!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Sep23

BD Kritik: A Beautiful Day

BD Kritik: A Beautiful Day

Originaltitel: You Were Never Really Here
Herstellungsland: Frankreich,
USA
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Drama, Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Lynne Ramsay

Darsteller: Joaquin Phoenix, Ekaterina Samsonov, Alessandro Nivola
u.a.

Wir danken Constantin Film für das Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Joe (Joaquin Phoenix), Ex-Militär und Ex-FBI, ist der Mann, den man bei Kidnapping ruft. Die Vergangenheit hat bei ihm physische und psychische Narben hinterlassen, er ist vom Leben gezeichnet - seine bösen Erfahrungen kann er allerdings bestens für die Rettung minderjähriger Entführungsopfer einsetzen. Als Joe von einem verzweifelten New Yorker Senator den Auftrag erhält, seine halbwüchsige Tochter Nina (Ekaterina Samsonov) zu befreien, die in einem Bordell festgehalten wird, gerät er unerwartet in ein politisches Komplott, in dem Skrupel nicht auf der Tagesordnung stehen. Auf einem Terrain, das er nicht kennt, zwischen Gegnern, die ihm an Macht weit überlegen sind, muss Joe nun um sein Leben kämpfen - und auch Nina will er nicht zurücklassen.

 


 

 


Kritik: Regisseurin Lynne Ramsay, bekannt als Regisseurin von "We Need to Talk About Kevin", bringt nach sechs Jahren mit "A Beautiful Day" (OT: "You Were Never Really Here") ihren mittlerweile vierten Spielfilm auf die große Leinwand. Der Inhalt ihres neusten Spielfilm mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle beschreibt sich wie folgt: Der ehemalige Marinesoldat und Ex-FBI-Agent Joe (Joaquin Phoenix) hat einen nicht gerade alltäglichen Job: Gegen Bezahlung rettet er Frauen aus den Händen organisierter Mädchenhändler. Wie eine Ein-Mann-Armee fällt er in deren Verstecke ein und beseitigt jeden, der sich ihm in den Weg stellt. Als er Nina (Ekaterina Samsonov), die Tochter des mitten im Wahlkampf steckenden Senators Votto aus einem Bordell befreien soll, läuft der Auftrag allerdings völlig aus dem Ruder. Joe verfängt sich in einen Netz aus Intrigen und Korruption. Doch immer weiter in die Enge getrieben, begibt er sich auf einen blutigen Rachefeldzug, an dessen Ende Joe vielleicht sogar mehr retten kann, als seine bloße Existenz. Nach seiner Kinoauswertung erschien "A Beautiful Day" über Constantin Film am 06.09.2018 auf DVD und Blu-ray jeweils im Keep Case. Ob Lynne Ramsay's  Regiedebüt mit "A Beautiful Day" geglückt ist, steht auf einem anderen Blatt und wird im Laufe der Besprechung noch ausführlich thematisiert.



Als der Kriegsveteran Joe eines Tages den Auftrag bekommt die Tochter eines hochrangigen Politikers aus den Fängen ihrer Entführer zu befreien, muss er schnell feststellen, dass er in ein Geflecht aus Gewalt, Korruption und Macht geraten ist. Schnell versinkt er in diesem Konstrukt, das auch vor seinem eigenen Leben nicht Halt macht. Aber nicht nur die Gegenwart bereitet Joe Probleme, auch seine eigene Vergangenheit lässt ihn nicht los. "A Beautiful Day" (OT: "You Were Never Really Here"), hat eine Laufzeit von 89 Minuten und ist der neue Film der schottischen Regisseurin Lynne Ramsay ("We Need to Talk About Kevin"), die neben ihrer Regiearbeit auch das Drehbuch schrieb. Die Romanadaption feierte im Mai 2017 bei den Filmfestspielen in Cannes seine Premiere.


Auch wenn es heutzutage immer mehr Filme gibt, die sich abseits der eigentliche Erwartungen bewegen, schaffen es am Ende doch nur wenige Filme, nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben und zu überzeugen. Vieles hat der geneigte Zuschauer einfach doch schon irgendwo anders gesehen und oft folgt auf den Aha-Effekt die große Ernüchterung. Bei "A Beautiful Day", der irgendwo zwischen "Mann unter Feuer" und "Drive" angesiedelt ist, wird schon nach wenigen Minuten klar, dass die Grenzen des bisher Gesehenen ausgereizt und teilweise auch schon übertroffen wurden. "A Beautiful Day" hat auch damit zu Kämpfen, dass das Thema bereits von vielen anderen Filmen bereits ausführlich und sehr gut thematisiert wurde. Man erwartet demnach was gleichwertiges, vielleicht sogar was besseres und genau da bricht sich "A Beautiful Day" sein Genick. Den der Film ist nicht besser, sondern viel mehr anders auf seiner Weise. Mit den falschen Erwartungen kann das für den Film sogar böse Enden, da die Enttäuschung einfach zu groß ausfällt. Schauspielerisch mag es wohl niemanden überraschen, dass Joaquin Phoenix ("Signs - Zeichen") eine absolut fantastische Performance auf die Leinwand bringt. Joaquin Phoenix ist einfach ein Meister seines Faches und versteht es wie kaum ein Zweiter, sein Schauspiel auf die ihm gegebenen Rollen auszurichten. Mit nur wenigen Dialogen ausgestattet, überzeugt Joaquin Phoenix allein durch seine Körpersprache und wirkt in jeder einzelnen Szene authentisch und nahezu perfekt. Grimmig, brutal und gefährlich, die Wahl des Protagonisten hätte nicht besser sein können. So verwundert es auch nicht, dass sämtliche Nebencharaktere von seiner darbietung regelrecht überschattet werden. Es ist eine One-Man-Show, die Joaquin Phoenix vermutlich wieder in Oscar-Reichweite bringen wird.

