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BD Kritik: Death Wish

BD Kritik: Death Wish

Originaltitel: Death Wish
Herstellungsland:
USA
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Action, Thriller, Drama, Krimi
Freigabe: FSK-18
Regie: Eli Roth

Darsteller: 
Bruce Willis, Vincent D'Onofrio, Dean Norris u.a.

Wir danken Universum Film für das Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Der Chirurg Dr. Paul Kersey (Bruce Willis) erlebt die Folgen der Gewalt auf den Straßen Chicagos jeden Tag in der Notaufnahme – bis seine Frau (Elisabeth Shue) und seine Tochter (Camila Morrone) in den eigenen vier Wänden brutal attackiert werden. Da die örtliche Polizei die Ermittlungen nicht vorantreibt und generell von der Verbrechensflut in der Stadt überfordert scheint, beschließt Paul das Gesetz kurzerhand selbst in die Hand zu nehmen. Er begibt sich auf nächtliche Streifzüge und bringt gnadenlos einen Kriminellen nach dem anderen zur Strecke – bis er eines Tages in den Fokus der Medien gerät und sich die Öffentlichkeit zu fragen beginnt, wer eigentlich hinter dem unbekannten Racheengel steckt…

 


 

 


Kritik: Regisseur Eli Roth ("Cabin Fever") konnte mit "Death Wish" einen weiteren Spielfilm auf dem Markt bringen, der jedoch diesmal im Action-Genre heimisch ist und ein Remake zum Klassiker "Ein Mann sieht rot" (OT: "Death Wish) aus dem Jahr 1974 mit Charles Bronson in der Hauptrolle darstellt. Charles Bronson der an einer Lungenentzündung und Alzheimer-Krankheit am 30.08.2003 in Los Angeles, Kalifornien verstorben ist, wird von Bruce Willis ("Stirb Langsam") im Remake zu "Death Wish" verkörpert. Nach seiner Kinoauswertung erschien "Death Wish" über Universum Film am 10.08.2018 auf DVD, Blu-ray und als 4K Ultra HD jeweils im Keep Case. Ob Eli Roth mit seinem Remake zu "Death Wish" auch im Action-Genre einen bleiben Eindruck hinterlassen kann, steht auf einem anderen Blatt und wird im Laufe der Besprechung noch ausführlich thematisiert.



Der Chirurg Dr. Paul Kersey (Bruce Willis) erlebt die Folgen der Gewalt auf den Straßen Chicagos jeden Tag in der Notaufnahme – bis seine Frau (Elisabeth Shue) und seine Tochter (Camila Morrone) in den eigenen vier Wänden brutal attackiert werden. Da die örtliche Polizei die Ermittlungen nicht vorantreibt und generell von der Verbrechensflut in der Stadt überfordert scheint, beschließt Paul das Gesetz kurzerhand selbst in die Hand zu nehmen. Er begibt sich auf nächtliche Streifzüge und bringt gnadenlos einen Kriminellen nach dem anderen zur Strecke – bis er eines Tages in den Fokus der Medien gerät und sich die Öffentlichkeit zu fragen beginnt, wer eigentlich hinter dem unbekannten Racheengel steckt…Für Eli Roth ist das Action-Genre nicht unbedingt eine leichte Fingerübung, waren seine vorherigen Filme wie z.B. "Cabin Fever", "Hostel" oder "The Green Inferno" doch eher im harten Horror-Genre heimisch. Eli Roth schlägt sich allerdings wacker, überrascht aber auch durch unerwartete Zurückhaltung. So setzt das Überfall-Szenario auf die Familie mehr auf Spannung, als auf Härte. Das verwundert gerade deswegen sehr, da gerade Eli Roth dafür bekannt ist, brutale und harte Filme zu liefern. So wurde auf dem Vergewaltigungspart mit der Tocher durch die Einbrecher komplett verzichtet. Natürlich bedarf es dieser Darstellung nicht unbedingt, allerdings fehlt dadurch ein wenig der Emotionalität, den das Original hier geboten hat. Spannend ist die Einleitung dennoch, nur weniger schockierender, als man erwarten würde. Umso verwunderlicher, da Eli Roth die Einbrecher genug Screentime widmet, damit sich diese sich weiter Entwickeln können, je weiter der Film voranschreitet.


Der Charakter Paul Kersey wird im Remake zu "Death Wish" von Bruce Willis verkörpert. Ihm fehlt jedoch den Charme des Otto-Normal-Bürgers. Charles Bronson hingegen war nicht der typische Held. Das machte den Rächer von New York umso wirkungsvoller, da hier ein einfacher Bürger die Straßen säuberte. Bruce Willis hingegen kann nie seinen Action-Charme ablegen, dafür agiert er einfach zu cool, selbst dann, wenn er im Film zu Beginn als unterlegen und defensiv dargestellt wird. Überraschend sind ein paar Szenarien, in denen Bruce Willis mehr als nur böse gucken darf. Da fließen Tränen, da werden Trauer und Verzweiflung überzeugend rübergebracht. Seine Stimmlage verschiebt sich realistisch, als er vom Tod seiner Frau erfährt. Diese Momente wurden authentisch und grandios von Bruce Willis rüber gebracht und untermauen das Szenario sehr passend. Leider fallen diese gekonnten Szenarien wirklich sehr kurz aus. In Nebenrollen sehen wir Elisabeth Shue ("Zurück in die Zukunft 2"), Vincent D'Onofrio ("Full Metal Jacket") und Dean Norris ("Breaking Bad"). Elisabeth Shue darf nur die kitschige Bilderbuch-Ehefrau spielen. Sie ist wie zu erwarten nur Mittel zum Zweck und wird von der Statur eines Bruce Willis regelrecht in den Schatten gestellt. Vincent D'Onofrio hingegen verkörpert Frank Kersey - der Bruder von Paul - was dem dem Ganzen auch eine neue Perspektive gibt. Schließlich ist im Original Charles Bronson völlig auf sich allein gestellt, ohne eine Form von familiärem Rückhalt.

