinen Kinoproduktionen. Man denke hierbei an NOVEMBERKIND (2008), seinem damaligen Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg oder sein damaliges Nachfolgewerk DIE UNSICHTBARE (2011). Auch immer wieder blickt bei ihm ein Interesse an Zeitgeschichte hindurch. In seinem neusten Film, PAULA, geht er dabei historisch sogar zu Beginn in das 19. Jahrhundert zurück um das Leben der Künstlerin Paula Becker nachzuzeichnen. Gespielt wird diese von Carla Juri, dem Schweizer Shooting-Star, der dieses Jahr auch mit BLADE RUNNER 2049 von Denis Villneuve, sein großes Debüt im amerikanischen Blockbuster-Kino feiern darf. Seit kurzem ist PAULA auch für das Heimkino erhältlich. 

Biopics sind nicht gerade das einachste Sujet für einen Spielfilm. Schnell kann man sich in Details verrennen oder verpassen dem Zuschauer klar zu machen, wieso dieser Mensch relevant ist beziehungsweise welcher Mehrwert der Film bieten könnten, wenn die Person und ihr Leben doch eigentlich bekannt sind oder man es überall nachlesen kann. Paula Becker wird, so viel kann man wohl unterstellen, nicht jedem direkt ein Begriff sein. Christian Schwochow kann somit aus dem Vollen schöpfen und entscheidet ihr Leben von kleinauf zu erzählen. Wichtige Ereignisse passieren auch hier, die ihr weiteres Leben bestimmen und prägen sollen. Zudem bietet sie eine gute Vorlage für Frauen, die um gesellschaftliche und künstlerische Anerkennung kämpfen zu hatten und haben. Schwochow nähert sich hierbei seiner biografischen Figur in einem relativen lockeren Ton an, den Carla Juri in der Hauptrolle auch gekonnt umzusetzen weiß. Es wird hierbei ein Schwerpunkt etabliert, der die Geschichte auch in die heutige Zeit transportieren soll. Nämlich, ob es möglich ist, sich selbst (künstlerisch) beziehungsweise sein Leben zu erfüllen und dabei auch eine Familie zu haben. 

Dieser Ansatz bringt dem Film mehrere Zwiespälte ein und lassen ihn immer wieder mit einer klar freiheitsstrebenden und unabhängigen Frau kollidieren. So befindet sich der Film in einem Kampf einer Figur Grenzen aufzeigen zu wollen beziehungsweise in einen Konflikt zu stecken, den sie im Film und als reale Figur, allein schon ausgehend von ihrem Charakter und ihrem Naturell, gar nicht ausfechten wollte, weil sie sich schon längst entschieden hatte. Diese narrativen Unebenheiten weiß aber vor allen Dingen Carla Juri sehr gut zu umschiffen und schafft es durchgehend den lockeren Ton des Films glaubwürdig zu halten. Am Ende hatte sie auch nur ein verhältnismäßig kurzes Leben, aus dem Christian Schwochow am Ende viel ziehen wollte um sich schließlich doch ernsthaft mit den Herausforderungen eines biografischen Films auseinander zu setzen. Und wer mehr wissen mag muss wie immer ohnehin zur Literatur greifen oder wie heute eher modern ins Internet gehen.

  

- Fazit -  

Ungewohnt locker, aber dadurch abwechslungsreiche Biografie einer bis dato eher unbekannten Künstlerin. Carla Juri haucht ihr gekonnt Leben ein und schafft es fast komplett zu überdecken, dass Christian Schwochow und seine Autoren ihr mehr gesellschaftliche Konflikte aufbürden wollte, als sie als historische Figur und eigener Mensch hergibt.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 rating 1 vote

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufstart: 26. Mai 2017
DVD Verleihstart: 26. Mai 2017

Publisher: Pandora Film

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 123 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Deutsch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel:
- Deutsch
- Deutsch für Hörgeschädigte

Extras:

  • Trailershow
  • 24-seitiges Booklett

Kritik Extras
Auf der Disch selbst befindet sich nur eine Trailershow, aber das beiliegende Booklet bietet weitere Hintergrundinformationen.

Wertung: 6|10

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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