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Aug03

BD Kritik: Dieses bescheuerte Herz

BD Kritik: Dieses bescheuerte Herz

Originaltitel: Dieses bescheuerte Herz
Herstellungsland:
Deutschland
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Drama, Komödie
Freigabe: FSK-0
Regie: Marc Rothemund

Darsteller: 
Elyas M'Barek, Philip Schwarz, Nadine Wrietz u.a.

Wir danken Constantin Film für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Lenny (Elyas M‘Barek) führt ein unbeschwertes Leben in Saus und Braus. Feiern, Geld verprassen und auch mal den Supersportwagen seines Vaters (Uwe Preuss) im Pool versenken, derartige Dinge stehen bei dem 30-jährigen Sohn eines Herzspezialisten an der Tagesordnung. Als Daddy ihm die Kreditkarte sperrt, hat Lenny nur eine Chance sein altes Luxusleben wieder zurückzubekommen: Er muss sich um den seit seiner Geburtschwer herzkranken 15-jährigen David (Philip Noah Schwarz) kümmern. Dabei prallen zunächst zwei Welten aufeinander, denn der reiche Lebemann Lenny, hilft dem aus einer tristen Hochhaussiedlung stammenden David bei all den Dingen, die dieser schon immer erleben wollte – er sorgt für den ersten Kuss mit einem Mädchen, lässt David einen Sportwagen fahren und nimmt ihn mit auf seine erste Party. Bald stellt der sonst so verantwortungslose Lenny fest, dass David ihm immer mehr ans Herz wächst und die beiden eine tiefe und bedeutende Freundschaft aufbauen. Nach einer wahren Begebenheit.

 


 

 


Kritik: Endlich mal wieder eine deutsche Produktion, die einem wirklich ans Herz geht. Außerdem eine Romanverfilmung, der man dies nicht unbedingt anmerkt. Den Autoren des Romans „Dieses bescheuerte Herz“ Lars Amend und Daniel Meyer ist wahrlich eine herzergreifende Geschichte auf Basis einer wahren Begebenheit aus der Feder geschlüpft. Eigentlich konnte es nur fesselnd werden, denn sie erzählen von ihren eigenen Erlebnissen. Dementsprechend lebensnah ist auch die Verfilmung, sehr ansprechend humorvoll ohne, dass der Ernst der Lage je in Vergessenheit gerät, aber auch nicht so ernst, dass die Unterhaltung des Films darunter leidet.



Möglich wurde dies mitunter durch das unglaubliche Talent der Schauspieler. Ganz vorne zu erwähnen ist Philip Noah Schwarz, bekannt aus Club der roten Bänder oder Merz gegen Merz. In seinem jungen Alter diesen schwerstkranken Jungen zu verkörpern soll erst einmal jemand nachmachen. Nicht nur die spannenden Situationen, in denen die Krankheit deutlich wird, sondern auch die Naivität des Protagonisten glaubhaft darzustellen, würde wohl nur ganz Wenigen gelingen. Also Hut ab für diese grandiose Leistung! An seiner Seite spielt Elyas M'Barek, bekannt aus Der Medicus, Fack ju Göhte 1-3 oder Willkommen bei den Hartmanns, in einer Rolle, die ihm wie auf den Leib geschneidert zu sein scheint. Wie gewohnt kauft man ihm eigentlich alles ab, vom feiernden Proleten – Assi – Arztsohn bis zum einfühlsamen besten Kumpel eines todkranken Teenies. Elyas passt sich wie ein Chamäleon seinen Rollen an und ist sich offensichtlich sehr gut bewusst welche Charaktere er spielen kann und von welchen er besser die Finger lässt.


Als Dritter im Bunde muss Uwe Preuss erwähnt werden. Eher bekannt aus Serien wie Tatort oder Polizeiruf 110, weiß er mit seiner besonnenen Ausstrahlung seinen Film-Sohn Lenny effektiv zu parieren und der ganzen Handlung des Filmes immer wieder die Geschwindigkeit zu nehmen, die sich durch die Euphorie des Jungen und die Szenen, in denen es um Leben und Tod geht, aufbaut. Last but not least spielt auch Nadine Wrietz (bekannt aus diversen Fernsehserien à la SOKO, Tatort oder Alarm für Cobra 11) sehr überzeugend die Mutter von David. Auch wenn ihre übervorsichtige und übertrieben ängstliche Art und Weise für den Otto – Normal – Zuschauer  nicht immer nachvollziehbar waren, hat sie einen unheimlich warmherzigen und liebevollen, vielleicht auch leicht nervigen Charakter, wiedergegeben. Auch bei ihr wirkte nichts aufgesetzt oder unpassend zum Gesamtkonzept.

Atmosphärisch ist der Film ganz großes Kino. Davids Freude an der Erfüllung seiner Wünsche durch Lenny zieht den Zuschauer genauso in den Bann wie die zahlreichen spannenden Situationen, in welchen es um Davids Leben geht. Untermalt von einem erwähnenswert guten Soundtrack. Die Filmmusik wurde komponiert von Johnny Klimek, dessen Musik man schon in bekannten Produktionen, wie z. B. I, Frankenstein oder Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders lauschen durfte. Ergänzt wird der Soundtrack unter anderem von dem Song „Das Herz schlägt bis zum Hals“ von Revolverheld.

Fazit: Dieser Film ist unglaublich ergreifend und es besteht kaum die Möglichkeit sich dem Bann der Handlungen zu entziehen. Man muss sich einfach mitfreuen, mitlachen und mitfiebern. Auch hartgesottenen Filmfans, die sonst nicht so schnell zur Tempobox greifen, fällt es bei diesem Film eher schwer sich alle Tränchen zu verdrücken.

Wertung: 10|10

Durchschnittliche Userbewertung

10.0/10 rating 1 vote

 

BD Verkaufstart: 26. Juli 2018
BD Verleihstart: 26. Juli 2018

Publisher:
Constantin Film
Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Anzahl Disks: 1
Wendecover: Ja

Bild: 2,39:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 134 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD High Resolution Audio 5.1, Dolby Digital 2.0 Stereo)
2. Audiodeskription für Sehbehinderte (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel:
- Deutsch für Hörgeschädigte

Extras:
*Making Of (ca. 23 Min.)
*Interviews (ca. 22 Min.)
*Premierenclip (ca. 2 Min.)
*Outtakes (ca. 4 Min.)

Kritik Extras
Von der Vielfalt her blieb eigentlich kein Wunsch offen. In Anbetracht der Ausführlichkeit des Making-of mit ca. 23 Minuten und Interviews mit ca. 22 Minuten empfand ich die Outtakes mit gerade mal 4 Minuten allerdings ein bisschen mager.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote
Yvonne Gorille

Yvonne Gorille

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