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Mai11

BD Kritik: Mortal Engines - Krieg der Städte

BD Kritik: Mortal Engines - Krieg der Städte

Originaltitel: Mortal Engines
Herstellungsland: Neuseeland, USA

Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Action, Abenteuer, Fantasy, Science-Fiction
Freigabe: FSK-12
Regie: Christian Rivers

Darsteller: Hugo Weaving, Hera Hilmar, Robert Sheehan
 u.a.

Hardware: Sony KD65XF7596, Sony BDVN8100WB 5.1 Heimkinosystem

Wir danken Universal Pictures für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Vor Tausenden von Jahren verwüstete eine gewaltige Katastrophe die Erde, doch die Menschheit hat sich ihrer neuen Umgebung längst angepasst. Gigantische Metropolen auf Rädern erhoben sich aus den Trümmern der untergegangenen Zivilisation. Auf der Suche nach den letzten Ressourcen fahren sie über die verdörrte Steppe und verschlingen gnadenlos die kleineren Städte. Zu den großen Metropolen gehört auch London als einer der gewaltigsten rollenden Kolosse. In diesem unerbittlichen Kampf trifft der unscheinbare Tom Natsworthy (Robert Sheehan) in einer schicksalshaften Begegnung auf die gefährliche Flüchtige Hester Shaw (Hera Hilmar) – zwei Gegensätze prallen aufeinander, zwei Menschen, deren Wege einander nie hätten kreuzen sollen. Sie schmieden eine überraschende Allianz, die über den Fortgang der Menschheitsgeschichte bestimmen könnte.

 


 

 


Kritik: Mit "Mortal Engines - Krieg der Städte" präsentiert Produzent und Oscar®- Preisträger Peter Jackson ("Der Herr der Ringe", "Der Hobbit", "King Kong") eine ebenso faszinierende wie erschreckende Zukunft. Der ebenfalls mit einem Oscar® prämierte Spezialeffekte-Künstler Christian Rivers ("King Kong") inszeniert den epischen Abenteuerfilm nach einem Drehbuch der dreifachen Oscar®-Gewinner Peter Jackson, Fran Walsh und Philippa Boyens. Für Universal Pictures und MRC adaptierten sie die mehrfach preisgekrönte Romanserie von Philip Reeve, die 2001 in den USA bei dem Verlag Scholastic erschienen ist. Das CGI-Feuerwerk beschreibt sich wie folgt: Vor Tausenden von Jahren verwüstete eine gewaltige Katastrophe die Erde, doch die Menschheit hat sich ihrer neuen Umgebung längst angepasst. Gigantische Metropolen auf Rädern erhoben sich aus den Trümmern der untergegangenen Zivilisation. Auf der Suche nach den letzten Ressourcen fahren sie über die verdörrte Steppe und verschlingen gnadenlos die kleineren Städte. Zu den großen Metropolen gehört auch London als einer der gewaltigsten rollenden Kolosse. In diesem unerbittlichen Kampf trifft der unscheinbare Tom Natsworthy (Robert Sheehan) in einer schicksalshaften Begegnung auf die gefährliche Flüchtige Hester Shaw (Hera Hilmar) – zwei Gegensätze prallen aufeinander, zwei Menschen, deren Wege einander nie hätten kreuzen sollen. Sie schmieden eine überraschende Allianz, die über den Fortgang der Menschheitsgeschichte bestimmen könnte. Über Universal Pictures erschien der Film am 18.04.2019 auf DVD, Blu-ray, 4K Ultra HD und VoD. Ob das CGI-Feuerwerk auch Inhaltlich überzeugen kann, steht auf einem anderen Blatt und wird im Laufe der Besprechung noch ausführlich thematisiert.

"Mortal Engines: Krieg der Städte" beweist schon nach den ersten Minuten, dass tricktechnisch heutzutage alles möglich ist. Der Angriff der gewaltigen mobilen Stadt London auf eine kleine deutsche Stadt - gut zu erkennen an den schönen Fachwerkhäusern - ist ein Fest für die Augen. Dagegen wirkt das Zuhause von Hauro aus dem Animationsfilm "Das wandelnde Schloss" (2005) wie der kleine Bruder. Dem Zuschauer werden auch sehr viele kleine Details geboten, die zu einem Sightseeing-Trip einladen, doch es bleibt nicht viel Zeit dafür. Die Handlung des Films wird gnadenlos vorangetrieben, weswegen auch einige Details auf der Strecke bleiben. Werden z.B. Ansätze eines strengen Klassensystems erwähnt, wird leider nicht weiter darauf eingegangen. Dabei hätte dies einige Fragen beantwortet. Denn trotz der angeblich vorherrschenden Ressourcenknappheit sehen die Leute in der Stadt London wohlgenährt, sauber und ohne den Drang arbeiten zu müssen, aus. Auch im späteren Verlauf stellt sich dem Zuschauer oft die Frage, woher die Lebensmittel kommen, da nirgendwo Ackerbau oder Viehzucht betrieben wird. Das Konzept des Films klingt zwar interessant, wird aber durch die vielen Logiklöcher überschattet. Titel wie "Mad Max: Fury Road" oder "Waterworld" bauen dies bezüglich ein glaubwürdigeres post-apokalyptisches Szenario auf, als "Mortal Engines: Krieg der Städte" es tut.

