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Aug07

300: Rise of an Empire

300: Rise of an Empire

Originaltitel: 300: Rise of an Empire
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Action, Abenteuer
Freigabe: FSK 18
Regie: Noam Murro

Darsteller: Rodrigo Santoro, Lena Headey, Eva Green, Jack O'Connell, David Wenham u.a.

Während die Spartaner an den Thermopylen gegen das Landheer des persischen Gottkönigs Xerxes (Rodrigo Santoro) kämpfen, verteidigt der Athener Themistokles (Sullivan Stapleton) den Seeweg gegen die zahlenmäßig weit überlegene persische Flotte. Sowohl seine Geschichte als auch die der persischen Befehlshaberin Artemisia (Eva Green) sind eng mit der Geschichte des Konflikts verzahnt: Bei der Schlacht von Marathon während der persischen Invasion unter Xerxes' Vater Darius (Igal Naor) vor zehn Jahren stoppte Themistokles die persischen Truppen, indem er einen Überraschungsangriff führte und König Darius persönlich mit einem Pfeil tötete. Artemisia hingegen ist Griechin, die von ihren eigenen Landsleuten als Sklavin gehalten und misshandelt wurde, bei den Persern Obhut fand und schließlich zu einem der Befehlshaber König Darius' wurde. Nun will sie die Griechen bei Xerxes' Invasion in die Knie zwingen...

- Kritik -  

Das blutige Schlachten-Epos 300 war eine der größten Überraschungen des Kinojahres 2006. Bei einem Budget von 65 Millionen Dollar spielte der Film weltweit insgesamt über 450 Millionen Dollar wieder ein. Kein Wunder, dass man schnell eine Fortsetzung ankündigte, die sich jedoch immer wieder verzögerte weil Regisseur Zack Snyder mit anderen Projekten beschäftigt war, und auch Frank Miller die Veröffentlichung seiner Comic-Vorlage immer wieder verschob. Schlussendlich brachte man 300: RISE OF AN EMPIRE vor der Veröffentlichung von Millers Grapic Novel in die Kinos, wobei Snyder nur noch als Autor und Produzent mitwirkte, und das Zepter an  Noam Murro weiterreichte, der damit sein Spielfilm-Debüt feierte. 

Inhaltlich beschritten Snyder und sein Mit-Autor Kurt Johnstad einen interessanten Weg, weil 300: RISE OF AN EMPIRE sowohl vor, während und auch nach dem Vorgänger spielt und somit weder ein klassisches Sequel noch Prequel ist. Was in der grauen Theorie eventuell etwas sperrig klingen mag, funktioniert in der Umsetzung ausgesprochen gut und zählt zu den Pluspunkten des Films. Nüchtern betrachtet bietet das CGI-Action-Gewitter kaum eine nennenswerte Handlung, doch durch den Kniff, die wenigen Story-Elemente auf verschiedenen Ebenen anzusiedeln erweckt man ein Gefühl von Bedeutung, die der Streifen eigentlich gar nicht aufweist. Positiv auch die Spielfreude von Eva Green, die als bitterböse Artemisia sichtlich Spaß an ihrer Rolle hat und den Part ohne Angst vor Übertreibungen anlegt. Ihre changierende Art würde in einem anderen Umfeld völlig übertrieben wirken, passt aber perfekt zu den ohnehin völlig überzeichneten Comic-Elementen, die sowohl den Vorgänger, wie auch den Nachfolger auszeichnen.

Die Fights sind grandios choreographiert und sehr blutig – übertreffen dabei sogar das Original in der expliziten Zeigefreudigkeit – umgesetzt, die Szenen auf dem Wasser sind überragend und wuchtig. Stilistisch orientierte man sich natürlich an dem bekannten Stil, wobei die Technik mittlerweile noch etwas ausgereifter wirkt, was die Macher andererseits zu unnötigen Kapriolen verleitete – mit ihnen gingen im wahrsten Sinne des Wortes die Gäule durch. Natürlich kommt auch der Pathos nicht zu kurz, so dass 300: RISE OF AN EMPIRE im Grunde liefert, was er verspricht: Markige Reden, blutige Fights, krachende Action und eine Prise Sex.

