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Kommende Reviews  

   
Mär03

Utopia - Staffel 1

Utopia - Staffel 1

Originaltitel: Utopia
Herstellungsland: Großbritannien

Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Drama, Science-Fiction, Thriller
Freigabe: FSK-18
Regie: Marc Munden, Alex Garcia Lopez

Darsteller: James Fox, Geraldine James, Fiona O'Shaughnessy, Alexandra Roacht u.a.

Preis: EUR 14,99




 

Story: In einem geheimnisumwobenen Comic-Manuskript namens UTOPIA soll das Schicksal der Menschheit vorhergeschrieben stehen. Doch ist UTOPIA tatsächlich der Schlüssel zu einer alptraumhaften Verschwörung oder sind darin lediglich die Wahnvorstellungen eines verrückten Wissenschaftlers vereint? Nur eine Person kennt die Antwort darauf: Jessica Hyde. Gejagt von einem skrupellosen Killer, ist Jessica Hyde die einzige Hoffnung, jene Organisation zu enttarnen, die das Leben von uns allen zu kontrollieren droht. Und die garantiert vor nichts und niemandem zurückweicht, um ihr schreckliches Geheimnis für immer zu bewahren!

 


 

 


 

- Kritik -   

Bei der Serienflut, die mittlerweile auf uns einprasselt, ist es gar nicht mal so leicht, die Perlen zu finden, die es immer wieder gibt. Der US-Markt produziert am laufenden Band Serien, doch auch aus dem europäischen Umland, kommen sehenswerte Serien. Insbesondere Großbritannien, hat sich als Serienmarkt etabliert. UTOPIA ist zweifelsohne eine der Serien, die sich bereits jetzt großer Beliebtheit erfreut und auch auf David Finchers Radar aufgetaucht ist. Der US-Regisseur hat sich die Rechte für ein Remake gesichert, welches sicherlich nicht allzu lange auf sich warten lässt. Für das Drehbuch hat der Ausnahme-Regisseur Gillian Flynn an Land gezogen, die spätestens seit ihrem Roman Gone Girl auf sich aufmerksam gemacht hat. Stellt sich die Frage, wie gut die Vorlage wirklich ist. 

In UTOPIA geht es um ein unveröffentlichtes Manuskript des gleichnamigen Comics. Bereits um den ersten Band ranken sich Mythen, denn es wird behauptet, dass hier die Zukunft hervor gesehen wurde. In dem Comic wurden BSE und andere Epidemien vorausgesagt, umso heißer ist man auf der Suche nach dem Manuskript für den zweiten Band. Ein paar Internetbekanntschaften begeben sich auf die Suche, um das Geheimnis zu lüften, ohne zu ahnen, in welche Gefahr sie sich dadurch begeben. Denn die Verschwörungstheorien fußen auf der Realität. Der eiskalte Auftragsmörder Arby (Neil Maskell) ist ebenfalls auf der Suche dem Manuskript und Jessica Hyde (Fiona O’Shaughnessy) und geht dafür über Leichen. Über seine Taten muss er sich keine Gedanken machen, denn seine Auftraggeber können ohne Weiteres seine Morde vertuschen. 

Die Story in UTOPIA ist ziemlich verzwickt und wendungsreich. Als Zuschauer kann man sich keineswegs zurücklehnen und sich berieseln lassen. Viele Figuren werden eingeführt, die zu Beginn noch sehr unabhängig voneinander agieren. Erst im späteren Verlauf kommt es zu Überschneidungen. Die Zuordnung zwischen Gut und Böse scheint zunächst recht klar zu sein, doch durch die Enthüllung weiterer Informationen, verschwimmen die Linien ein wenig. An der grundsätzlichen Aufteilung ändert sich zwar schlussendlich nichts, doch das auch die wichtigsten Figuren moralisch ins Schwimmen kommen, hebt die Serie vom Einheitsbrei ab. Für den Zuschauer bedeuten diese Änderungen jedoch, dass es zeitweilig ein wenig konfus wird, wenngleich dies von den Drehbuchautoren so gewollt ist. Ein weiteres Manko sind ein paar Längen, in denen das Tempo doch sehr stark rausgenommen wird und die Handlung ein wenig auf der Stelle tritt.  

