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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Jan25

The Shallows - Gefahr aus der Tiefe

The Shallows - Gefahr aus der Tiefe

Originaltitel: The Shallows
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Thriller, Horror, Drama
Freigabe: FSK-12
Regie: Jaume Collet-Serra
Darsteller: Blake Lively, Óscar Jaenada, Angelo Jose u.a.

Preis zum Test: EUR 16,56


 

Inhalt: Nachdem ihre Mutter einer tödlichen Krankheit zum Opfer gefallen ist, macht sich die Medizinstudentin Nancy (Blake Lively) aus ihrer Heimat in Galveston, Texas auf nach Mexiko. Sie sucht den geheimen Strand, an dem sich ihre Mutter hatte fotografieren lassen als sie gerade mit Nancy schwanger geworden war. Nancy hat Glück und findet den paradiesischen Ort. Die Wellen und das gute Wetter nutzt sie zum Surfen, trifft auch zwei weitere Wellenreiter, die ihr noch mit auf den Weg geben, welche Gefahren lauern - die rasch einbrechende Dunkelheit sowie der felsige und mit Feuerkorallen versehene Grund. Als die beiden Herren bereits weg sind, entdeckt Nancy einen verwundeten Wal. Als sie daraufhin ans Ufer zurückkehren will, wird sie plötzlich in die Tiefe gezogen. Ein Weißer Hai ist ins Paradies gekommen und für Nancy beginnt der Kampf auf Leben und Tod.

 


 

 



- Kritik -
       

Haie gehören eindeutig zu den am meisten missverstandenen Tieren der Welt. Haie sind perfekte Jäger, die den Menschen seit Jahrzehnten faszinieren und gleichzeitig Urängste in Menschen wecken. Dies, obwohl Haiangriffen erwiesenermaßen statistisch überaus selten vorkommen. Immer wieder bedient man sich des Knorpelfischs, um Thriller und Horrorfilme mit einem Antagonisten auszutstatten. Spielbergs DER WEISSE HAI (1975) ist wohl der bekannteste und gelungenste Vertreter. Weniger gut gelungen hingegen Trash-Granaten wie SHARKNADO (2013) oder der durchwachsene BAIT (2013). Irgendwo dazwischen platziert sich DEEP BLUE SEA (1999), wo sich der lang erwartete Film MEG (2017) einreihen wird, das muss sich noch zeigen. THE SHALLOWS hingegen ist die neueste Regiearbeit von Jaume Collet-Serra, der bereits mit THE ORPHAN (2009) einen gelungenen Genre-Vertreter ablieferte. Bereits hier bewies er ein gutes Händchen für Spannungsaufbau und wohldosierten Horror. 
 

Nach einem kurzen Auftakt, der vermuten ließe, dass man es mit einem Found Footage Film zu tun bekommt, umschifft man gekonnt diese derzeit so beliebte Präsentationsform, um die Protagonistin Nancy (Blake Lively) einzuführen. Nancy ist Beifahrerin bei einem Mann Namens Carlos (Óscar Jaenada) der sie zu abgelegenen Bucht bringt, die bereits ihre Mutter vor Jahren besuchte. Ein kurzer Dialog entfaltet sich, der auf Grund der Sprachbarriere recht amüsant ausfällt. In recht groben und zügigen Strichen wird eine Hintergrundgeschichte gepinselt, die recht plakativ, gleichzeitig zweckdienlich ist. Nancys Mutter ist kürzlich verstorben und die angehende Ärztin ist auf einem Selbstfindungstrip, der sie ans andere Ende der Zivilisation und scheinbar ins Paradies führt. Die Motivation, die Selbstzweifel werden auf dem Silbertablett präsentiert und werden nicht weiter vertieft. Allzu subtil geht man dabei nicht vor, doch gießt man ein Fundament, auf dem später aufgebaut wird. 

 
Hiernach inszeniert Collet-Serra die junge Schauspielerin in bester Musikvideo-Manier mit Nahaufnahmen ihres wohlgeformten Körpers und unter Nutzung eines beat-lastigen Scores. Man wähnt sich einer Surfer-Dokumentation und Collet-Serra spielt gekonnt mit der Erwartungshaltung des Zuschauers, der nur darauf wartet, dass sich nun endlich der eigentliche Horror entfaltet. Als der Haiangriff schließlich kommt geschieht dies mit einer entsprechenden Plötzlichkeit und nur knapp kann Nancy dem Tode entrinnen. Doch findet sie sich plötzlich inmitten des Meeres auf einem einsamen Felsen wieder. Weit vom rettenden Ufer entfernt. Blake Lively muss den Film nachgerade im Alleingang tragen und erhält nur gelegentlich menschliche Unterstützung in Form von Kurzauftritten. Die tierischen Kollegen Sully, eine verletzte Möwe und selbstverständlich der weiße Hai sind hingegen sehr präsent. 

Gerade bei Letzterem kommt man jedoch nicht umhin über das unrealistische Verhalten zu sinnieren. Auf Realismus erpichte Zuschauer werden hier die Nase rümpfen, denn wieder einmal verkommt der Hai zu einem brutalen Killer, der keine Gelegenheit ungenutzt lässt, um Menschenfleisch zu kosten, ohne dass es ihm dabei darum ginge seinen Appetit zu stillen. Diese (bittere) Pille muss man allerdings schlucken, wenn man auf seine Kosten kommen möchte, bildet sie doch die Basis des Films. Akzeptiert man diese Ausgangslage, weiß THE SHALLOWS auch wahrlich zu fesseln. Abseits vom Verhalten ist die visuelle Darstellung zudem überaus gelungen. Immer wieder sieht man die Umrisse des Hais durchs Wasser gleiten, in anderen bekommt man ihn in voller Pracht zu sehen, um ja keine Langeweile aufkommen zu lassen. Gleichzeitig bringt man Nancy ein ums andere Mal in eine neue, gefährliche Situation, um den furchteinflößenden Killer in Szene zu setzen. 

Trotzdem fällt der Mittelteil etwas langatmig aus und der theatralische Monolog in die Action-Cam ist auch recht grenzwertig. Doch Blake Lively hat ihre Rolle jederzeit im Griff und ist sich nicht zu fein vollen Körpereinsatz sowie Mut zur „Hässlichkeit“ zu zeigen. Denn die kräftezehrende Zeit auf dem Felsen hinterlässt sichtbare Spuren im Gesicht und am Körper. Im letzten Drittel tritt man dann allerdings das Gaspedal voll durch und gerät dabei stark ins Trudeln. Die Action nimmt Überhand und die Glaubwürdigkeit wird arg überstrapaziert. Doch trotzdem vermag Collet-Serras Regie das Boot gerade noch vor dem Untergang zu bewahren und baut die Spannung bis zum Siedepunkt auf. Weniger gelungen hingegen, dass man nach dem schweißtreibenden Finale, noch einen Epilog anfügt, der zwar Nancys persönliche Geschichte zum Abschluss bringt, jedoch in der Form nicht notwendig gewesen wäre. Am Gesamtpaket, welches überaus gelungen ist, ändert dies freilich nichts.

- Fazit -  

Um bei THE SHALLOWS auf seine Kosten zu kommen, sind  ein paar Zugeständnisse vom Zuschauer unabdinglich. Für die Dramaturgie musste man beim Drehbuch wieder einmal den unbarmherzigen Killer bemühen. Der Hai verkommt zu einer kaltblütigen Bestie, der man nachsagen könnte, sie würde einen Groll gegen Menschen hegen und dabei ein besonderes Augenmerk auf Nancy richtet. Andererseits soll THE SHALLOWS in erster Linie unterhalten und die Prämisse ist ein simpler Kniff, um die Spannung im Film aufzubauen und den Zuschauer in den Sessel zu pressen. Akzeptiert man diese Ausgangslage, bekommt man einen schweißtreibenden Film präsentiert, der einen bis zum überspitztem Finale nicht vom Haken lässt. Blake Lively liefert eine sehr gute Leistung ab und als Zuschauer zittert man durchgehend mit ihr mit.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 27. Dezember 2016
BD Verleihstart: 27. Dezember 2016

Publisher: Sony Pictures

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 2,40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 86 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
3. Russisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:

  • 3 Entfallene Szenen (4:51 Min.)
  • Der Dreh von "The Shallows - Gefahr aus der Tiefe" (5:57 Min.)
  • Wenn Haie angreifen (7:34 Min.)
  • Wie man einen Hai konstruiert (6:56 Min.)
  • Die Suche nach dem perfekten Strand: Lord Howe Island (6:01 Min.)
  • Trailer

Kritik Extras
Leider fallen die Extras nicht so umfangreich aus, wie bei einem Film dieser Machart wünschenswert wäre. Es ist lediglich die Spitze des Eisbergs, die hier präsentiert wird. Ein umfangreiches Making Of mit Fokus auf die Dreharbeiten sowie die Post-Production wäre wirklich wünschenswert gewesen.

Wertung: 4|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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