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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Mai15

Texas Chainsaw 2D

Texas Chainsaw 2D

Originaltitel: Texas Chainsaw 3D
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Horror

Freigabe: FSK-18
Regie: John Luessenhop

Darsteller: Alexandra Daddario, Dan Yeager, Scott Eastwood, Tania Raymonde, Bill Moseley u.a.

Die hübsche Heather erfährt, dass sie einst adoptiert wurde und ihre leibliche Großmutter ihr ein Haus in Texas vermacht hat. Daraufhin reist sie mit ihrem Freund, der Freundin Nikki und deren Teilzeit-Lover in den knorrigen Süden, um ihr Erbe zu begutachten. Dies stellt sich als ansehnliche Villa heraus, die allerdings ein (lebens)gefährliches Geheimnis im Keller verbirgt: Ihren tot geglaubten Cousin Leatherface. Prompt schreitet der mörderische Maniac zum Metzelwerk, als er versehentlich freigelassen wird.

- Kritik -

Dass Franchise rund um Leatherface zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Reihen des Horror-Genres. Nachdem Tobe Hooper mit dem Original aus dem Jahr 1974 einen Meilenstein vorlegte, folgten fünf weitere Filme, die entweder als Sequel, Reboot, Remake oder Prequel konzipiert und von unterschiedlicher Qualität waren.  Nachdem Michael Bays Produktionsfirma „Platinum Dunes“ aufgrund des durchwachsenen Einspielergebnisses von TEXAS CHAINSAW MASSACRE: THE BEGINNING auf weitere Produktionen verzichtete, sicherte sich „Millennium Films“ die Lizenz und kündigte frühzeitig an, den neuesten Ableger in 3D zu produzieren. Doch die viel interessantere Frage war ja, wie es inhaltlich weitergehen sollte und wo die Story von TEXAS CHAINSAW 3D ansetzen würde. 

Der grundsätzliche Gedanke ist dabei sowohl aus logischen und rechtlichen Gründen ebenso nachvollziehbar wie schlüssig: Man ignoriert alles, was nach dem Hooper-Original gedreht wurde und setzt direkt ans Ende dieses Films an. Dabei zeigt man zu Beginn auch Szenen des Klassikers und bereitet damit den erzählerischen Boden für die weiteren Ereignisse vor. Das ist anfangs durchaus gelungen, wobei sich der Fan darüber freut, dass  mit Gunnar Hansen, John Dugan und  Marilyn Burns drei Darsteller des Originals zu sehen sind. Der Start ist wie gesagt gelungen und lässt darauf hoffen, dass der Film als direktes Sequel zum 74er-Klassiker durchaus funktionieren könnte. Doch die Hoffnung stirbt ziemlich schnell, denn mit fortschreitender Laufzeit entwickelt sich TEXAS CHAINSAW 3D zu einem recht großen Ärgernis, weil sehr schnell klar wird, dass der Ansatz einer reinen Fortführung nur aus kreativer Verzweiflung gewählt wurde, und nicht etwa, weil man einen „Plan“ in der Hinterhand hatte. Nicht nur, dass man dem Original plötzlich Figuren andichtete, die nie da waren und die verrückte Familie dann auch noch anders porträtierte: Man springt dann etwa 20 Jahre in die Zukunft und schert sich fortan überhaupt nicht mehr darum, ob  Zeitangaben und Umstände passen, oder nicht. Diese Patzer sind dann auch so schwerwiegend, dass sie selbst Zuschauern auffallen, die noch keinen Film aus der Reihe gesehen haben. 

