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Aug23

BD Kritik: Der Sex Pakt

BD Kritik: Der Sex Pakt

Originaltitel: Blockers
Herstellungsland:
USA
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Komödie
Freigabe: FSK-12
Regie: Kay Cannon

Darsteller: 
Leslie Mann, Ike Barinholtz, John Cena u.a.

Wir danken Universal Pictures Film für das Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Als drei Eltern zufällig herausfinden, dass ihre Töchter planen, in der Nacht des Abschlussballs ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, starten sie eine geheime Mission, um die Teenager von ihrem Vorhaben abzuhalten. Die drei besten Freundinnen Julie (Kathryn Newton), Kayla (Geraldine Viswanathan) und Sam (Gideon Adlon) sind kurz davor, das elterliche Nest zu verlassen, um aufs College zu gehen. Doch nicht bevor sie es ein letztes Mal richtig krachen lassen. Als Beweis ihrer Freundschaft wollen sie alle drei in derselben Nacht ihr erstes Mal erleben. Doch ihre überfürsorglichen Eltern Lisa (Leslie Mann), Mitchell (John Cena) und Hunter (Ike Barinholtz), die zufällig über einen kryptischen Emoji-Chat stolpern, folgen Ihren Töchtern heimlich in einer chaotischen und ereignisreichen Nacht über den Schulabschlussball bis hin zu hemmungslosen Hausparties, um ihre Pläne zu durchkreuzen.

 


 

 


Kritik: Regisseurin Kay Cannon, bekannt als Drehbuchautorin der "Pitch Perfect"-Reihe, wirft in ihrem Regiedebüt "Der Sex Pakt" (OT: "Blockers") einen Blick auf den Moment, vor dem sich Eltern am meisten fürchten: Die Kinder werden Erwachsen und ziehen in die große, weite Welt hinaus. Dabei spielen nicht nur die typischen Teenie-Thematiken der Töchter, wie Jungs, Alkohol und Drogen eine Rolle, sondern vor allem die Probleme und die Angst der Eltern, ihre Kinder letztendlich los lassen zu müssen. Dabei sind die facettenreichen Figuren individuell gehalten. Nach seiner Kinoauswertung erschien "Der Sex Pakt" über Universal Pictures am 16.08.2018 auf DVD und Blu-ray jeweils im Keep Case. Ob Kay Cannon's  Regiedebüt mit "Der Sex Pakt" geglückt ist, steht auf einem anderen Blatt und wird im Laufe der Besprechung noch ausführlich thematisiert.



Kay Cannon's "Der Sex Pakt" thematisiert zeitgemäß den Generationenkonflikt, denn viele Eltern heutzutage durchleben müssen. Im Fokus der Story stehen eigentlich nicht die Teenager in dem Mittelpunkt, sondern viel mehr deren peinliche Eltern, die um alles in der Welt verhindern wollen, dass ihre kleinen Lieblinge nach dem großen Highschool-Abschlussball ihre ersten sexuellen Erfahrungen machen. Dazu hat sich die Mädchenclique, bestehend aus Julie (Kathryn Newton), Sam (Gideon Adlon) und Kayla (Geraldine Viswanathan), einen Sexpakt beschlossen - sie wollen alle am gleichen Abend ihr Erstes Mal erleben. Die befreundeten Elternteile Lisa (Leslie Mann), Hunter (Ike Barinholtz) und Mitchell (John Cena) erfahren von diesem Sexpakt aus den Messenger-Verläufen ihrer Töchter und begeben sich beschlossen auf einen Keuschheitskreuzzug, der wie zu erwarten von allerlei lustigen bis hin zu Geschmacklosigen Ereignissen geprägt ist. Schnell wird dabei deutlich, dass die Highschool-Mädchen ein weitaus vernünftigeres Verständnis von Sexualität haben als ihre Eltern.


