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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Mai13

Evil Dead

Evil Dead

Originaltitel: Evil Dead
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Horror
Freigabe: FSK-18
Regie:
 Fede Alvarez

Darsteller: Jane Levy, Shiloh Fernandez, Lou Taylor Pucci u.a.

Preis zum Test: EUR 7,81

Inhalt: Ein paar Tage in der absoluten Abgeschiedenheit einer Waldhütte ohne jeglichen Zugang zu Alkohol, das soll das bewährte Mittel für die gebeutelte Mia (Jane Levy) sein, die sich nach dem langsamen Tod ihrer Mutter in den Suff geflüchtet hatte. Ihr Bruder David (Shiloh Fernandez) hat drei gute Freunde um Mia versammelt: Olivia (Jessica Lucas), Eric (Lou Taylor Pucci) und Nathalie (Elizabeth Blackmore), die helfen sollen, die Zeit und den Entzug nicht zu lang werden zu lassen. Was sie jedoch nicht wissen, ist, daß die Hütte vor kurzem von einem Professor benutzt wurde, der dort das sogenannte "Buch der Toten", das in Menschenhaut gebundene "Neconomicon" untersucht hat und spurlos verschwunden ist. Doch das Buch ist noch dort und als Eric einige der mit Blut geschriebenen Passagen übersetzt, befreit er die Dämonen, die sich der jungen Leute nach und nach bemächtigen. Mia sieht in ihren Visionen den Schrecken kommen, doch ihr wird nicht geglaubt, bis sich schließlich der Wald rund ums Haus selbst gegen die Besucher erhebt und niemand mehr sicher ist...

 


 

 


 

- Kritik -

Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch der Kultklassiker "Evil Dead" ("Tanz der Teufel") aus dem Jahr 1981 von Regisseur Sam Raimi ("Drag Me to Hell", "Spider-Man"), eine Neuauflage verpasst bekommt. Ende 2004 brodelten die ersten Gerüchte durchs Web und 2013 war es endlich soweit. Ein weiterer Kultklassiker bekam ein Facelifting spendiert und strahlte mit neuer Optik, sehenswerten und vor allem Gorereichen-Effekten. Aber bis dahin war es ein harter und vor allem weiter Weg. Schließlich hatte man vor, eine Neuauflage eines Kultklassikers zu realisieren und nachdem bekannt wurde, dass Sam Raimi nicht die Regie übernimmt und nur als Produzent seine darsein feiert und Bruce Campbell (Hauptdarsteller aus "Tanz der Teufel 1-2", "Armee der Finsternis") nicht mehr als Protagonist in dieser Neuauflage vorgesehen war, verwundert es niemanden, dass alle Fans weltweit von Empörung und Zweifel heimgesucht wurden. In Fankreisen gibt es Filme die wie ein heiliges Relikt behandelt und angesehen werden, sowie als unantastbar gelten und dazu gehörte eigentlich auch der Titel "Evil Dead".

In den letzten Jahre sind Neuverfilmungen - die Kult-/und Klassikerstatus erreicht haben - für die Filmindustrie das Hauptthema schlecht hin und das nicht immer zu Freude der Fan-Gemeinde. An neuen Ideen mangelt es, der Erfolg soll vorprogrammiert sein und das schafft man heutzutage nur noch mit Neuverfilmungen eines Klassikers. Warum man aber gerade bei "Evil Dead" das Ruder einen jüngeren Regisseur überlassen wollte, der keine Referenzen bieten konnte, entzieht sich meines Wissens, aber mit Fede Alvarenz wurde ein Regisseur gefunden, der nicht nur einfach eine Neuverfilmung eines Klassikers realisieren wollte, sondern dieses Werk mit div. old school und modernen Elemente fusionieren wollte, welches nicht nur die jüngere, sondern auch die ältere Generation zu Unterhalten weiss. Das man mit einer 1:1 Umsetzung keinen mehr aus dem Wald locken kann, dürfte eigentlich jedem bewusst sein. Aber Fede Alvarez ist es gelungen ein Werk zu realisieren, welches ein neues, zeitgemäßeses Gewand aus den Leib schneidet, sodass die Erwartungen bezüglich des Originals eingehalten werden konnte. Allgemein ist die Neuauflage um einiges Härter als das Original, aber nicht ekliger. Eklige Szenen wie aus "Saw" oder "Hostel", die unter der Gürtellinie gehen und nur eine Tortur für den Endverbraucher waren, werden hier nicht dargestellt. Allesamt wirken die Szenen dank der Handarbeit sehr real und sehr hart, da keine großartigen Schnitte zusehen waren, wenn div. Körperteile vom Körper abgetrennt oder gar vernichtet wurden. Letztendlich wurde der Gore-O-Meter dank der detailreichen Gewalteinwirkung deftig nach oben getrieben und das in Anbetracht einer R-Rating Fassung. Man darf gespannt bleiben, was einem später in der Unrated Fassung geboten wird, aber alleine die Kinofassung hatte es schon sehr dicke hinter den Ohren gehabt.

