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Okt05

Frankensteins Höllenmonster

Frankensteins Höllenmonster

Originaltitel: Frankenstein and the Monster from Hell
Herstellungsland: Großbritannien

Erscheinungsjahr: 1974
Genres: Horror
Freigabe: FSK-16
Regie: Terence Fisher
Sprecher: Peter Cushing, David Prowse, Shane Briant u.a.

Preis zum Test: EUR 27,80


 

Inhalt: Nachdem der Medizinstudent Simon Helder wegen unorthodoxer Experimente an Leichen in ein Sanatorium eingewiesen wird, muss er feststellen, dass dieses nicht mehr unter der Leitung des Direktors steht, sondern dass Baron von Frankenstein, der seinen Tod nur vorgetäuscht und sich als anonymer Insasse hat einliefern lassen, die Kontrolle übernommen hat. Fasziniert von den Möglichkeiten, die sich einem Mediziner an solch einem Ort ausserhalb der Zugriffsmöglichkeiten der Ordnungshüter bieten, willigt er ein dem Baron zu assistieren, dessen Hände bei einem Unfall verbrannt wurden. Schon bald muss er aber feststellen, dass Frankenstein nicht unbedingt das Wohl der Insassen im Sinn hat. Immer wieder sterben eigentlich kerngesunde Patienten unter höchst merkwürdigen Umständen. Entgegen seinen ersten Vermutungen hat der Baron die ihm Anvertrauten aber nicht für medizinische Experimente benutzt, sondern benötigt absolut frische Leichenteile. Um endlich den perfekten künstlichen Menschen zu erschaffen. Doch das so entstandene Monster lässt sich nicht unter Kontrolle halten und bricht aus. Und es hat nur ein Ziel: Blutige Rache an allen Menschen zu nehmen...

 


 

 



- Kritik -
     

Die Hammer-Produktionen genießen einen wahnsinnigen Kultstatus, der schon seit Jahren Bestand hat. 1957 widmete man sich einer Neuverfilmung von Mary Shelleys Frankenstein und goss damit das Fundament für eine langjährige Erfolgsgeschichte. Terence Fisher führte bereits bei FRANKESTEINS FLUCH (THE CURSE OF FRANKENSTEIN, 1957) Regie und Peter Cushing schlüpfte in die Rolle des Baron Victor Frankensteins. Es folgten weitere Frankenstein-Filme, die sich immer stärker auf Victor Frankenstein fokussierten und weniger auf das von ihm kreierte Monster. Der letzte Film in der Reihe bildete schließlich FRANKENSTEINS HÖLLENMONSTER aus dem Jahre 1974. 

Erneut verdingte man Terence Fisher für die Regie und ließ Peter Cushing Victor Frankenstein spielen. Cushings Auftritt erfolgt jedoch erst später im Film. Zu Beginn begleitet man den jungen Dr. Simon Helder (Shane Briant), der in die Spuren von Frankenstein tritt und illegale Experimente an Leichen durchführt. Als man ihn schnappt, verdingt ihn ein Gericht zu fünf Jahren Haft in einer Anstalt für geistesgestörte Kriminelle. Dort wird er gleich brutal misshandelt und nur durch das Tun des Arztes der Anstalt, Doktor Carl Victor, gerettet. Schnell findet Helder heraus, dass Victor der totgeglaubte Frankenstein ist. Frankenstein geht immer noch seiner Obsession nach und versucht den perfekten Menschen zu erschaffen. Dafür schreckt er auch nicht vor Mord an den Insassen zurück, die er stets als Unfälle oder Selbstmorde kaschiert. Unterstützung erhält er von der stummen Sarah (Madeline Smith). Mit Dr. Helder hat er nun jedoch einen deutlich begabteren Assistenten zur Hand. Doch sowohl das Monster, als auch Helder entwickeln ein Eigenleben, welches Frankenstein nicht vorhergesehen hatte. 