So ist der Verlust der Jungfräulichkeit für die Highschool-Mädchen kein Traum genährt aus der Tatsache die Unschuld schnellsmöglich zu verlieren, sondern das Selbstbewusstsein und einem reifen Bedürfnis nach Intimität zu erreichen. Julie sucht sich dafür ihren Freund Austin aus, Kayla will bei ihrem Laborpartner Connor landen und Sam erwählt Chad, einen nerdigen und korpulenten Highschool-Jungen, von den man eigentlich erwarten müsste, dass er der klassische Außenseiter ist. Aber in diesem High-School-Universum werden diese Rollenbilder nicht bedient. Julie ist die klassische High-School-Schönheit, Kayla die Sportskanone und Sam die schüchterne Brillenträgerin, die eigentlich lesbisch ist und nur an dem Sexpakt teilnimmt um sich selbst zu beweisen, dass Sie zu der Mädchenclique gehört. Die Elterngruppe hingegen schlüpft förmlich in das typische Verhalten einer Mädchenclique hinein und sind sind von ihren Rollen auch nicht ernst zunehmen. Da wäre Julies Mom Lisa, eine Alleinerzieherin die lernen muss zwischen ihr und ihrer Tochter zu differenzieren. Kaylas Dad Mitchell, der für kurze Zeit droht der millionste Witz der Filmindustrie zu dem Thema väterliche Überfürsorglichkeit zu werden. Und zu guter Letzt Sams Dad Hunter, der einen peinlichen und kindischen Auftritt bietet und die Highschool-Mädchen besser versteht als die beiden anderen Elternteile. Als das ungleiche Trio über Julies eingeschalteten Laptop stolpern und mitbekommen, wie die Highschool-Mädchen sich in Emoji Sprache auf ihren Sexpakt einstimmen, gehen bei Lisa und Mitchell sofort die Alarmglocken an. Sofort rasen sie den Töchtern hinterher um sie von ihrem Sexpakt abzuhalten. Hunter, der an dem Pakt nichts auszusetzen hat, schließt sich der Mission nur an als er erkennt, dass Sam vor hat mit einem Jungen zu schlafen. In dem elterlichen Wissen, dass seine Tochter das eigene Geschlecht bevorzugt, will er vermeiden, dass sie ihre Unschuld an einen Mann statt eine Frau verliert.

Der kritische Zugang zur weiblichen Sexualität und die unterschiedlichen Sichtweisen machen den Film in jedem Bezug erfrischend und anders. Immer wenn es scheint die Handlung steuere auf das nächste Klischee zu, kratzt die Handlung das Klischee kurz an, umgeht aber rechtzeitig das Klischee und biegt in eine andere Richtung ab. So kommt er vom Unterhaltungswert zwar nicht ganz ohne Körperflüssigkeiten und Sexwitzen aus, es sind aber nicht diese Elemente die in Erinnerungen bleiben. Fraglich wäre z.B. warum die Eltern ein Problem damit haben, dass ihre 16-jährigen Töchter sexuell aktiv werden und ob da nicht eigene Erfahrungen und Vorurteile in die Highschool-Mädchen projiziert werden. Noch offensichtlicher geht hier Mitchells Frau Marcie (Sarayu Blue) vor. Die den ganzen Spuk um dem Keuschheitskreuzzug nicht verstehen kann, wenn nicht einmal die eigenen Eltern eine Erwachsenen und seriöse Sichtweise bieten können. Wenn es Söhne gewesen wären, hätte man den Nachwuchs vermutlich noch ein High Five spendiert.