Neuerungen gibt es auch in Form einiger Erweiterungen, die im Remake auch sinnvoll und interessant umgesetzt worden sind. So besucht Paul Kersey eine Therapeutin, um seine anfängliche Trauerphase besser bewältigen zu können. Je weiter der Film voranschreitet verkommt diese Idee allerdings zum bloßen Smalltalk. Während Paul Kersey die Kriminellen beseitigt, spielt er seiner Therapeutin den Weg der psychischen Besserung vor. Im Vergleich zum Original bemüht sich das Remake auch die Wirkung des Rächers auf die Gesellschaft einzufangen. So wird er schnell zum Thema Nummer 1 in den Medien. Dabei inspiriert sein Verhalten auch Nachahmer, die sich entsprechend in Lebensgefahr begeben. Am Ende fallen die Neuerungen etwas negativ auf, weil diese nicht ausführlich in den Fokus gerückt werden. Wenn es zur Sache geht, merkt man sowohl die Erfahrung von Bruce Willis als auch Eli Roth's Gespür für Spannung. Tatsächlich fallen Schießereien und Actionszenen recht spannend und temporeich aus, was auch an der passenden musikalischen Untermalung liegen könnte, wenn die Musik an den passenden Stellen zu Geltung kommt. Aber auch klassische Orchesterklänge tragen zur Spannung bei. Dabei wird zwar keine Meisterleistung geliefert, aber der Soundtrack hingegen rundet die Sache positiv ab.

Es ist kaum zu merken, dass das Action-Genre gar nicht Eli Roth's Metier ist. Als großer Filmfan kennt er das Genre natürlich in-/ und auswendig. Dank unzähliger ähnliche Filme wie z.B. "Death Sentence" gibt es auch eine grobe Vorlage, die Eli Roth folgt. Die Intensität und Abgründigkeit, welche in "Death Sentence" erreicht wurde, wird in "Death Wish" leider nicht eingefangen. "Death Sentence" ging deutlich ernster und nachhaltiger ans Werk. Hier liegt der Fokus neben der Gewalt auch bei der Unterhaltung. Da fällt auch mal eine Bowlingkugel auf den Kopf eines Kriminellen. Die Spirale der Gewalt wird nicht wirklich hinterfragt, sondern unterhaltsam dargestellt. Das war beim Original noch anders, der hingegen eher härter und grob wirkte. Bei Eli Roth funktioniert sein eigener Stil aber dennoch. Ohnehin muss man ihm hoch anrechnen, dass er keine 1:1 Kopie des Originals umsetzte, sondern seinen eigenen Weg ging. "Death Wish" beinhaltet zeitgemässe und solide Actionkost, die zu der heutigen Generation gut passt und den Film auch nicht schlechter, als das Original darstellen lässt. Um den Film zeitgemäss zu verpacken, wurden nämlich auch die Socialennetzwerke und die Bevölkerung zum Thema gemacht. Der Rächer mutiert zur einer Internet-Bekanntheit mit einigen Fans, während im Radio über seine Taten diskutiert wird. Es werden YouTube-Tutorials thematisiert, um den Charakter seine Fähigkeiten auszubauen. Glücklicherweise hebt "Death Wish" nicht so stark ab und wirkt dadurch weiterhin geerdet und bleibt weitgehend realistisch. Es geht auch klassisch und direkt zur Sache. Eine übersteuerung des Schnitts, wie es bei aktuellen Actionfilmen die Regel ist, wird einem bei "Death Wish" nicht geboten. Dementsprechend geht auch die Übersicht nie verloren. Insgesamt ist Eli Roth die Gratwanderung gut gelungen. Das Finale hätte man vielleicht noch etwas ausbauen können, denn das ist doch äußerst kurz geraten.

Fazit: "Death Wish" schafft es an den richtigen Stellen technische und optische Neuerungen einzubauen, die dafür sorgen, dass das Remake authentischer und zeitgemässer wirkt. Hingegen geht der Charme der 70er Jahre beim Remake verloren, da zeitgemässe Inhalte weitgehend thematisiert werden, auch wenn diese nicht zu stark in den Fokus gerückt werden. Die schauspielerische Darbietung von Bruce Willis weiß zu überzeugen, hingegen verirrt sich die restliche Besatzung im Schatten der Action-Ikone und verbleibt als nettes Beiwerk zur Handlung. Die Action wurde temporeich in Szene gesetzt und harmoniert auch mit den eher ruhigeren Phasen im Film. Unter dem Strich will "Death Wish" Unterhalten und das schafft er auch. Das Remake übertrifft das Original letztendlich nicht, ist aber auf seine eigene Weise durchaus sehenswert und Unterhaltsam.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

Verkaufstart: 10. August 2018

Publisher:
Universum Film
Homepage: www.universum.linkaweso.me/deathwish

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Anzahl Disks: 1
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 109 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:
*Audiokommentar Eli Roth (Regisseur) und Roger Birnbaum (Produzent)
*Making of
*Deleted Scenes
*Extended Scenes

Kritik Extras
Im Bonusmaterial umfasst ein Making-of (11-Minuten), das man sich für den Anschluss an den Film aufsparen sollte, wenn man nicht nahezu alle Shoot-outs schon vorab sehen möchte. Oben drauf gibt’s noch deleted Scenes (7-Minuten), die wahlweise kommentiert sind sowie zwei erweiterte Szenen beinhalten. Abgerundet wird das Bonusmaterial mit einem Audiokommentar von Eli Roth.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 rating 1 vote
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