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Sep29

Open Grave

Open Grave

Originaltitel: Open Grave
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Horror
Freigabe: FSK 16
Regie: Gonzalo López-Gallego
Darsteller: Joseph Morgan, Sharlto Copley, Thomas Kretschmann, Erin Richards, Josie Ho u.a.


 

Ein Mann erwacht mitten in der Wildnis in einer Grube voller verwesender Leichen, ohne jegliche Erinnerung daran, wer er ist oder wie er dort hinkam. Das einzige was er weiß ist, dass sein Name John ist. Nachdem ihm eine Unbekannte hilft sich aus der Grube zu befreien, trifft er auf weitere Fremde, die ebenfalls unter Gedächtnisverlust leiden. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden wer sie sind und wer für die Toten verantwortlich ist. Nach den ersten grausigen Entdeckungen dämmert es der Gruppe jedoch schnell, dass sie verschwinden müssen bevor es zu spät ist.


 

 


 

- Kritik -

Vor 5 Jahren wusste niemand, wer Sharlto Coply ist. Nachdem er in Neil Bloomkamps DISTRICT 9 (2009) die Hauptrolle des tragischen Anti-Helden spielen durfte, ist er jedoch in aller Munde. Nach und nach etabliert er sich in Hollywood, findet aber auch noch Zeit, in kleineren Produktionen mitzuspielen. In OPEN GRAVE erwacht John (Sharlto Copley) plötzlich in mitten eines Haufen Leichen. Nicht wissend wie er dort hingekommen, noch was passiert ist, versucht er dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Dabei trifft er auf eine Gruppe Fremder, die ebenfalls unter Gedächtnisverlust leiden. Gemeinsam versuchen sie der Sache auf den Grund zu gehen. 

 

Die illustre Gruppe besteht aus dem Deutschen Lukas (Thomas Kretschmann), Nathan (Joseph Morgan), Sharon (Erin Richards), Michael (Max Wrottesley) und der Chinesin Brown Eyes (Josie Ho). Unsicherheit und Misstrauen macht sich zwischen den unfreiwlligen Verbündeten breit und man verdächtigt sich gegenseitig, Teil der Verschwörung zu sein, die man hinter der Situation vermutet. Einzig Brown Eyes scheint mehr über die Situation zu wissen, da sie jedoch stumm ist, gibt es keine Möglichkeit, sinnvoll mit ihr zu kommunizieren. Nur langsam deckt die Gruppe weitere Puzzleteile auf und anscheinend steckt John tiefer im Geflecht, als ihm selbst bewusst ist. 

OPEN GRAVE pinselt ein überaus interessantes Szenario, bei dem die Figuren genauso viel über die Situation wissen wie der Zuschauer. Je weniger man sich über den Film informiert, desto vorteilhafter ist es für den Spannungsbogen, der hier gezogen wird. Deswegen soll hier auch nicht zu viel über den Film verraten werden. Wie wohl jedoch klar sein sollte, ist längst nicht alles so, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Wer steckt hinter den Leichen? Warum findet sich diese scheinbar so heterogene Truppe in einer abgelegenen Hütte im Wald? Was weiß Brown Eyes? Sind die gegenseitigen Verdächtigungen angebracht? Viele Fragen werden im Laufe des Films aufgeworfen und am Ende werden nicht alle vollständig beantwortet. 

Als Zuschauer heftet man sich an die Fersen Johns, der einem als Anker im Film dient. Und als Zuschauer muss man sich mit dem Gedanken anfreunden, dass der Sympathieträger vielleicht doch eine andere Agenda im Schilde führt als zunächst angenommen. John ist ein interessanter Charakter, der sehr unter der Extremsituation leidet und versucht Licht ins Dunkel zu bringen. Copley spielt seine Figur mit der gemessenen Ernsthaftigkeit und reißt den Film an sich. Das restliche Ensemble, bleibt weniger in Erinnerung, wird aber auch längst nicht so stark in Szene gesetzt, wie der Protagonist. Auch die Charaktertiefe bleibt bei den anderen Figuren auf der Strecke. Einzig mittels einiger, weniger Flashbacks, bringt man mehr Pinselstriche auf die Leinwand. Überzeugend ist das am Ende des Tages allerdings nicht. 

 

Leider distanziert man sich in OPEN GRAVE im späteren Verlauf vom Psychothriller, mit packender Atmosphäre und verwandelt sich in einen seichten Horrorfilm, mit wandelnden „Toten“. Ein nicht ganz nachvollziehbarer Schritt, der bemüht wirkt und nur zeitweilig aufgeht. Zum Ende hin setzt man auch eher auf Überraschungen in der Story und Tragik, was recht bemüht wirkt. Das heterogene Gemisch ist dann nur noch schwer zu verdauen und so bleibt der starke Auftakt in Erinnerung, während der Rest zum Einheitsbrei verkommt. Für eine kleine Produktion aber sicherlich immer noch sehenswert.

 

- Fazit - 

Solider Horrorthriller, der fast im Alleingang von Sharlto Copley getragen wird. Das Drehbuch zerfranst sich mit zunehmender Laufzeit und am Ende bleibt vom vielversprechenden Thriller leider nicht mehr so viel übrig. Trotzdem immer noch gelungene Unterhaltung.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.3/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 26. September 2014
DVD Verkaufstart: 26. September 2014

Publisher: Universum Film

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 97-Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch für Hörgeschädigte

Extras

  • Trailer vor Menüstart:
    *The Last Days On Mars (1:08 Min.)
    *Mr. Jones (1:47 Min.)
  • Die Dreharbeiten in Ungarn (4:18 Min.)
  • Die Story (4:01 Min.)
  • Die Zusammenarbeit mit Gonzalo (5:27 Min.)
  • Trailer
    *Open Grave (1:26 Min.)
  • Originaltrailer (1:26 Min.)
  • Trailershow
    The Last Days On Mars (1:08 Min.)
    Mr. Jones (1:47 Min.)
    Haunt (1:37 Min.)
    Party Invaders (2:30 Min.)
    Ironclad 2 - Iron Fist (1:26 Min.)
    Machete Kills (1:33 Min.)

Kritik Extras
Relativ schwache Extras, die weder in die Tiefe gehen, noch sonderlich umfangreich ausfallen. Ein paar Minuten gewährt man einen Blick hinter die Kulissen und spricht über die Arbeit mit dem Regisseur, darüber hinaus geht der interessierte Zuschauer leer aus.

Wertung: 3|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

3.0/10 rating 1 vote
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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