Die Fans des Franchise müssen aber auch hier und da einige Entbehrungen machen, bekommen aber auch stellenweise neues geboten. Der erste Unterschied liegt in der Charaktersierung und Darbietung der Schauspieler bzw. Hauptperson(en). So bekommt man im laufe des Films zwei Protagonisten geboten, als wie im Original nur einen. Ob man das Positiv oder Negativ betrachtet, liegt im Auge des Betrachters. Einen positiven Effekt hat das jedoch allemal, man hätte mit dieser Schlussfolgerung keineswegs gerechnet. Immerhin steuern die anderen Charakter noch etwas Input bei und erweitern die Story mit Ihrer Anwesenheit und Darbietung, finden sich aber recht schnell auf der "Death"-Liste wieder. Die Coolness die Bruce Campbell mit der Charakterfigur "Ash" im Original übermittelt hat, fehlt hier komplett, was man letztendlich etwas missen wird, da die Neuverfilmung kein Humor zulässt und sich auch sehr ernst nimmt.

Die packende Atmosphäre aus dem Original ging Stellenweise verloren, da man auf die klassische Nebelschwaden komplett verzichtet hat. Hingehen begeistern dürfte hier die Änderung die sich direkt schon zu Beginn des Films bemerkbar macht. Im Original wurde das Tonbandgerät benutzt um die Hintergrundgeschichte des Necronomicons etwas näher zu bringen, während man in der Neuverfilmung dies in einer brutaleren und gezeigten Form präsentiert bekommt. Einen weiteren wesentlichen Unterschied, ist das "Böse" im Film, welches im Original nicht greifbar war und man so auch das Gefühl hatte die Wälder bzw. der eigentliche Ort selber war das "Böse". In der Neuverfilmung bekommt das "Böse" einen Körper und wird dadurch manifestiert. Der Neuverfilmung wurde somit der unsichtbaren Bedrohung beraubt was auf den ersten Blick ein großes Manko darstellt, was jedoch für das Finale aber erforderlich war, da man so noch mit ein packendes Finale konfrontiert wurde. Zum Ende hin entspannt sich der Grusel-/Horrorspannungsbogen und wirkte turbulent, actionlasstig und neigt sich sehr stark dem Slasher-Genre zu.

Kameratechnisch ist man bei der Neuverfilmung auch nah am Original geblieben und die legendären Fahrten in der Ich-Perspektive durch den Wald sind wieder vorhanden. Auch wenn es auch in der Neuverfilmung die gewohnt düsteren Passagen gibt, bietet das Original eindeutig mehr und packende Momente, als die Neuverfilmung. Ob die Story dadurch an Atmosphäre verliert ist schwer zu sagen, da sich die Sehgewohnheiten im Laufe der Jahre stark verändert haben. Aber lobenswert sind die Schnitte, die kaum ersichtlich sind und dadurch ein realistischen Übergang ermöglichen. Stop-Motion und Cuts gehören der Vergangenheit an, heutzutage heißt es draufhalten und gucken! 

  

- Fazit -

Von der Neuverfilmung kann man durchaus sagen, dass diese bis in letzte Details perfekt inszeniert und Blutrauschend in Szene gesetzt wurde und an der Tür zu Mainstream-Tauglichkeit klopft. Im der Zeit der zahlreichen Neuverfilmung, welches uns von sehr gelungen bis hin zu vollkommen überflüssig Titeln bescherte, spielt "Evil Dead" zweifelsohne in der oberen Liga mit. Fede Alvarez ist mit seinem ersten Debüt ein gelungenen Titel gelungen, der genug Respekt vor dem Original hat, sich aber nicht scheuen muss der Neuverfilmung neues Input verliehen zu haben.

Wertung: 9|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.2/10 Bewertung (16 Stimmen)

 


 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 02. Oktober 2013
DVD Verkaufstart: 02. Oktober 2013

Publisher: Sony Picture Home Entertainment
Verpackung:
 Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 86 min.
Uncut: Nein

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Türkisch

Extras

  • Regisseur der Toten (07:08 Min.)
  • Alles möglichst schwierig (07:53 Min.)
  • Mia's Weg (08:52 Min.)

Kritik Extras
War wir die Preview im Kino gesehen haben, entfällt an dieser Stelle eine Bewertung über die Extras.

Wertung: x|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
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Pascal Müller

   

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