!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Jul16

BD Kritik: Shine

BD Kritik: Shine

Originaltitel: Shine
Herstellungsland: Australien
Erscheinungsjahr: 1996
Genre: Drama
Freigabe: FSK-12
Regie: Scott Hicks
Darsteller: Geoffrey Rush, Armin Mueller-Stahl, Justin Braine u.a.

Preis zum Test: EUR 10,99


 

Inhalt: Unter der Obhut seines dominanten Vaters Peter (Armin Müller-Stahl) wächst David Helfgott in ärmlichen Verhältnissen auf. Von seinem Vater angetrieben erlernt der schüchterne Junge das Klavierspiel, als er jedoch Stipendien großer Konservatorien angeboten bekommt, lehnt Peter ab, da er den Gedanken nicht erträgt, David zu verlieren. Als David sich dem väterlichen Befehl widersetzt ist der Bruch zwischen den beiden nicht fern. Am Londoner Royal College of Music studiert David unter dem legendären Professor Cecil Parker (Sir John Gielgud), der schnell sein Genie erkennt und ihn weiter fördert, doch David kommt mit der Trennung von seiner Familie nicht zurecht und erleidet trotz großer musikalischer Erfolge einen Zusammenbruch. Seine damit verbundene Rückkehr nach Australien ist gezeichnet von einem Jahrzehnt der Verwirrung, das ihn immer wieder in Psychiatrische Kliniken bringt. Erst eine zufällige Begegnung mit der Astrologin Gillian (Lynn Redgrave) gibt Davids Leben eine neue Richtung – Gillian ist nicht nur die Liebe seines Lebens, sondern hilft ihm, mit dem Tod seines Vaters zurechtzukommen und die Traumata seiner Vergangenheit aufzuarbeiten.

 


 

 



- Kritik -
    

Mit dem mittlerweile fünften Teil der PIRATES OF THE CARRIBEAN-Reihe ist Geoffrey Rush gerade noch weltweit in den Kinos zu sehen. Doch die Rolle des Piraten Barbossa sollte 2003 nicht sein großer internationaler Durchbruch sein. Dieser geschah bereits 7 Jahre früher mit dem Film SHINE - Der Weg ins Licht. Diesen hat nun Studiocanal vor Kurzem zum ersten Mal in Deutschland auf Blu-ray veröffentlicht. Sein verhältnismäßig später Durchbruch, er war bei SHINE bereits 45 Jahre alt, lag vor allen Dingen daran, dass er vor seiner Schauspielkarriere in Filmen vor allen Dingen auf Theaterbühnen anzutreffen war. Der Wechsel hatte sich für ihn direkt gelohnt, da ihm der Oscar als Bester Hauptdarsteller verliehen wurde. Trotz weiterer sechs Nominierungen des Films (Bester Nebendarsteller (Armin Mueller-Stahl), Beste Regie, Bester Schnitt, Beste Filmmusik, Bester Film sowie Bestes Originaldrehbuch), sollte es der einzige Gewinn an diesem Abend für SHINE bleiben. Ob dem Film damit gerecht wurde, haben wir mal nachgeschaut.

Bei SHINE, einem Biopic über den hochbegabten, australischen Pianisten David Helfgott würde man vor allen Dingen viel Pianomusik erwarten. Doch im Vergleich zu "Musikfilmen" der letzten Jahre fällt direkt auf, wie wenig Musikfilm SHINE eigentlich ist: Zwar spielt das 3.Klavierkonzert eine entscheidende Rolle, doch nie wird richtig klar,weshalb es so bedrohlich wirken kann. Auch findet kein Versuch statt, Musik durch Film zu vermitteln. Der Film erzählt "nach einerwahren Geschichte" einen Teil des bemerkenswerten Lebens des Australiers David Gotthelf. Natürlich haben auch hier schon Kritiker vor zwanzig Jahren das Haar in der Suppe gefunden, wenn es um das Akkurate in den Film im Vergleich zum tatsächlichen Leben des Ausnahmekünstlers geht. Doch sind das typische filmische Mittel um eine Lebengeschichte in ein filmisches Narrativ zu übertragen.

Interessanterweise beobachtet man, dass trotz dem Oscar für Geoffrey Rush als Hauptdarsteller doch eigentlich Armin Mueller-Stahl die Hauptrolle oder zumindest fast handlungstragendere Rolle spielt. Um ihn dreht sich alles, der Sohn reagiert nur und kann den Vater nie abschütteln. Sogar der Wahnsinn Davids spricht mit dem gleichen Duktus wie Armin Mueller-Stahl. Derweil spielen die Finger des Verstörten weiter und manchmal taucht aus einem kleinen Hüpfer kurz das nie geduldete Kind auf. Übrigens sind beim Klavierspielen Rushs Finger zu sehen, da er bis zu seinem 15. Lebensjahr selbst Klavierunterricht bekommen hatte. So musste er nur Feinheiten (wieder)erlernen. Auch wenn als lange Rückblende inszeniert, ist der Film, wie man es von einem Biopic gewohnt ist, geradlinig strukturiert und erzählt von Davids schwieriger Kindheit bis hin zum erwachsenen Alter. Geoffrey Rush taucht deshalb nicht den ganzen Film über in der Rolle auf. So bekommt man ein interessantes Stück Musikgeschichte verpackt in ein auch äußerst humorvolles Biopic. Die Kameraarbeit mit den vielen Closeups unterstützt dabei die vorherrschende Dichte, die zwischen den Charakteren beziehungsweise Vater und Sohn herrscht.

  

- Fazit -  

Gelungenes Biopic, bei dem vor allen Dingen die Schauspieler glänzen können. Manch einem durfte das etwas zu fröhliche Happy End ein wenig sauer aufstossen.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 24. Mai 2017
BD Verleihstart: 24. Mai 2017

Publisher: Studiocanal

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 106 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD MA 5.1)
2. Englisch (DTS-HD MA 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Trailer

Kritik Extras
Leider nur ein Trailer.

Wertung: 2|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

Spieltipp  

   

Statistik  

Filme: 1.440
Videospiele: 88
Specials: 105
Interviews: 62
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden