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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Dez23

Insidious

Insidious

Originaltitel: Insidious
Herstellungsland: USA   
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Horror, Thriller

Freigabe: FSK-16
Regie: James Wan

Darsteller: Patrick Wilson, Rose Byrne, Barbara Hershey, Ty Simpkins, Andrew Astor u.a.

Das Haus, in das Josh (Patrick Wilson) und Renai Lambert (Rose Byrne) mit ihren drei Kindern einziehen, scheint nicht eben ein Glücksgriff gewesen zu sein. Gegenstände bewegen sich, die Kinder fürchten sich, aus dem Babyphon dringen Stimmen und eines Abends stürzt der junge Dalton so unglücklich von einer Leiter, daß er Tags darauf ins Koma fällt. Trotz guter Behandlung ändert sich nichts an seinem Zustand, so daß man ihn nach Monaten wieder nach Hause zur Dauerpflege bringt, doch von da an geht der Spuk richtig los. Es scheint nächtliche Eindringlinge im Haus zu geben, der Bruder sieht Dalton durch die Zimmer wandeln und Renai bemerkt unheimliche Gestalten in dunklen Ecken. Aus purer Not ziehen die Lamberts aus dem Haus aus, doch kaum in ein neues Heim gezogen, sind auch die "Besucher" wieder da. Als Renais Mutter (Barbara Hershey) auch noch von den übernatürlichen Eindringlingen träumt, zieht sie die "psychische Beraterin" Elise (Lin Shaye) hinzu, die mehr über die Sache weiß, als sie zunächst zugeben will...

- Kritik -
 

Wenn man heute einen Film mit dem vermeintlich cleveren Marketingspruch „Von den Machern von Saw“ bewerben würde, könnte der Schuss eventuell mächtig nach hinten losgehen. Schließlich ist die siebenteilige Reihe mittlerweile so etwas wie das Synonym für blutige Unterhaltung, die hauptsächlich aufgrund der makabren Folterspielchen funktioniert. Dass man mit dieser etwas einseitigen Beurteilung einerseits der Film-Serie an sich Unrecht tut, mag verschmerzbar sein, doch dass man andererseits auch die Erfinder James Wan und Leigh Whannell – Regisseur und Drehbuchautoren des genialen Originals – in diese Ecke drängt, ist schon ärgerlich, gehört der erste Film doch zu einem der besten Thriller der letzten Jahre und hebt sich zudem von den Sequels ab, da Gore-Szenen allenfalls angedeutet wurden. Whannell und Wan taten sich nun erneut zusammen, um Insidious, einen Low-Budget-Horror-Streifen, auf den Weg zu bringen. 

James Wan ist alles andere als ein Arbeitstier: nach Saw inszenierte er nur noch den gelungenen Dead Silence – abermals zusammen mit Whannell – und Death Sentence, einen Selbstjustizthriller mit Kevin Bacon. Danach suchte er scheinbar nach dem richtigen Projekt und wurde bei Insidious fündig, der gerade einmal 1,5 Millionen Dollar kostete und satte 97 Millionen Dollar wieder einspielte – von der Gewinnspanne träumen die Studios. Dabei überrascht der Erfolg des bewusst altmodisch angegangenen Genrefilms, denn Wan widersetzt sich über weite Strecken der derzeitigen Herangehensweise an moderne Horrorfilme. Er  baut Spannung weder durch eine vordergründige Inszenierung mit reichlich Schockeffekten, noch durch die stilistische Einbindung der möglichst authentischen Handkamera-Ästhetik a´la Paranormal Activity auf. Insidious ist ein im besten Sinne altmodischer Film, der durch Atmosphäre packt und in der ersten Hälfte zu den gruseligsten Beiträgen des jüngeren Genrefilms gezählt werden darf. Wan macht aus wenig viel, deutet mehr an, als er zeigt, arbeitet sehr gezielt mit den wenigen Schockmomenten und baut damit ein Unbehagen und eine Spannungskurve auf, die wirklich packt. Er beweist nach Dead Silence abermals, dass er sehr stilsicher ist, weiß, was er will und wie er es erzeugen kann. Dass er dabei Klassiker des Genres, z.B. Amityville, Das Grauen oder auch ganz besonders Poltergeist am laufenden Band kopiert, bzw. sich die Elemente daraus zu Nutzen macht, stört dabei keineswegs, weil es schlicht und ergreifend funktioniert, und er immer einen Dreh findet, es mit seiner eigenen Handschrift zu versehen.

