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Okt02

Philomena

Philomena

Originaltitel: Philomena
Herstellungsland: USA, Frankreich, Großbritannien

Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Drama
Freigabe: FSK-6
Regie: Stephen Frears

Darsteller: Judi Dench, Steve Coogan, Sophie Kennedy Clark, Mare Winningham, Barbara Jefford u.a.

Die junge Philomena (Sophie Kennedy Clark) wuchs in den 50er Jahren in einem irischen Kloster auf. Nachdem sie nach einer kurzen Liebelei schwanger wurde, nahmen die Nonnen ihr das Kind weg und hielten Philomena im Kloster als billige Arbeitskraft gefangen. Erst 50 Jahre später vertraut sie diese Geschichte ihrer deutlich später geborenen Tochter an. Die Tochter lernt auf einer Party wiederum den ehemaligen Journalisten Martin Sixsmith (Steve Coogan) kennen, der aufgrund seiner von Depression gefolgten Arbeitslosigkeit plant, ein Buch zu schreiben. Von Philomenas (Judi Dench) Geschichte will er zunächst jedoch nichts wissen, trifft sich dann aber schließlich doch mit ihr. Sie schildert ihm die Ereignisse, die nunmehr ein halbes Jahrhundert zurückliegen. Zuerst begeben sich die beiden in das Kloster, wo sie keinerlei dienliche Hinweise erhalten, bekommen im örtlichen Pub dann allerdings eine Information, die alles verändert und sie auf ihrer Suche nach Anthony, Philomenas Sohn, in die USA führt...

- Kritik -   

Regisseur Stephen Frears (The Queen) widmet sich in seinem neuen Werk „Philomena“ einer wahren Geschichte basierend auf dem Buch The Lost Child of Philomena Lee von Martin Sixsmith. Der Film erhielt 27 Auszeichnungen und wurde 54 Mal nominiert  ua. für den Golden Globe bzw. Oscar in der Kategorie Bester Film. Judi Dench - die 2012 mit dem Bond-Film „Skyfall“ ihren letzten Auftritt als MI6 Chefin „M“ absolvierte - schlüpft hier in die Rolle der Philomena Lee, für die sie ebenfalls eine Nominierung als Beste Hauptdarstellerin bei den beiden wichtigsten Awards einheimste. Ihr Schauspiel-Kollege Steve Coogan (The Look of Love), übernahm nicht nur die Rolle des Journalisten Martin Sixsmith, sondern fungierte zusätzlich als einer der Produzenten und schrieb gemeinsam mit Jeff Pope das Drehbuch, für dass sie gleichermaßen mit einer Oscar-Nominierung belohnt wurden. Bei so vielen Vorschusslorbeeren muss „Philomena“ doch ein absolutes Meisterwerk sein oder ist diese Bezeichnung deutlich zu hoch gegriffen? 

 

Die Geschichte ist so traurig, dass man Frears schon allein dafür in den Himmel loben muss, dass er das Kunststück fertig gebracht hat, das Publikum gemeinsam mit seinen zwei grundverschiedenen, aber auf ihre Art liebenswerten Protagonisten, mit auf eine Reise zu nehmen, bei der man sich trotz bedrückender Umstände wohl fühlt und nicht selten zum Lachen animiert wird. Die Geschichte ist berührend, spannend und unfassbar zugleich. Das Thema über die katastrophalen Folgen des orthodoxen Katholizismus ist mitreißend und skandalös, wird aber etwas zu sanft behandelt, so dass man sich insbesondere am Ende des Films wünscht, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, ohne wenn und aber. 

 

Hauptaugenmerk ist aber das Zusammenraufen der stolzen, mitunter unerwartet kessen, flapsigen alten Dame und des sarkastischen, hochnäsigen Journalisten, die sich wunderbare, teils tiefsinnige, teils plumpe Wortgefechte liefern und sich letzten Endes -  aufgrund der immer tiefer gehenden und unglaublichen Erkenntnisse ihrer Ermittlungen -  dem gemeinsamen Ziel verschreiben. Die mittlerweile 80 jährige Dench liefert dabei die wohl beste Performance ihrer Karriere ab und hätte den Oscar – welchen Cate Blanchett für ihre Leistung in „Blue Jasmine“ bekamdurchaus verdient gehabt. Abschließend muss gesagt werden, dass nicht auf Biegen und Brechen auf die Tränendrüse abgezielt wird, sondern dass die toll geschriebenen Figuren, die unfassbare Geschichte und die warmherzige, wenngleich witzige Inszenierung Frears dies auch gar nicht Notwendig machen.

 

- Fazit -  

„Philomena“ ist ganz großes Kino. Eine längst überfällige Story, die etwas mehr Konsequenz hätte vertragen können, ein grandioses Schauspiel-Duo und die wunderbare Balance zwischen dramaturgischen und unterhaltsamen Elementen machen diesen „Buddy-Roadmovie“ zu einem der besten Filme des Jahres.

Wertung: 9|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.7/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 12. September 2014
DVD Verkaufstart: 12. September 2014

Publisher: Universum Film

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 94 Minuten (inkl. Abspann)
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras

  • Trailershow
    Yves Saint Laurent (1.44 Min.)
    All is Lost (2.14 Min.)
    Grace of Monaco (2.12 Min.)
    Sein letztes Rennen (1.58 Min.)
  • Kinotrailer
    Philomena (2.09 Min.)
  • Audiokommentar mit Steve Coogan und Jeff Pope
  • Featurettes
    Die Geschichte der Philomena Lee (24.04 Min.)
    Q&A mit Steve Coogan (23.18 Min.)
    Die echte Philomena Lee (2.41 Min.)
    Im Gespräch mit Judi Dench (8.33 Min.)

Kritik Extras
Die DVD bietet in Sachen Extras einen wunderbaren Mehrwert. Man bekommt eine Menge Hintergrundinformationen zum Film und der Geschichte dahinter in Form von Audiokommentaren, einer Filmdokumentation und Interviews mit den Hauptdarstellern präsentiert. Auch die echte Philomena Lee kommt zu Wort. Viel mehr wird dem Konsumenten bei aktuellen DVD-Veröffentlichungen nur noch selten geboten.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote
Kevin Zindler

Kevin Zindler

   

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