Trotzdem der Film bereits über 40 Jahre alt ist, erstrahlt FRANKENSTEINS HÖLLENMONSTER in herausragender Qualität auf BD. Allein hierfür lohnt sich die Anschaffung. Ansonsten ist der letzte Frankenstein-Ableger ein recht gemächlicher und ruhiger Film, der ganz klar den Fokus auf Victor Frankenstein lenkt. Ein von Geistern geplagter Mann, der seiner Obsession nachkommt und dabei seine eigene Menschlichkeit verliert. Allzu viel Horror sollte man sich davon jedoch nicht erwarten. Zwar bekommt das Monster, gespielt von David Prowse, durchaus eine Menge Screentime, doch das haarige Biest wirkt nicht sonderlich schrecklich und ist auch weiterhin eher das missverstandene Wesen, welches sich nur seiner eigenen Haut erwehrt. Cushing, der Frankenstein schon einige Male verkörpern durfte, zeigt sich auch dieses Mal sehr präsent und eindrücklich. Hier nimmt sich Fisher genügend Zeit und lässt dem Perfektionisten Cushing genügend Spielraum, um sich zu entfalten. Immens viel Raum bleibt dadurch für die beiden Nebendarsteller Shane Briant und Madeline Smith nicht, jedoch reicht dieser Raum, um auch diese beiden glänzen zu lassen. Der Star des Films ist und bleibt jedoch Cushing. 

Leider dümpelt die Story ein wenig vor sich hin, nutzt die Ausgangssituation in der Anstalt nicht gut genug aus. Zudem fehlt es dem Monster an Bedrohlichkeit und die emotionaleren Momente gehen häufig nicht richtig auf, weil sie zu stark forciert werden. Gelungen hingegen die Nutzung der Sets. Zwar erkennt man die Studioherkunft, doch trotz des geringen Budgets weiß FRANKENSTEINS HÖLLENMONSTER visuell zu überzeugen. Dies hat man maßgeblich der sehr gelungenen Ausleuchtung sowie den starken Kameraeinstellungen zu verdanken. Der letzte Hammer Film der Frankenstein-Reihe ist sicherlich kein Überflieger, nichtsdestotrotz sehenswert.

  

- Fazit -  

Eine erstklassige Aufbereitung eines alten Klassikers, der seinerzeit etwas missverstanden wurde. Ruhig und gemächlich schreitet der Film voran, getragen von einem herausragenden Peter Cushing. Auch die restliche Besetzung weiß zu überzeugen. Das Monster in seinem Kostüm ist hingegen reichlich verschenkt. Gleichzeitig fügen sich einige Schocksequenzen nicht sonderlich rund in die Story ein. Die Handlung glänzt zudem bei der Charakterisierung Frankensteins, kränkelt jedoch bei der emotionalen Ausarbeitung des missverstandenen Monsters.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 09. September 2016
BD Verleihstart: 09. September 2016

Publisher: Anolis

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,66:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 94 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 2.0 Mono)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0 Mono)
3. Audiokommentar (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel:
- Deutsch
- Audiokommentar

Extras:

  • Audiokommentar mit Madeline Smith, Shane Briant und Marcus Hearn
  • Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad
  • (Video-) Kommentar mit Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad - englisch (39:00 Min.)
  • Amerikanischer Kinotrailer (2:57 Min.)
  • Making of "Taking over the Asylum" (25:45 Min.)
  • Dokumentation "Terence Fisher - Charming Evil" (13:20 Min.)
  • Interview mit Friedrich Schönfelder [Berlin 2004] (19:51 Min.)
  • Interview mit David Nathan [Berlin 2004] (19:52 Min.)
  • US Pressbook (4:11 Min.)
  • Bildergalerie 1 (2:47 Min.)
  • Bildergalerie 2 (7:38 Min.)

Kritik Extras
Anolis beeindruckt immer wieder mit herausragenden Veröffentlichungen. FRANKENSTEINS HÖLLENMONSTER folgt diesem Trend. Findet man keine Extras, die man auf den Silberling pressen kann, produziert man sie halt selber. So scheint der Konsens bei Anolis zu sein. Eine mehr als löbliche Herangehensweise. Es gibt zwei Audiokommentare zu genießen. Zum einen von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad. Zum anderen trommelte man Madeline Smith, Shane Briant und Marcus Hearn zusammen, um über die gesamte Laufzeit zu unterhalten. Ein Making Of sowie eine Doku über Terence Fisher finden sich ebenfalls auf der Veröffentlichung sowie ein paar Interviews. Mehr kann man wahrlich nicht verlangen.

Wertung: 10|10

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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