Doch etwa in der Mitte kippt Insidious. Er wird nicht wirklich schlecht oder ärgerlich, aber er wirft die Stärken der ersten Hälfte recht beiläufig über Bord und greift nur noch sporadisch auf diese zurück.  Warum Wan sich von seiner recht distanzierten Inszenierung löst und Whannell zwei „Geisterjäger“ ins Spiel bringt – von denen er auch noch einen selbst spielt – kann nicht nachvollzogen werden. Ob der skurrile bis bizarre Humor die Horrorelemente etwas aufbrechen sollen, oder ob man den genannten Klassikern den parodistischen Spiegel vors Gesicht halten wollte, ist unwichtig, denn es funktioniert weder aus der einen, noch aus der anderen Betrachtung heraus und schadet der Dramaturgie. Spürte man als Zuschauer bis dahin, dass einem das Geschehen unwillkürlich Gänsehaut verursachte und absolut in den Bann schlug, lockert sich die Spannungsschraube. Wan verliert sein Publikum nicht, doch wo er es in der ersten Hälfte immer mehr in die Ecke drängte, tritt er nun plötzlich zur Seite und lässt es aus der Ecke wieder heraus, lässt es zu Luft kommen und hat dann wieder Mühe, es erneut einzufangen. Zudem fallen im letzten Drittel auch die eingeschränkten Möglichkeiten des Budgets negativ auf. Keine Frage: Aus den geringen Möglichkeiten machte man mehr, als man es erwarten durfte, doch ob sich das Erfolgsduo tatsächlich einen Gefallen tat, den Vater in eine Art Zwischenwelt zu schicken, die dann doch nur aus Schwärze, einfallslosen Sets und Geistern – die in ihrer Harmlosigkeit nicht zu überbieten sind – zu schicken, darf zumindest bezweifelt werden. So endet Insidious auch alles andere als zufriedenstellend und hinterlässt einen etwas schalen Geschmack. Schade, denn die erste Hälfte beweist eindrucksvoll, dass Spannung und Horror keine Frage des Budgets sind, und Wan sehr genau weiß, wie er das Publikum manipulieren und in seinen Bann ziehen kann. Leider hält er das Niveau jedoch nicht konstant aufrecht. Trotzdem: Wenn es derzeit eine qualitative Genre- Konstante gibt, dann Wan.

 

- Fazit -

Erstaunlich ruhiger Horror-Hit, der durch Atmosphäre, Stil und eine sichere Regie überzeugt. In der zweiten Hälfte löst man sich mehr und mehr von diesem bewusst altmodisch gewählten Ansatz – zum Schaden des Gesamteindrucks, da die aufgebaute Spannung mitunter wirkungslos verpufft. Trotzdem: Ein absolut sehenswerter Genrefilm.

Bewertung: 7 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.6/10 Bewertung (9 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 24. November 2011
DVD Verkaufstart: 24. November 2011

Label: Universal
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1) 

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch

Laufzeit: 90 Minuten
Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Uncut: Ja 

Extras

  • Interview mit Leigh Whannel (Drehbuchautor)
  • Am Drehort mit Jungdarsteller Ty Simpkins 
  • B-Roll
  • Kinotrailer
  • Trailershow

Kritik Extras
Wenig bis nichts. Kein Audiokommentar, kein ausführliches Making of. Die angebotenen Extras sind nicht der Rede wert und bedeutend zu kurz. Schade. Der Film hätte mehr verdient gehabt.

Bewertung: 3 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
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