Anders als bei der Wahl des Hauptdarstellers wählt Lynne Ramsay bei der Inszenierung einen sehr gewagten Weg. Wilde Schnitte, die in weiten Teilen fast schon abgehackt wirken, erschweren dem Zuschauer den Zugang. Keine Einstellung oder Kamerafahrt dauert länger als ein paar Sekunden, sodass ein ständiger Stressfaktor auf dem Zuschauer übertragen wurde. Darüberhinaus werden dem Zuschauer über  Flashbacks den Weg, die das Verhalten von Joe nachvollziehbar machen, näher gebracht, die jedoch viel Spielraum für Interpretation zulassen. Auch bei der Gewaltdarstellung schwankt Lynne Ramsay immer wieder zwischen einer sehr direkten und einer nur angedeuteten Gewaltdarstellung, sodass der Film nicht in Gefahr läuft, zu einem blutigen Rache-Thriller zu mutieren, wodurch die meisten Kills nur im off statt gefunden haben. Für mehr Gewaltdarstellung hat das Werk aber auch einfach zu viel Tiefe und bietet im gegenzug immer wieder schöne eingefangene Momente, die ganz besonders hervorstechen und mit zum Besten gehört, was in den letzten Jahren auf der Kinoleinwand zu sehen war.

Untermalt wird das Gezeigte vom Soundtrack von Radiohead-Mitglied Jonny Greenwood, der zuletzt für die Akustik in "Phantom Thread" verantwortlich war. Passend zu den tendenziell hektischen Cuts, setzt auch der Soundtrack auf einen Mix aus verstörenden Klängen und treibenden, hypnotischen Melodien. Dem ein oder anderen könnte das möglicherweise an den Nerven zerren und das ist auch genau so beabsichtigt.

Fazit: Kompromisslos, brutal und anders. "A beautiful Day" ist ein Film geworden, der auch noch lange nach der Sichtung nachwirkt. Lynne Ramsay schafft es, ein kurzweiliges Werk zu kreieren, das komplett losgelöst von sämtlichen Konventionen agiert und am Ende leider nicht schaffen konnte die breite Masse zu begeistern. Dafür fallen die Erwartungen zu unterschiedlich aus, da die Story und auch der Trailer ein anderes Bild verspricht. "A beautiful Day" bleibt von Anfang bis Ende bodenständig, versucht nicht zu einem brualen Actionfilm zu mutieren, der mit brualen Kills auf sich aufmerksam machen möchte, wirkt aber im Vergleich mit anderen Filmen wie z.B. "Mann unter Feuer" oder "Drive" einfach anders. "A beautiful Day" verschafft nicht den Eindruck, dass er diese Sparte anscheiden möchte, tut es indirekt aber schon und wirkt dadurch anders und befremdend, als wollte er nicht dazu gehören und das sorgt letztendlich dazu, dass "A Beautiful Day" noch weit davon entfernt ist, ein Meisterwerk seines Genre zu sein.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Userbewertung

4.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

Verkaufstart: 06. September 2018

Publisher:
Constantin Film
Homepage: www.constantin-film.de/kino/a-beautiful-day/

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Anzahl Disks: 1
Wendecover: Ja

Bild: 2,39:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 89 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1, Dolby Digital 2.0 Stereo)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch für Hörgeschädigte

Extras:
*Trailer vor dem Hauptmenu: The 12th Man - Kampf ums Überleben (01:23 Min.)
*Interview Joaquin Phoenix (09:20 Min.)
*Interview Lynne Ramsay (07:30 Min.)
*Trailer Deutsch (02:04 Min.)
*Trailer Englisch (02:12 Min.)
*Unsere DVD/BD-Empfehlung
- Dirty Cops (01:55 Min.)
*Trailershow
- Papillon (2017, 01:31 Min.)
- Shot Caller (02:08 Min.)
- Jugend ohne Gott (01:50 Min.)
- Acts of Violence (02:43 Min.)
- Better watch out (02:05 Min.)

Kritik Extras
Das Bonusmaterial von "A Beautiful Day" enthält je ein Interview mit Phoenix und Regisseurin Ramsay. Dazu gibt’s noch den Originaltrailer.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.0/10 rating 1 vote
Pascal Müller

Pascal Müller

blog comments powered by Disqus
   

Spieltipp  

   

Gewinnspiel #1  

   

Neu im November  


20.11.2018

20.11.2018

20.11.2018

22.11.2018

22.11.2018

22.11.2018

22.11.2018

22.11.2018

22.11.2018

22.11.2018

23.11.2018

27.11.2018

29.11.2018

29.11.2018

29.11.2018

29.11.2018

30.11.2018

30.11.2018

30.11.2018

30.11.2018

30.11.2018

30.11.2018

   

Statistik  

Filme: 1.369
Videospiele: 64
Specials: 85
Interviews: 56
Hardware: 8

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden