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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug30

Trollhunter

Trollhunter

Originaltitel: Trolljegeren
Herstellungsland: Norwegen
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Horror

Freigabe: FSK-16
Regie: André Ovredal

Darsteller: Otto Jespersen, Hans Morten, Hansen Tomas, Alf Larsen, Johanna Mørck, Knut Nærum u.a.

In den kaltnassen, depressiven und dünnbesiedelten Naturgebieten Norwegens erstreckt sich ein Mysterium von Zwischenfällen: Tote Bären, sonderbar umgefallene Baumschaften und Anblicke nicht nachweisbarer Verwüstung erzeugen Aufruhr inmitten lokaler Örtlichkeit. Als ein Dreiergespann von Studenten für eine Dokumentation um die stattgefundenen Vorkommnisse mit Filmapparatur und Schaffenslust anrückt, übertrifft das, was sie im dichten norwegischen Unterholz ausfindig machen, ihre kühnsten Vorstellungen und rührt rundheraus aus den Erzählungen, Sagen und Märchen der nordischen Mythologie ...

- Kritik -

Was passiert denn in Norwegen? Nicht nur, dass man mit der Cold-Prey-Trilogie eine international gut aufgenommene Slasher-Trilogie ins Rennen schickte: Jetzt wagt man sich auch noch an das derzeit so beliebte Subgenre der Mockumentary im Stile von[REC], CLOVERFIELD oder BLAIR WITCH PROJECT. Doch gleichzeitig bietet TROLLHUNTER bereits im Trailer einige sehenswürdige Special Effects, die man – arrogant wie man ist – den Norwegern gar nicht zutrauen würde. Was ist also dran an dieser merkwürdigen Mischung, die bei uns sogar einen Kinostart erhielt?



Einiges und nichts ist dran an diesem norwegischen Genremischling. Regisseur und Drehbuchautor André Øvredal ist über weite Strecken ein bemerkenswerter Debütfilm geglückt, der sich jedoch selbst schadet, weil er nicht weiß, was er denn nun sein will.
Die Ähnlichkeiten zu Vertretern wie BLAIR WITCH PROJECT (BWP) oder CLOVERFIELD liegen auf der Hand und es wird auch gar nicht erst versucht, innerhalb dieser Pseudodoku-Ausgangssituation etwas zu verändern. Doch während BWP gar nichts zeigte und prinzipiell nur durch die geschickte Soundkulisse und die beklemmende Inszenierung Spannung erzeugte, geht TROLLHUNTER einen anderen Weg und zeigt überraschend schnell, was er optisch zu bieten hat. Anders ausgedrückt: Wer erwartet, dass man – wie beim ähnlich gelagerten CLOVERFIELD – sehr lange warten muss, bis man überhaupt irgend etwas sieht, liegt falsch, da Øvredal den ersten Troll bereits im ersten Filmdrittel ins Bild schubst. Und in diesem Umstand liegt eine Stärke des Streifens: Die Effekte mögen nicht bahnbrechend, die agressiven Trolle nicht unbedingt originell designt sein: Trotzdem ist das auf visueller Ebene durchaus beeindruckend gelöst worden, die Effekte brauchen sich sicherlich nicht gegen die US-Konkurrenz zu verstecken, wenn man nun nicht gerade die 150 Mio. Blockbuster als Vergleich heran zieht. Ein recht cleverer Schachzug, weil man die Sehgewohnheiten des Publikums unterläuft und überrascht. 



Die Auftritte der Trolle werden zudem recht geschickt vorbereitet – TROLLHUNTER ist in diesen Momenten lupenreines Horrorkino, passabel inszeniert, clever montiert und Dank einer passenden Soundkulisse durchaus packend. Doch dann macht Øvredal einen Fehler, in dem er nicht nur visuell ansprechendes Horrorkino bieten, sondern gleichzeitig Komödie und Satire sein will. Die Trolle sind durchaus bedrohlich, doch er verniedlicht sie, gibt sie der Lächerlichkeit preis, so dass der reine Horroransatz spätestens beim dritten Troll-Angriff nicht mehr funktioniert. Entweder man geht den eingeschlagenen Weg des Spannungskinos konsequent weiter, oder man macht eine überdrehte Komödie im Stile von EVOLUTION. Beides zusammen funktioniert in dieser Form nicht. Zudem versucht man sich auch an satirischen Einflüssen, die eher gewollt, denn gelungen wirken und schafft es auch nicht, den Figuren irgendeine persönliche Note zu verleihen. Die Ausnahme von der Regel ist der titelgebende Troll-Jäger, der als brummiger Profi nur seine Arbeit macht.

All dies führt jedoch dazu, dass dem Film etwa in der Mitte gewaltig die Luft ausgeht und die dramaturgische Linie, die eine Mockumentary ohnehin nur in Ansätzen aufweisen kann, völlig abhanden kommt. Man hangelt sich dann eher von Troll-Auftritt zu Troll-Auftritt, wobei auch diese - aufgrund des stets gleichen Ablaufs – nicht mehr so von der inhaltlichen  Tristesse ablenken können, wie zuvor. Erst zum Ende hin nimmt TROLLHUNTER wieder Fahrt auf und geht noch einmal in die Vollen. Das entschädigt zwar für das etwas lahme zweite Drittel, kann es jedoch nicht vergessen machen. So bleibt es am Ende bei einer sehenswerten, im Ansatz originellen Idee mit überraschend souveränen Effekten, der eine etwas straffere Hand und eine klare Richtungsangabe sicherlich gut getan hätte.
 

- Fazit -

Sehenswert und unerhaltsam, aber insgesamt dann doch zu zäh, da scheinbar niemand wusste, ob man nun einen Horrorfilm, eine Komödie oder eine Satire drehen wollte. Gute Effekte, ein paar nette Einfälle und das sichtbar erkennbare Potenzial von Regisseur André Øvredal sorgen für annehmbare Unterhaltung, aber hier wäre mehr drin gewesen.

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

2.1/10 Bewertung (7 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: -
DVD Verkaufstart: 01.09.2011


Label: Universal
Verpackung: Keepcase
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: 100 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1.Deutsch (Dolby Digital 5.1) 

2.Norwegisch (Dolby Digital 5.1) 
3.Französisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Französisch

Extras
  • Unveröffentlichte Szenen (3:26 Min.)
  • Improvisationen und Outtakes (2:01 Min.)
  • Erweiterte Szenen (7:43 Min.)
  • Visuelle Effekte (5:54 Min.)
  • Hinter den Kulissen (23:08 Min.)
  • Galerie (6:08 Min.)
  • 1 Trailer beim Start der DVD

Kritik Extras
Ansehbar und unterhaltsam, doch insgesat viel zu kurz. Auch ein AK wäre wünschenswert gewesen. Trotzdem noch guter Durchschnitt.

Bewertung: 5.5 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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