Das Drehbuch – an dem auch Adam Marcus beteiligt war, der bei JASON GOES TO HELL bereits für die Friday-Serie aktiv war – entwickelt sich fortan zu einem reinen Slasher, der inhaltlich wie optisch an die Slasher-Welle der 90er-Jahre erinnert und somit kaum noch etwas mit dem Ansatz von Tobe Hooper gemein hat. Was jedoch viel schlimmer ist: Das Drehbuch ist eine mittlere bis peinliche Katastrophe. Die Figuren sind wandelnde Klischees und austauschbar, wobei sich bis auf Hauptdarstellerin Alexandra Daddario auch niemand sonderlich bemüht, das schwache Skript vergessen zu lassen. Die Story ist dürftig, holprig, unlogisch und noch dazu schwach inszeniert, da Regisseur John Luessenhop, der mit dem durchaus annehmbaren TAKERS auf sich aufmerksam gemacht hatte, kein Gespür für Atmosphäre hat. Der Geschichte wird dann am Ende die Krone durch eine Art Twist aufgesetzt, der völlig unglaubwürdig, erzwungen und gewollt wirkt. Im Anbetracht dieser völligen und fast schon absurden Drehbuch-Katastrophe muss man sich ernsthaft fragen, wer die 20-Millionen-Dollar-Produktion in dieser Form durchgewunken hat.

Selbst wenn man den Ansatz des starken Originals und des durchaus sehenswerten Remakes ausblendet, bleibt unter dem Strich nur ein handwerklich sauber inszenierter Durchschnitts-Slasher, dem man sein für das Genre recht hohe Budget zwar ansieht, der jedoch mehr und mehr in seine Einzelteile zerfällt und nur durch seine Kurzweiligkeit über die Runden kommt. Der Härtegrad ist recht hoch und dürfte die Splatter-Fans trotz einiger unnötiger CGI-Einlagen zufriedenstellen, wobei auch hier wenig einfallseich vorgegangen wurde und es eher wie eine lästige Pflicht wirkt. Der Faktor 3D wurde bei der Bewertung außen vorgelassen, wobei recht deutlich wird, wo der Effekt einsetzen sollte – und auch das dürfte dann nicht überzeugen. 

Für die bereits angekündigte(n) Fortsetzung(en) muss man schwarzsehen, denn TEXAS CHAINSAW 3D hinterlässt so viel zerbrochenes Porzellan, dass es trotz einiger guter Ansätze schwierig werden dürfte, hier anzusetzen, ohne dass es dann endgültig den Bach runtergeht. 

- Fazit -

Eine herbe Enttäuschung und sicherlich einer der  schwächsten Beiträge innerhalb der Reihe. Die guten Ansätze werden achtlos verschenkt, die Story ist schwach und unlogisch, die Figuren bleiben blass und die Inszenierung einfallslos.  Einzig das recht hohe Tempo, einige Splatterszenen und attraktive Darstellerinnen retten den Film vor dem endgültigen Absturz. So reicht es aufgrund einiger netter Ansätze gerade noch so eben für  

Wertung 4|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.3/10 Bewertung (10 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 02. Mai 2013
DVD Verkaufstart: 08. Mai 2013

Publisher: Constantin Film 
Verpackung:
 Keep Case (Amaray) 
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 87 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS, Dolby Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch für Hörgeschädigte

Extras

  • 12 Interviews  
  • Blick hinter die Kulissen (3:20 Min.)
  • Es steckt im Fleisch (7:31 Min.)
  • Der alte Bauernhof (14:14 Min.)
  • Alternativer Anfang (3:14 Min.)
  • Originaltrailer Deutsch (2:22 Min.)
  • Originaltrailer Englisch (2:19 Min.)
  • Audiokommentar mit Regisseur John Luessenhop und Darsteller Dan Yeager
  • Unsere DVD-/Blu-Ray-Empfehlung (1:58 Min.)
  • Trailershow mit Trailern zu 4 weiteren Titeln- 1 Trailer beim Start der DVD

Kritik Extras
Uns lag ein Presse-Screener ohne Bonusmaterial vor, daher entfällt die Wertung.

Wertung: x|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.8/10 Bewertung (4 Stimmen)
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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