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Feb02

Devil's Pass

Devil's Pass

Originaltitel: The Dyatlov Pass Incident
Herstellungsland: Großbritannien, Russland, USA
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Horror
Freigabe: FSK-16
Regie: Renny Harlin
Darsteller: Gemma Atkinson, Richard Reid, Matt Stokoe, Holly Goss, Luke Albright u.a.

Fünf amerikanische Studenten wollen einem seit 50 Jahren ungelösten Rätsel auf die Spur kommen. Eine ganze Gruppe erfahrener Bergsteiger stirbt 1959 in einer Februar-Nacht im Ural am „Berg der Toten“. Sie müssen ihr Lager panikartig verlassen haben, denn ihre Zelte wurden von innen aufgerissen. Einige sind fast nackt, ihre Körper weisen schwerste innere Verletzungen auf -  ohne Spuren äußerer Gewalteinwirkung. Bei einer Leiche fehlt die Zunge. Kleidungsstücke sind radioaktiv verstrahlt. Viele Theorien ranken sich um den Fall, von militärischen Experimenten über Aliens bis zum Yeti. Die Studenten folgen den Spuren der Toten. Sie schlagen an der gleichen Stelle ihr Lager auf, als ihre technischen Geräte plötzlich versagen. Die Verbindung zur Außenwelt ist abgerissen, der Alptraum beginnt…

- Kritik -  

Renny Harlin gehörte Anfang der 90er Jahre zu den Top-Regisseuren Hollywoods. Der gebürtige Finne sorgte erstmals mit „ A Nightmare on Elm Sreet 4 – Dream Master“ für Aufsehen. Es folgten Kassenhits wie „Die Harder“ mit Bruce Willis oder „Cliffhanger“, mit dem er 1993 Sylvester Stallone zu einem sehr erfolgreichen Comeback verhalf. Das 100 Millionen Dollar Mammut-Projekt „Cutthroat Island“ welches seiner damaligen Frau Geena Davis zu einer Art weiblichen Actionstar etablieren sollte, floppte gewaltig an den Kinokassen. Der Piratenfilm spielte in den Staaten gerade einmal 10 % seines Budgets wieder ein. Für das bereits angeschlagene, produzierende Studio „Carolco“  bedeutete das finanzielle Desaster das endgültige aus. Der hervorragende „The Long Kiss Goodnight“ – ebenfalls mit Davis – blieb erneut weit hinter den Erwartungen zurück. Mit dem Hai-Thriller „Deep Blue See“ konnte er sich kurzfristig wieder in die Erfolgsspur katapultieren, aber nachfolgende, teure Filme wie „Driven“, „Exorcist: The Beginning“ oder „12 Rounds“ gingen am Box-Office baden. Sein aktueller Film „The Legend of Hercules“ läuft ab den 04.09.2014 in den deutschen Kinos.

 

Mit „Devils´Pass“ geht Harlin nach „Cliffhanger“ erneut in die Berge und versucht auf die beliebte Found-Footage Welle aufzuspringen. Filme wie „Blair Witch Projekt“, oder „Rec“ haben diesen Stil salonfähig gemacht und avancierten zu phänomenalen Kassenerfolgen. Die Idee: Günstig produzierte Streifen im Doku-Format, die durch die Ego-Perspektive eine besondere Atmosphäre erzeugen - garniert mit Schock-Momenten und unheimlichen Bildern – und dem Zuschauer das Gefühl von Authentizität vermitteln sollen. Renny Harlin bediente sich für dieses Projekt einer Geschichte, die auf realen Ereignissen aufgebaut ist. Er hatte das Drehbuch gelesen –welches vom Vikram Weet geschrieben wurde – und war davon begeistert. Einerseits, weil er von der Geschichte fasziniert war, andererseits, weil er noch nie einen Found-Footage-Film inszeniert hatte. Das Horror-Szenario – welches unter recht schwierigen Bedingungen in Kirovsk (Russland) entstand und durch die arktischen Bedingungen eine Herausforderung für Crew und Equipment darstellte - kann sich durchaus sehen lassen. Optisch ist „Devil´s Pass“ der wohl beste Found-Footage-Film aller Zeiten geworden. Keine verwackelten Bilder und teilweise so übersichtlich, dass man fast vergessen könnte, dass es sich um Found-Footage handelt. Die Qualität eines Renny Harlin ist zweifellos erkennbar. Der unbekannte Cast hebt sich über den Durchschnitt vieler ähnlicher Produktionen ab, die Schauspieler machen einen glaubwürdigen Eindruck, ohne dass sie nerven, was nicht selbstverständlich ist. Die Stimmung ist düster, die Kulisse auf den von Schnee bedeckten Bergen fantastisch. Harlin beginnt seine Geschichte ruhig zu erzählen, lässt seinen Protagonisten viel Zeit.

