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Mediabook Kritik: Die Schlange im Regenbogen

Mediabook Kritik: Die Schlange im Regenbogen

Originaltitel: The Serpent and the Rainbow
Herstellungsland:
USA
Erscheinungsjahr: 1988
Genre: Horror, Thriller
Freigabe: FSK-18
Regie: Wes Craven

Darsteller: Bill Pullman, Cathy Tyson, Zakes Mokae
 u.a.

Wir danken Koch Media für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Der Anthropologe Dr. Dennis Alan (Bill Pullman) wird im Auftrag eines amerikanischen Pharmakonzerns nach Haiti geschickt, um dort einem Mythos auf den Grund zu gehen, einem obskuren Brauch oder vielleicht auch Zauber, der angeblich Tote wieder auferstehen lassen soll und von dem man sich verspricht, das Gebiet der Anästhesie regelrecht zu revolutionieren. Je länger er jedoch dort verweilt, desto tiefer dringt er in eine Welt vor, die er nicht versteht, die sich rational nicht erklären lässt, eine Welt voller uralter Riten und bizarrer Mythen, und ehe er sich versieht, findet er sich in seinem finstersten Albtraum wieder…

 


 

 


Kritik: Wes Craven ("A Nightmare on Elm Street", "Scream") gelang mit "Die Schlange im Regenbogen" (OT: "The Serpent and the Rainbow") 1988 eine erneute Wiederbelebung des Voodoo-Horrorfilms. In benebelnd tropischer Atmosphäre eingetunkt, wurde die Unheimliche und vor explosivem politischen Hintergrund gestellte Geschichte rundum Voodoo- und Zombie-Mythen thematisierte und in die westliche Welt getragen. Wes Craven's Voodoo-Horrorfilm "Die Schlange im Regenbogen" mit Bill Pullman ("Independence Day") und Cathy Tyson ("Mona Lisa") in den Hauptrollen beschreibt sich wie folgt: Der Anthropologe Dr. Dennis Alan wird im Auftrag eines amerikanischen Pharmakonzerns nach Haiti geschickt, um dort einem Mythos auf den Grund zu gehen, einem obskuren Brauch oder vielleicht auch Zauber, der angeblich Tote wieder auferstehen lassen soll und von dem man sich verspricht, das Gebiet der Anästhesie regelrecht zu revolutionieren. Je länger er jedoch dort verweilt, desto tiefer dringt er in eine Welt vor, die er nicht versteht, die sich rational nicht erklären lässt, eine Welt voller uralter Riten und bizarrer Mythen, und ehe er sich versieht, findet er sich in seinem finstersten Albtraum wieder. Nachdem der Film bereits 2002 auf DVD und 2018 auf Blu-ray erschien, folgt über Koch Media am 28.02.2019 eine 3-Disc Edition im Mediabook. Ob "Die Schlange im Regenbogen" auch nach über 30-Jahren noch den okkulten Voodoo-Schrecken übermitteln kann, steht auf einem anderen Blatt und wird im Laufe der Besprechung noch ausführlich thematisiert.

Haiti. Voodoo. Zombies. Schlangen. Spinnen. Lebendig Begrabene. Wes Craven's "Die Schlange im Regenbogen", fährt eine ganze Palette an wundervollen Gruselszenarien auf und ist nach eine der besten Regiearbeiten von Horromeister Wes Craven inszeniert worden. Der Film versprüht eine seltsam, drückende, aber gleichzeitig auch sehr eigenwillig düstere und packende Atmosphäre und entführt einem in eine völlig andere Welt. Das Drehbuch basiert auf den Harvard-Wissenschaftler Wade Davis, wo das Drehbuch für diese ungewöhnlich fundierte cineastische Auseinandersetzung mit Voodoo- und Zombie-Mythen als Inspiration diente. Wie weit man dem dort Beschriebenem jetzt glauben mag, das sein mal dahingestellt, aber eine unterschwellige Anziehungskraft und Faszination lässt sich kaum leugnen. Wes Craven formt aus den Voodoo- und Zombie-Mythen seine eigene finstere Geschichte, bei der man sich beunruhigt fragt, wie viel davon tatsächlich geschehen könnte und was erfunden ist. Wes Craven's "Die Schlange im Regenbogen" holt bei der Erzählung gut aus und zeigt dabei Szenarien, die man sich so nie hätte vorstellen können. Vieles mag der Unterhaltung verschuldet sein, aber ein teil könnte Realität sein und mit dieser Unwissenheit und Ängsten spielt Wes Craven in seinem Voodoo-Horrorfilm.

Die damaligen politischen Unruhen auf Haiti kam der Atmosphäre spürbar zu Gute. Die absolut stimmigen und nicht künsteltet Kulisse lassen den Film erstaunlich authentisch wirken und machen einen unbeträchtlichen Teil seines Charmes aus, der Look ist dreckig und herunter gewirtschaftet, wirkt aber eben nicht aufgesetzt, sondern eher ganz natürlich. Zudem spielt "Die Schlange im Regenbogen" vor einem realen politischen Hintergrund, wo die Handlung einblicke in die letzten Tage des Militärregimes von Diktator Jean-Claude "Baby Doc" Duvalier gewährt und einen erschreckenden Einblick in deren Wahnsinn inklusive Geheimpolizei und Folter. Aus diesem Blickwinkel betrachtet sind die "Zombies" nur auf dessen Resultat zu verstehen, was den Film von den meisten Vertretern seines Genre etwas abheben lässt. Man wird auch von dieser grausig Art und Weise geradezu angezogen und gleichzeitig von der grauenhaften Wahrheit abgestoßen. Wes Craven gelingt die Gefühle auszulösen, die viele Szenen in sich tragen und brennt das Gesehene nachhaltig ins Gedächtnis ein, wodurch der Wiedererkennungswert drastisch steigt. Realität und Fiktion sind an manchen Stellen erkennbar aber nicht immer auseinander zuhalten. Die für die damalige Zeit sehr überzeugenden, handgemachten Effekte sind zwar sparsam eingesetzt, dafür aber authentisch und intensiv. Die Effekte überzeugt in fast jeder Minute und irgendwo zwischen Voodoo, Zombie, Mythen und Religion wird der Horror glaubhaft inszeniert. Das Gefühl lebendig begraben zu werden, unfähig sich zu bewegen oder eine Reaktion von sich zu geben, umgeben von nichts als kalter Erde, wird stellenweise erschreckend und intensiv rüber gebracht.

