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Mär06

Der Fluch des Dämonen

Der Fluch des Dämonen

Originaltitel: Night of the Demon
Herstellungsland: Großbritannien

Erscheinungsjahr: 1957
Genres: Horror
Freigabe: FSK 12
Regie: Jacques Tourneur
Darsteller: Dana Andrews, Peggy Cummins, Niall MacGinnis u.a.


 

Inhalt: Der amerikanische Psychologe John Holden trifft in England ein, um dort mit einigen Kollegen die Aktivitäten eines Teufelskultes unter der Leitung des charismatischen angeblichen Hexenmeisters Karswell aufzudecken. Dort erfährt er, dass Professor Harrington, der an dem gleichen Projekt arbeitete, jüngst unter schrecklichen Umständen ums Leben gekommen ist. Obwohl Karswell ihn warnt, obwohl merkwürdige Vorfälle sich häufen und scheinbar jeder – einschließlich Harringtons hübscher Tochter – fürchtet, dass die Bedrohung sehr viel realer ist, als er es sich vorstellen kann, arbeitet Holden unbeirrbar weiter daran, Karswells Methoden der Massensuggestion zu entlarven. Derweil läuft gnadenlos die Frist ab, die Karswell ihm gewährt hat, bevor ihn das gleiche Schicksal ereilt wie seinen Kollegen Harrington...

   


 

 



- Kritik -
   

Die „Galerie des Grauens“ ist erneut zurück. Nachdem Anolis mit der 1. Sammelbox um die kultigen Horrorfilme auf große Beliebtheit stieß, veröffentlichte man weitere Kultfilme in der Reihe „Die Rückkehr der Galerie des Grauens“. Und mit „Die Rache der Galerie des Grauens“ meldet sich Anolis zurück. Der 1. Titel DER FLUCH DES DÄMONEN erscheint mit der Sammelbox, in welche die restlichen Titel passen, die noch veröffentlicht werden. 

Der schwarz-weiß Film unter der Regie von Jacques Tourneur wurde 1957 veröffentlicht und ist eine Literaturverfilmung des Autors Montague Rhodes James. In atmosphärisch eingefangenen Bildern verfolgt man in den ersten Minuten Professor Harrington (Maurice Denham), wie er seinen Rivalen Dr. Julian Karswell (Niall MacGinnis) konfrontiert und ihn drängt die Drohung des frühzeitigen Todes Harringtons rückgängig zu machen. Harrington ist ein Wissenschaftler und untersuchte die satanischen Machenschaften Karswells und entdeckte dabei, dass so  etwas wie Magie und Dämonen existieren. Karswell lässt sich nicht aus der Reserve locken und so eilt Harrington davon. Doch der Dämon ist auf seiner Fährte und der unausweichliche Tod ereilt ihn. 

Ungewöhnlicherweise wird der titelgebende Dämon bereits in den ersten 5 Minuten des Films gezeigt. Die Katze ist somit aus dem Sack. Die Effekte sind für die damalige Zeit wirklich beachtlich. Zunächst zeigt sich in der Distanz ein wilder Nebel, der sich aus der Dunkelheit schält. Danach taucht der flammenumtoste Dämon auf und stapft mit riesigen Schritten auf Harrington zu. Die Nahaufnahme der dämonischen Fratze enthüllt ein bestialisches Höllenmonster, das mit geifernden Lefzen nach der Seele des Opfers lechzt. Sicherlich wirkt das alles etwas hölzern und puppenhaft, nichtsdestotrotz handelt sich um gelungene Effekte. Und nach dem kurzen Einstand verschwindet der Dämon auch wieder für die längste Laufzeit von der Bildfläche. 

