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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Dez04

Neighbor

Neighbor

Originaltitel: Neighbor 
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Genre: Horror
Freigabe: FSK-18
Regie: Robert A. Masciantonio 
Darsteller: America Olivo, Christian Campbell, Lauren Rooney u.a.

Für Dan schien das Wochenende perfekt, denn in seinem Haus sollte eine große Party stattfinden. Doch eine geheimnisvolle junge Frau durchkreuzt rigoros seine Pläne. Sie überwältigt ihn und startet, offenbar ohne das geringste Motiv, einen eiskalt-brutalen Folterreigen an dem Musiker. Und als wenn es nicht schon schlimm genug wäre, dass die Psychopatin Dan furchtbaren Schmerzen aussetzt, muss er auch noch miterleben, wie sie nach und nach seine Freunde vor seinen Augen brutal umbringt. Schon bald ist der Punkt erreicht, an dem der junge Mann nur noch seine Erlösung herbeisehnt.

- Kritik -

„Neighbor“ versucht in erster Linie durch seine Splatterorgien zu glänzen, die in der deutschen Version ungünstigerweise geschnitten sind (ca. 4 Minuten Film fehlen). Die Story ist nebensächlich und könnte gut und gerne am Set improvisiert worden sein. America Olivo, einen Namen hat ihre Figur nicht, bewegt sich von Opfer zu Opfer und lässt ihrer sadistischen Ader freien Lauf. Doch auch wenn die Handlung extrem einfach gestrickt ist, wirft man dem Zuschauer etliche Stöcke zwischen die Beine, die das Verständnis behindern. Gerade im Mittelteil bewegte man sich ohne Anhaltspunkte zwischen Gegenwart, Vergangenheit und alternativer Realität. Insbesondere die alternative Realität bringt dabei die Handlung nicht einen Schritt weiter, sondern streckt höchstens die Laufzeit und sorgt in erster Linie für Verwirrung. 



Deutlich mehr Mühe hat man sich bei den Spezialeffekten, sprich den Masken gegeben, welche notwendig sind, um die diversen Wunden in Szene zu setzen, welche Americas Opfer im Laufe des Films erleiden. Die wahre Qualität bekommt leider nur in Teilen in den Extras auf der Scheibe zu Gesicht, denn das meiste wurde, wie bereits erwähnt, rausgeschnitten. Hier hat man eine mehr als beachtliche Qualität an den Tag gelegt und alles sieht überaus blutig und abschreckend aus. Lediglich bei den Nahaufnahmen werden doch einige Mängel offenbar, doch in ihrer Gesamtheit sind sie überaus ansprechend bzw. abstoßend. Mit viel Genuss tobt sich die Sadistin an ihren Opfern, insbesondere David, aus und geht überaus kreativ zur Tat. Ob nun Schere, Säge, Bohrer oder gar ein Regenwurm; sie findet etliche Möglichkeiten, um den größtmöglichen Schmerz zu erzeugen. Jedoch bekommt man als Zuschauer nur das Ergebnis präsentiert, nicht jedoch den Folterprozess an sich, denn dieser ist in allen Fällen der Schere zum Opfer gefallen. Dadurch verliert der Film natürlich einiges an Biss und wirkt ein stückweit harmloser, als er schlussendlich ist. Nichtsdestotrotz ist „Neighbor“ definitiv kein Film für empfindliche Gemüter, dafür labt er sich zu sehr an diesen Szenen, die ganz klar im Mittelpunkt stehen.

Dabei versucht man bei „Neighbor“ nie eine düstere oder gruselige Atmosphäre zu zaubern, sondern legt einen zynischen, bissigen Ton an den Tag, der mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor garniert wird. America Olivos Figur ist dabei Dreh- und Angelpunkt dieses Humors; durchgeknallt, sadistisch, verrückt, psychopathisch und eiskalt. Olivo findet definitiv Gefallen an ihrer Rolle und blüht förmlich auf, doch weist ihre darstellerische Leistung doch einige Defizite auf, die an ihrer Glaubwürdigkeit nagen. Dabei lässt sie ihre Kollegen trotzdem weit hinter sich, die extrem schwach daherkommen und nicht immer nachvollziehbar reagieren und stark gehemmt wirken. Da hilft es auch nichts, dass man sich bei den Namen an bekannten Film-Ikonen bedient, wie z.B. Hitchcock, Hodder und Carpenter.



Am Ende findet wenig zusammen, was zusammen gehört. Der Fokus liegt zu deutlich auf der Folter, die Story ist hanebüchen und holprig erzählt, während die Schauspieler sich von Szene zu Szene schleppen. Einen Spannungsbogen, ein Motiv oder interessante Figuren abseits der Killerin bekommt man nicht präsentiert. „Neighbor“ spricht recht deutlich einen ganz speziellen Filmgeschmack an, bei dem man eine ganz besondere Faible für Qualen haben muss. 


- Fazit -

Wem die Folterszenen in „Hostel“ zugesagt haben, dürfte  auch in „Neighbor“ auf seine Kosten kommen, aber nur in der ungeschnittenen Version, welche noch(?) nicht ihren Weg auf den deutschen Markt gefunden hat. Ohne diese Gewaltdarstellung ist „Neighbor“ ein arg sinnloser Film, der nicht zu fesseln vermag. America Olivo versucht nach Leibeskräften den Streifen zu tragen, was ihr ob ihrer eingeschränkten Fähigkeiten jedoch nur in Teilen gelingt.

 

Bewertung: 3.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.8/10 Bewertung (8 Stimmen)

- DVD Facts und Extras -

 

DVD Verleihstart: 06.01.2011
DVD Verkaufstart: 28.01.2011

Publisher: I-on New Media 
Verpackung: 
Keepcase
Wendecover: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Keine

Bild: 16:9 (2,35:1)
Laufzeit: ca. 83 Minuten
Uncut: Nein

Extras:

  • Behind the Scenes / Interview (ca. 8 Min.)
  • Fight Scene Special (ca. 3 Min.)
  • Gag Reel (ca. 2 Min.)
  • Special Effects Making Of (ca. 6 Min.)
  • Musik Video (ca. 3 Min.)
  • Trailer
  • Trailersammlung


Kritik Extras
Rein von der Auswahl her, sind die Extras recht umfassend, leider kann die Laufzeit nicht so ganz mithalten. Dabei fallen gerade die Infos über die Spezialeffekte überaus nahrhaft aus. Amüsanterweise findet man vieles von dem hier wieder, was im Film der Schere zum Opfer fiel. Man erhält einen recht guten Eindruck davon, wie die Effekte entstanden sind, welche Ideen in den Köpfen rumspukten und wie viel Spaß am Set existierte. Weniger spannend ist das Gag Reel und das Fight Scene Special. Der Trailer zum Film und eine Trailersammlung sowie ein Musik Video runden das Gesamtpaket ab.  

Bewertung: 5 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 Bewertung (2 Stimmen)
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Sascha Weber

   

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