Wes Craven's gelingt mit seinem Voodoo-Horrorfilm etwas, das man bei derartigen Filmen eher selten findet. Der Film vermittelt das Thema Voodoo als ernsthafte Religion und als traditioneller Lebensstil der Einheimischen, aber zu keiner Sekunde als Hokuspokus. Selbst die bizarrsten Rituale werden so gekonnt vermittelt, das sie nie ins Lächerliche gezogen werden und trotz ihrer absurden Darbietung glaubhaft wirken. Auch die schauspielerischen Leistungen der Darsteller sind, allen voran Bill Pullman und Zakes Mokae, deutlich über dem Durchschnitt und gerade Bill Pullman versteht es gekonnt, selbst die tiefgreifendsten Ängste absolut überzeugend spürbar zu machen. Der weitere Cast besteht hauptsächlich aus Einheimischen, die das bizarren Geschehen auf Haiti realitätsgetreu einfängt. Gepaart wird die visuelle Darbietung mit einem passend Soundtrack, der das außergewöhnliche Filmerlebnis positiv abrundet und die erschreckend Szenarien spannend untermalt. Der Gedanke, das auch nur ein Teil davon vielleicht Realität sein könnte und sei er noch so klein, nagt dann zusätzlich am Nervenkostüm und verleiht dem Film den letzten Schliff, der ihm noch fehlte, um ihn zu einem Klassiker zu veredeln. Leider zu einem recht unbekannten Klassiker.

Fazit: Wes Craven's "Schlange im Regenbogen" fesselt durch reale Hintergründe um Voodoo Zauber, eine geschickte Inszenierung und den ein oder anderen Schock abseits der Handlung, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Horromeister Wes Craven, der eine sehr durchwachsene Filmographie zu verzeichnen hat, von Kultstreifen wie "A Nightmare on Elm Street" bis zum Teenie Horror "Scream" erweist sich hier als Meister des okkulten Voodoo-Schreckens wo einem eine Mischung aus Politthriller, Horror und Voodookult geboten wird. Die "Schlange im Regenbogen" ist eine 1980er Jahre Gruselperle, die durch die Mediabook-VÖ von Koch Media zum neuen Leben erwacht ist.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

Verkaufstart: 28. Februar 2019

Publisher: Koch Media (3-Disc Mediabook)

Homepage: www.shop.kochmedia.com/shop/de

Verpackung: Mediabook
Anzahl Disks: 3
Wendecover: Ja, abzieh FSK-Logo

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 94 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 2.0 Stereo)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0 Stereo)
3. Audiokommentar (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:
(Alle Extras mit Untertitel: Deutsch, Englisch)
• 20-seitiges Booklet

Disc 1 (Blu-ray):
• Englischer Trailer (1:19 Min.)
• TV-Spots (3:29 Min.)
• Bildergalerie

Disc 2 (Blu-ray):
• Hauptfilm
• Audiokommentar von Bill Pullman, moderiert von Rob Galluzzo (1:19 Min.)
• TV-Spots (3:29 Min.)
• Bildergalerie

Disc 3 (DVD):
• The Making of "The Serpent and the Rainbow" (22:59 Min.)
• The Directors: Wes Craven (58:39 Min.)
• Vintage Making of (6:47 Min.)
• Profile: Wes Craven (3:27 Min.)
• Profile: Wade Davis (2:51 Min.)

Kritik Extras
Das Mediabook zu "Die Schlange im Regenbogen" kommt komplett Uncut (ungeschnitten) und mit digital überarbeiteten Bild und Ton von Koch Media auf dem Markt und beinhaltet neben dem optisch sehr gelungenen Cover-Motiv der das qualitativ hochwertige Mediabook zeichnet, eine fülle an Bonusmaterial: Bei den beiden Making ofs bekommt man einen guten Einblick in die Entstehung des Films. Es kommen Cast und Crew zu Wort und erzählen von ihrer Arbeit. Überaus interessant ist auch die einstündige Dokumentation über Wes Craven und seine Werke. Dann werden noch Wes Craven und Harvard Wissenschaftler Wade Davis vorgestellt und sprechen in Interviews von einander und von ihrer Zusammenarbeit. Empfehlenswert ist auch der Audiokommentar, der durchaus interessant ausfällt. Ansonsten liegt noch eine schöne Bildergalerie und Trailer vor. Nicht zu vergessen: Das umfangreiche, liebevoll geschriebene Booklet von Paul Poet, wo man auf einem 20-seitige Booklet im hochwertigen Druck interessante Hintergrundinfos geboten bekommt u.a. zu den Filmen der 1960er, 1970er, 1980er und Wes Craven oder Randinformationen wie z.B. das Peter Weir ursprünglich mit Mel Gibson drehen wollte, es schlussendlich an Wes Craven und dem jungen Bill Pullman übergeben wurde. Wer hätte das gedacht! Schlussendlich runden interessante Hintergrundinfos via Bonusmaterial oder Booklet das Gesamtpaket positiv ab.

Wertung: 9|10

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9.0/10 rating 1 vote
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