Das Manuskript ist zwar der Aufhänger für die Serie und wird immer wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt, letztlich bleiben einige Aspekte des Skripts im Dunkeln. So schleichen sich hier und da ein paar Ungereimtheiten und Logiklöcher ein, die der Serie jedoch kaum schaden. Überaus gelungen sind die abwechslungsreichen Figuren, die eine stetige Wandlung durchlaufen. Die Weltbilder der Figuren werden auf den Kopf gestellt, Charaktere enthüllen eine dunkle oder helle Seite, die man nie erwartet hätte und geben der Geschichte neue Dynamik. Zwar dreht sich die Geschichte hauptsächlich um Jessica Hyde, doch ist sie längst nicht die alleinige Hauptfigur. Im Gegenteil. Abseits von Jessica gibt es noch Ian (Nathan Stewart-Jarrett), Becky (Alexandra Roach), Wilso Wilson (Adeel Akhtar), Grant (Oliver Woollford), Arby und Michael Dugdale (Paul Higgins) und etliche andere Charaktere. Mit viel Fingerspitzengefühl schaffen es die Drehbuchautoren alle Figuren gleichermaßen zu inszenieren. Rein vom Skript her, sind auch alle Figuren interessant, bekommen aber durch die gelungene schauspielerische Leistung aller Beteiligten noch zusätzliches Profil. Besonders erwähnenswert ist Arby, der die The Sunday Times Culture vermutlich zu dem Vergleich mit NO COUNTRY FOR OLD MEN hinreißen ließ. Der etwas übergewichtige Arby ist ein emotionsloser Killer, der plattfüßig seinen Opfern nachgestellt. Eiskalte mordet er vor sich hin, macht dabei nicht einmal vor Kindern halt. Eine verstörende Darstellung von Neil Maskell , die unter die Haut geht. 

UTOPIA glänzt jedoch nicht nur in Bezug auf das Drehbuch und die Schauspieler. Auch technisch ist UTOPIA ein Vorzeigewerk. Am laufenden Band bekommt man hier intensive, berauschende und durchkomponierte Bilder präsentiert. Deshalb sollte man, wenn möglich, definitiv zur BD greifen. Jede Kameraeinstellung ist durchdacht und unterfüttert die Geschichte mit zusätzlichen Informationen. Mit ruhiger Hand arbeitet auch die Regie und allzu hektische Schnitte werden gleichfalls vermieden. So ergibt sich eine absolut runde Geschichte, die auf allen Ebenen zu unterhalten weiß. Ein weiterer Pluspunkt ist der Soundtrack, der intensiv mitschwingt und den man am ehesten aus der Feder Trent Reznors erwarten würde (möglicherweise wird der Komponist auch die Wahl beim Fincher-Remake). 

Insgesamt gibt es nicht sonderlich viel zu bemängeln. Ein paar Längen hier und da, sowie gelegentliche Logiklücken trüben das Gesamtwerk ein wenig. Doch allein die Tatsache, dass hier etwas wirklich Neues erzählt wird, macht die Serie sehenswert. Den Zuschauer entlässt man mit einem Cliffhanger, trotzdem man die Geschichte auch als beendete betrachten könnte. 

 

- Fazit -

UTOPIA ist absolut gelungene Unterhaltung, die auch in Übersee ihren Anklang fand, deshalb arbeitet David Fincher bereits an einem Remake. Darauf sollte man jedoch nicht warten, denn besser wird das Remake vermutlich nicht werden. Hochwertig produziert, mit stilvollen Bildern, einer verzwickten Story und facettenreichen Charakteren. Als Zuschauer wird man hier gefordert. Anspruchsvolle Unterhaltungen, die das Hirn auf Trab hält und auch technisch mehr als nur überzeugt. Lediglich ein paar Längen und teils zu verworrene Storyschlenker trüben den Gesamteindruck.

Wertung: 9|10 

Durchschnittliche Userbewertung

8.3/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 27. März 2015
DVD Verkaufstart: 27. März 2015

Publisher: Polyband (Staffel 1)

Verpackung: Keep Case (Amaray), Softbox in O-Card
Wendecover: Ja

Bild:  1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 90 min.
Uncut: Nein

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras

  • Audiokommentar zu Folge 1 von Drehbuchautor Dennis Kelly, Regisseur...
  • Deleted Scenes
  • Stuntszene

Kritik Extras
Leider etwas magere Ausbeute. Ein Audiokommentar für die erste Episode. Ein Blick in die Welt von Utopia, die man ungünstigerweise auf Disc 1 gepresst hat, da man dieses Extra erst nach Sichtung der gesamten Staffel angucken sollte. Zum Glück gibt es jedoch gleich zu Beginn eine Spoilerwarnung. Weiters gibt es noch ein paar Deleted Scenes und eine (wirklich gelungen) Stuntszene wird näher beleuchtet. Insgesamt sicherlich ganz gelungen, aber leider nicht wirklich tiefgründig.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

6.0/10 rating 1 vote
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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