Die Geschichte greift nun Dr. John Holden (Dana Andrews) auf, wie er nach England reist, um mit Professor Harrington Kontakt aufzunehmen. Von dessen Tod er noch nichts ahnt. Ebenfalls an Bord, die Nichte Harringtons Joanna Harrington (Peggy Cummins). Die zwei geraten in einer humorvollen Szene aneinander, wissen aber nicht, wer das Gegenüber genau ist. Erst später lernen sich die beiden richtig kennen und versuchen hinter Karswells Geheimnis zu kommen. Holden ist ein Skeptiker, glaubt nicht an Magie und Dämonen. Karswell zeigt zwar immer wieder seine satanische Macht, doch Holden findet genauso häufig eine rationale Erklärung für alle Geschehnisse. 

Jacques Tourneur beweist ein gelungenes Händchen für die Regie, zaubert atmosphärische und sauber ausgeleuchtete Bilder auf den Fernseher. Zudem bedient er sich, heutzutage, bekannter Horrorfilm-Elementen, wie kleineren Jumpscares. In erster Linie setzt man jedoch auf eine dichte Atmosphäre. Trotzdem man als Zuschauer den Dämonen bereits gesehen hat, wird man auf Grund der Vehemenz, mit der Holden die Beweise der dämonischen Macht, begegnet, selber etwas skeptisch, ob am Ende nicht doch alles nur Lug und Trug ist. 

Manchmal ist Holden jedoch etwas zu cool und lässig. Hat jedes Mal, wie James Bond, einen lockeren Spruch auf den Lippen. Man versucht also zeitweise die Atmosphäre mit etwas Humor aufzulockern. Das geht manchmal ganz gut auf, zu anderen Zeiten leider nicht so ganz. Insbesondere die Séance bei der die alten Damen plötzlich anfangen Kinderlieder zu trällern, weil die Geister das mögen, wirkt unfreiwillig komisch. Wie die gesamte Séance an sich. 

Darüber hinaus gibt es jedoch nicht sonderlich viel zu beklagen, bis auf leichte Längen. Gerade weil man gleich zu Beginn den Dämonen enthüllt hat und ihn dann bis zum Ende nicht mehr auftauchen lässt, können sich einige Szenen etwas ziehen. Zudem fehlt es bisweilen etwas an einem sauberen Übergang zwischen einzelnen Szenen. Dafür wirkt das Finale etwas überhastet und das Ende kommt sehr plötzlich. Im Grunde genommen ist das jedoch Jammern auf hohem Niveau, bei einem atmosphärisch gut eingefangenen Horrorfilm aus den 50ern.

 

- Fazit - 

Starker Einstieg in „Die Rache der Galerie des Grauens“. DER FLUCH DES DÄMONEN präsentiert sich mit gelungenen Bildern und dichter Atmosphäre. Sympathische Charaktere, ein guter Gegenspieler und ein greifbarer Dämonen runden das Paket ab. Zu beklagen gibt es leichte Längen und einige deplatzierte humorvolle Szenen. Trotzdem ein sehenswerter Film, der in der „Galerie des Grauens“ die richtige Plattform und mit der BD die verdiente Auswertung erhält. 

Wertung: 7.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 rating 1 vote

 

- Blu-ray FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufsstart: 26. Februar 2016
BD Verleihstart: 26. Februar 2016

Publisher: Anolis (Die Rache der Galerie des Grauens 01)

Verpackung: Blu-Ray/DVD-Combo in einer DVD-Amaray-Hülle
Wendecover: Wendecover ohne FSK-Plakette

Bild: 1,66:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 94 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono)
2. Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel: 
- Deutsch

Extras:

  •  Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerland
  • Dokumentation "Speak of the Devil"
  • Super-8 Fassung (8:20 Min, dt.)
  • Englischer Kinotrailer (2:15 Min, engl.)
  • Braunschweiger Filmfest Programm
  • Bildergalerie
  • 20-seitiges Booklet

Kritik Extras
Ein umfangreiches Booklet mit Hintergrundinformationen, zwei verschiedene Fassungen (uncut und die US Kurzfassung), ein Audiokommentar, ein aufschlussreiches Making Of, Bildergalerie und Trailer. Anolis lässt sich nicht lumpen.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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