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Mär26

Two Headed Shark Attack

Two Headed Shark Attack

Originaltitel: 2-Headed Shark Attack
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2012
Genres: Action, Science-Fiction, Horror
Freigabe: FSK-18
Regie: Christopher Ray
Schauspieler: Carmen Electra, Charlie O'Connell, Brooke Hogan, Gerald Webb, David Gallegos u.a.

Nachdem ein Schiff durch den Angriff eines mutierten Riesenhais mit zwei Köpfen versenkt wurde, retten sich die Überlebenden auf ein verlassenes Atoll. Dabei wollten sie doch nurlernen, wie man auf dem Ozean navigiert. Nun muss die Studentengruppe um Dr. Anne Babish (Carmen Electra) und Professor Babish (Charlie O'Connell) erst einmal warten, bis das Schiff repariert wird. Auf der Insel gibt es nicht viel zu tun, denn sie ist bis auf eine verlassene Hütte und einige veraltete Boote, die nicht mehr benutzt werden können, menschenleer. Zeit sich auszuruhen und zu sonnen bleibt ihnen aber nicht. Denn der Hai attackiert das Korallenriff unter der Insel, wodurch sich die Insel anfängt, langsam zu sinken. Lange werden die Gestrandeten also nicht mehr sicher vor dem zweiköpfigen Monster sein.

- Kritik -


Es ist immer wieder erstaunlich, was sich das Außenseiter-Studio The Asylum einfallen lässt, um ihre ebenso lukrative wie obskure Tier-Horror-Serie am Leben zu erhalten.  Nachdem nun diverse Riesenmonster a´la Mega Shark, Mega Piranha oder Mega Python auf die mehr oder minder gewillte Gunst der Zuschauer losgelassen wurde, ist es nun ein zweiköpfiger Hai, der das Interesse an weiteren Monster-Streifen aufrecht erhalten soll.  Hinter der Kamera nahmen altgediente Asylum-Recken ihren Posten ein, die schon einige filmische Absurditäten unter die Leute gebracht haben. Vor der Kamera gibt es ein Wiedersehen mit Ex-Baywatch-Nixe Carmen Electra, Ex-Sliders-Hauptdarsteller Charlie O'Connell und der Hulk-Hogan-Tochter Brooke. Klingt doch nach allerbestem Trash-Vergnügen, oder? 

Leider kann 2-HEADED SHARK ATTACK die Trash-Fans nur bedingt überzeugen, da Regisseur Christopher Ray – Sohn der Trash-Legende Fred-Olen Ray und als Filmemacher u.a verantwortlich für die Asylum-Variante von THOR – das Ganze überwiegend viel zu ernst nimmt – und das bricht am Ende diesem Streifen das Genick, da es unmöglich ist, diesen inhaltlichen Firlefanz auch nur ansatzweise seriös umsetzen zu wollen. Verzeiht man bei einer bewusst überzogenen Inszenierung wie MEGA PIRANHA inhaltlichen Quatsch, Unlogik und anderen Unsinn, fällt es dem Zuschauer selbst bei größter Sympathie schwer, die Fehler dieser  unfassbar einfallslos zusammen geknüppelten Story zu übersehen. Dabei böte das Skript gerade wegen seiner inhaltlichen Schlichtheit genug Platz, um ein Trash-Feuerwerk vom Allerfeinsten zu zünden. Stattdessen versucht sich Ray tatsächlich an Suspense-Szenen a´la Spielberg  und scheitert dabei ebenso an den eigenen Fähigkeiten, wie auch den miesen Darstellern oder den wie gewohnt katastrophalen Effekten. Bemerkenswert ist allenfalls, dass diesmal nicht nur mit CGI-Effekten gearbeitet, sondern teilweise auch Modelle eingesetzt wurden. Aber das verbessert den Eindruck nicht unbedingt zum positiven, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Wer eine objektive Kritik erwartet, kann prinzipiell hier aufhören, weiter zu lesen, denn rein faktisch gesehen funktioniert 2-HEADED SHARK ATTACK aus den genannten Gründen weder als Trash- und schon gar nicht als normaler Film. Das sollte Warnung genug sein.

Jetzt kommt jedoch das kleine, jedoch nicht zu vernachlässigende „aber“: Der Streifen besitzt für die Zielgruppe trotz dieser Mängel einen gewissen Unterhaltungswert. Obwohl Christopher Ray sich müht und tapfer gegen den Trash des Drehbuchs inszeniert, ist auch er nicht in der Lage, aus diesem Streifen einen ernst zu nehmenden Streifen zu zaubern. Alleine schon die Idee, dass der Hai – dessen erstes Design übrigens vorsah, dass die zwei Köpfe übereinander liegen – die Insel versenken will, um an seine Opfer zu kommen, ist dermaßen bescheuert, dass man darauf erst einmal kommen muss. Diverse Logiklücken, Anschlussfehler und sonstige filmische Fehltritte später, stellt man zudem fest, dass der Film ein recht hohes Tempo an den Tag legt. Entweder zerfetzt der Hai irgendein  Opfer in Stücke, oder eine der zahlreichen üppig ausgestatteten Darstellerinnen reißt sich den Bikini vom Leib. In diesem Zusammenhang ist 2-HEADED SHARK ATTACK übrigens wesentlich härter und freizügiger ausgefallen, als die bisherigen Ausgeburten der Asylum-Monster-Reihe. Und wenn weder Drehbuch noch Regie weiter wissen, wird halt kurz zu Carmen Electra geschnitten, die mindestens ein Drittel des Films damit verbringt, sich auf dem Deck eines Schiffes zu räkeln. Wer also der primitiven Mischung aus Blut, Brüsten und diversen Hai-Angriffen etwas abgewinnen kann, kommt hier durchaus auf seine Kosten. Wer auch nur im Ansatz mehr erwartet,  wird die DVD/BD nach einmaliger Sicht allenfalls noch als Frisbee benutzen. Für die Fans gilt: Kumpels einladen, Bier auf den Tisch und Spaß haben. Allerdings sollte der Getränkevorrat dann schon sehr üppig ausfallen.

 

- Fazit -

Als reiner Trashfilm hätte 2-HEADED SHARK ATTACK durchaus funktionieren können, doch wie bei so vielen anderen Asylum-Produktionen auch, will man den Anschein erwecken, mehr zu sein, als man tatsächlich ist. Daher kann der Film weder als annehmbarer Tierhorror-Beitrag ernst genommen, noch als Trash-Feuerwerk angepriesen werden. Allerdings ist das Tempo recht hoch und wem es reicht, entweder einen schlicht animierten zweiköpfigen Hai auf Beutejagd zu beobachten, oder reichlich nackte Haut serviert zu bekommen, dürfte in Anbetracht einiger wirklich wahnwitziger Ideen noch halbwegs zufrieden gestellt werden. Insgesamt aber so oder so bei weitem zu wenig.

Bewertung: 3 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

4.2/10 Bewertung (12 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

  

DVD Verkaufsstart: 21. Juni 2012
DVD Verleihstart: 21. Juni 2012 

Label: dtp entertainment
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja 

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 85 Minuten

Uncut: Ja 

Ton:
nicht bekannt 

Untertitel 
nicht bekannt 

Extras:
nicht bekannt 

Kritik Extras:
Uns lag noch der US-Screener ohne jegliche Extras vor, daher entfällt eine Wertung.

Bewertung: x | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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