Die beängstigende, bedrohliche Atmosphäre - je näher die fünf Studenten ihrem Ziel kommen - ist spürbar, flammt aber zu selten auf. Diesbezüglich ist „Blair Witch Projekt“ - die Mutter aller Found-Footage-Filme – mindestens eine Klasse dichter und furchteinflößender. Zu wenig passiert, die Dunkelheit wird zu selten – vom letzten Drittel mal abgesehen – in den Mittelpunkt gerückt. Das bereits angekündigte letzte Drittel lässt dann aber doch so etwas wie Spannung aufkommen. Panik, grünes Kamera-Licht, verunstaltete Geschöpfe, die plötzlich aus dem Dunkel erscheinen und eine gehörige Portion Finsternis sorgen für einige Schock-Effekte. Leider verläuft die Story in eine Richtung, die weniger zu gefallen weiß. Was man wirklich einfacher und wirkungsvoller hätte gestalten können, wird durch eine komplizierte, weit hergeholte und überflüssig wirren Erklärung unnötig verhunzt. Da kommen Sub-Genre-artige Verzweigungen ins Spiel, die stören statt fesseln. Das Geheimnis um den Dyatlov Pass lässt viele Interpretations-Möglichkeiten zu, doch die gefühlt unglücklichste Variante wird auf den Zuschauer losgelassen. Das leidliche Gruseln weicht somit unschlüssigem Kopfschütteln.

 

- Fazit -

Keine Frage!  Aus filmtechnischer Sicht ist „Devil´s Pass“ sicher einer der Besten Found-Footage-Titel der letzten Jahre. Renny Harlin setzt gekonnt die Vorgaben des Drehbuchs um. Das der Film aber dennoch genau daran krankt, ist dem letzten Drittel geschuldet, welches nicht überzeugt und eher Unzufriedenheit statt – im positiven Sinn - Fassungslosigkeit hinterlässt. Dichte und Atmosphäre können nicht mit vergleichbaren Filmen mithalten. Schade! Die Möglichkeiten zu einem wirklich guten Genre-Film wurden leider verschenkt.

Wertung: 5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

7.1/10 Bewertung (9 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 23. Dezember 2013
DVD Verkaufstart: 28. Januar 2014

Publisher: Ascot Elite
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 96 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1.Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.1)
2.Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Making of (9:25 Min.)
  • Deutscher Trailer (1:59 Min.)
  • Originaltrailer (1:50 Min.)
  • Trailershow mit Trailern zu 6 weiteren Titeln
  • 5 Trailer beim Start der DVD

Kritik Extras
Diverse Trailer und ein relativ interessantes Making-Of haben es auf die Scheibe geschafft. Das ist positiv zu bewerten, da es sich bei „Devil´s Pass“ um eine DtD-Premiere handelt und aufgrund dessen ohnehin wenig Infos über den Film zu finden sind. Über das dennoch eher rare Bonusmaterial-Angebot soll dies aber nicht hinwegtäuschen.

Wertung: 4.5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

6.0/10 Bewertung (2 Stimmen)
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Kevin Zindler

   

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