Während Filme wie z.B. "American Pie" ein High Five nach dem nächsten für die hormongesteuerte Jungs spendiert, werden die Töchter hier von den Eltern immer wieder als ihr Küken bezeichnet. Eine Charakterisierung, gegen sich die Highschool-Mädchen vehement wehren. Kay Cannon verschwendet keine Zeit damit, dass sich die Highschool-Mädchen für ihre Sexualität rechtfertigen müssten. Vielmehr sind es die Charaktere die keine progressive Denkweise an den Tag legen, die in die Bredouille geraten. Sie wollte die spezifische weibliche Sicht auf die Dinge in den Film bringen, erklärte Kay Cannon in div. Interviews. Diese Highschool-Mädchen sollten selber über ihren Körper verfügen, sie sind nicht das Lustobjekt eines Mannes. Die Figuren durchleben im Laufe der Story jeweils eine persönliche Charakterentwicklung. Während die Highschool-Mädchen über ihren eigenen Übermut hinauswachsen, muss jeder Elternteil eine gewisse Aufgabe überwinden, um die Distanz zur Tochter zu durchbrechen: Lisa muss härter werden und ihre Tochter nicht bemuttern, Mitchell hingegen muss lernen, dass seine Tochter eigene Entscheidungen treffen kann und Hunter muss selbst erwachsener werden, um ein guter Vater sein zu können. Schlussendlich ist "Der Sex Pakt" ein Spiegel für die Eltern und somit ein Coming-of-Age Film, in dem es mehr um die Entwicklung und das Erwachsenwerden der Eltern geht als das der Highschool-Mädchen. Dadurch entsteht eine untypische und emotionale Komödie.

Fazit: "Der Sex Pakt" bietet für eine Komödie genug Unterhaltungspotential, der jedoch die Handlung mit dem unteren Ende der Gürtellinie verwechselt, dafür eine interessante Sichtweise, gerade für die Eltern, bietet. In Zeiten von Kurznachrichten und Emojis ist es besonders wichtig, weiblicher Sexualität und Selbstbestimmung unter einem Hut zu schaffen und der Film schafft das ohne belehrend zu wirken. Szenen wie der Arschbier-Kontest, die überzogenen Sexspielchen der Eltern oder die übertriebende Kotz-Szene hätten problemlos ausgespart werden können. Unter dem Stricht leidet der Film gerade in der zweiten Hälfte durch derartige Albernheiten leicht und wird ausgebremst, worunter dann auch die Balance insgesamt etwas in Mitleidenschaft gezogen wird.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 rating 1 vote

 

Verkaufstart: 16. August 2018

Publisher:
Universal Pictures
Homepage: www.upig.de/micro/der-sex-pakt

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Anzahl Disks: 1
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 102 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:
*Unveröffentlichte Szenen
*Rettungsmission
*Gag Reel
*Der Abschlussball
*John Cenas Abschlussball-Überlebenstipps
*Trink! Trink! Trink!
*Line-O-Rama
*Kotzeritis
*Filmkommentar

Kritik Extras
Im Bonusmaterial umfasst ein Unveröffentliche Szenen, wo man neues Material vorfindet, was leider nicht in den fertigen Film geschafft hat. In Rettungsmission erzählen Leslie Mann, Ike Barinholtz, John Cena und Regisseur Kay Cannon über elterliche Fehler und gelernte Lektionen.  In Gag Reel trägt die gesamte Besetzung zu diesen Set-Flows bei. In der Abschlussball diskutieren Filmemacher und Schauspieler darüber, wie sie den perfekten Prom-Look erreicht haben und teilen auch einige ihrer eigenen Prom-Geschichten. Bei John Cenas Abschlussball-Überlebenstipps zeigt John Cena ein Survival-Set mit Gegenständen, die den Eltern helfen, die stressigste Zeit des Jahres - die Abschlussballsaison - zu überstehen. Bei Trink! Trink! Trink besprechen Crew und John Cena, wie sie mit dieser herausragenden Szene umgehen. Kotzeritis beinhaltet eine denkwürdige Szene reichlich Projektil Erbrochenes. In der Szene kann man gut sehen, was Cast, Filmemacher und Crew durchgemacht haben, um sicherzustellen, dass die Kotze so authentisch wie möglich ist. Abgerundet wird das Bonusmaterial mit einem Filmkommentar von Kay Cannon.

Wertung: 7|10

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