Trotzdem kann das zweite Abenteuer nichts ganz mit der Klasse des Originals mithalten, was im Grunde auf zwei Faktoren reduziert werden kann: Einerseits orientiert sich Noam Murro nahezu sklavisch an die von Snyder eingeführte Optik und entwickelt keine neuen Ideen, gewinnt dem Format visuell wie erzählerisch nichts Neues ab. Ihm fehlen auch das Timing und das Gespür, um die Fights abwechslungsreich und frisch umzusetzen. Gerade zu Beginn arbeitet er mit zu vielen Wiederholungen und Zeitlupeneffekten, die den Kämpfen unnötig Rasanz und Härte nehmen. Murro ist so sehr damit beschäftigt, Snyder zu imitieren, dass er neue Dinge gar nicht erst wagt und sich lieber auf das bewährte Konzeptund das in Massen eingesetzte CGI-Blut verlässt.

Andererseits ist Sullivan Stapleton eben kein Gerard Butler. Stapleton ist alles andere als schlecht, gerade auch in den Action-Szenen stets präsent und kann sicher auch nicht als Fehlbesetzung bezeichnet werden. Doch ihm fehlt der ruppige Charme und die reine Präsenz von Butler, der 300 über weite Strecken alleine auf seinen Schultern trug. Natürlich ist die Figur Themistocles auch nicht so stark wie Butlers Leonidas, doch gerade in den ruhigeren Momenten und in den Ansprachen fehlt Stapleton das Charisma Butlers.

Im Vorfeld wurde bereits ein dritter Film aus dem 300-Universum angekündigt. Ob es dazu kommt, ist noch offen, denn trotz gestiegener Produktionskosten von 110 Millionen Dollar spielte 300: RISE OF AN EMPIRE knapp 120 Millionen Dollar weniger als der Vorgänger ein. Das ist immer noch ein ordentlicher Gewinn, aber ob es dem Studio reicht, bleibt abzuwarten. Nach der Sichtung des gelungenen Nachfolgers wäre das aber zu hoffen, denn der ist überraschend sehenswert.

 

- Fazit -

Der Nachfolger des Überraschungserfolgs ist wesentlich besser, als man im Vorfeld erwarten durfte und liefert genau das, was die Fans erwarten: Blutige Fights und wuchtige Action in Perfektion, noch dazu mit einem interessanten erzählerischen Ansatz. Eva Green überzeugt auf ganzer Linie, wobei Gerard Butler nicht zu ersetzen ist. Leider folgt der neue und unerfahrene Regisseur Noam Murro stilistisch  zu stark dem Original und zeigt keinerlei Ambitionen, etwas Eigenständigkeit zu entwickeln. Aber das kann man alles im Gesamtpaket verschmerzen. Absolut sehenswert und spektakulär!

Wertung: 6.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.2/10 Bewertung (5 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 31. Juli 2014
DVD Verkaufstart: 31. Juli 2014

Publisher: Warner Home Video

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 89 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
3. Französisch (Dolby Digital 5.1)
4. Italienisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch für Hörgeschädigte
- Englisch für Hörgeschädigte
- Italienisch für Hörgeschädigte
- Französisch
- Niederländisch

Extras

  • Trailer vor Menüstart
    *Godzilla (02:20 mins)
    *Edge Of Tomorrow (02:21 mins)
  • Die Schlacht auf dem Meer (08:31 mins)

Kritik Extras:
Das Feature ist zwar sehenswert und interessant, jedoch viel zu wenig. keine Interviews, kein klassisches Making of, keine weiteren Features, kein Audiokommentar. Es sei der Fairness zuliebe jedoch angemerkt, dass die Blu-ray wesentlich mehr zu bieten hat. Trotzdem: Dezent enttäuschend bei einem Titel dieser Art.

Wertung: 4|10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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