Immerhin bekommt der Zuschauer bereits in der ersten Szene ein derartiges massives Action-Spektakel mit Menschenmassen und übergroßen Maschinen geboten, dass er unweigerlich an "Der Hobbit und die Schlacht der fünf Heere" denken muss. Die Regiearbeit von Christian Rivers schließt sich hier direkt an, denn auch er hat beim "Der Herr der Ringe" und auch bei dem ersten Teil von "Der Hobbit" mitgewirkt. Nun wird das Spektakel bei "Mortal Engines: Krieg der Städte" in die Zukunft verlagert. Trotz seiner einfallsreichen Steampunk-Elemente kann der Film jedoch leider nicht ganz das Niveau seines optischen Vorbilds halten. Das mag auch an der Romanvorlage liegen, die man wohl besser vorher gelesen haben sollte, um dem Geschehen auf der Leinwand folgen zu können. "Mortal Engines: Krieg der Städte" stellt zunächst den ersten Teil der vierteiligen Romanreihe von Philip Reeve aus dem Jahr 2001 vor. Als unvorbereiteter Kinozuschauer bedeutet das: Es tauchen jede Menge Figuren, Handlungsorte und Verwicklungen auf. Leider kann man diesen schlecht folgen, was auch daran liegt, dass die meisten Konflikte und Figuren zu kurz eingeführt werden, um in der Handlung voranzukommen - ein leider allzu oft auftretendes Phänomen bei Buchverfilmungen. Manche Charakterfiguren sind demnach typisch schwarz-weiß gezeichnet, bei Anderen ist man sich nicht sicher was man von ihnen halten soll, während ein paar sogar komplett überraschen ala gute Charaktere entpuppen sich als böse oder die, die man für böse hielt entpuppen sich als gute Charakterfiguren.

Die weitestgehend ernste, actionlastige und abenteuerliche Handlung wird gelegentlich sogar von humorvollen Einlagen durchbrochen. Wenn sich Londons Museums-Kurator z.B. darüber beklagt, dass das Gewackel bei der Städtejagd fast die Statuen der amerikanischen Gottheiten zerbrochen hätte und dabei auf zwei große Plastik-Figuren, welche die gelben Minions darstellen zeigt, läd zum schmunzeln ein. Jedoch lassen sich so keine echten Emotionen beim Zuschauer aufbauen. Auch sind in "Mortal Engines: Krieg der Städte"  einige Konflikte zu viel eingestreut: Nicht nur gilt es, die kämpfenden Städte und ihre Ideologien zu überwinden. Auch die schwach gezeichnete Hester Shaw (Hera Hilmar) muss sich ihrer Vergangenheit und ihren ganz persönlichen Ängsten stellen. Das führt nicht nur zu einer Art Familientragödie, die ziemlich auf die Tränendrüse drückt, sondern ist auch recht fragwürdig und flach aufgebaut: Das Waisenmädchen hütet unwissentlich ein Geheimnis, das zur Rettung der Welt beiträgt und wird genau zur rechten Zeit ans Licht heran getragen um die Welt vor den bösen Absichten zu bewahren.

Leider sind die Dialoge bis auf einige recht nette Anspielungen an das Industriezeitalter und die aktuelle politische Lage eher flach geraten. Die mehr als bombastische Musik überschattet hier des Öfteren die etwas flach geratenen Szenen förmlich. Auch mit der etwas klebrigen Liebesgeschichte wie aus dem Baukasten zwischen Hester Shaw (Hera Hilmar) und Tom Natsworthy (Robert Sheehan) tut sich "Mortal Engines: Krieg der Städte"  keinen großen Gefallen. Ohnehin hat der Misfits-Star Robert Sheehan im Film nicht sonderlich viel zu tun, was schade ist, da er des Öfteren seine Szenenpartner förmlich an die Wand spielt. Immerhin führt die Lösung aus den jeweiligen Verwicklungen stets die weibliche Protagonistin herbei. Während man sich noch über diesen Umstand freut, gelingt es zumindest streckenweise, die Tatsache zu verdrängen, wieso eine an Rohstoffen knappe, zerstörte Welt ihre Städten ausgerechnet in Kraftstoffe schluckende Metallmonster verwandelt hat, statt sich irgendwie nachhaltiger neu aufzubauen.

Fazit: Mit "Mortal Engines: Krieg der Städte" werden große CGI-Geschütze aufgefahren das pures Unterhaltungskino abfeuert. Leider kann die Idee vor allem erzählerisch nicht vollends überzeugen. Was ziemlich schade ist, denn eigentlich bietet die Welt von "Mortal Engines: Krieg der Städte" extrem viel Potenzial, doch es wird einfach nicht genutzt. Statt sich auf wesentliche Handlungselemente zu fokussieren, werden viel zu viele Charaktere eingeführt, die keinen Mehrwert bieten. Was der Film definitiv ist: Ein visuelles CGI-Feuerwerk, das mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde. Was der Film definitiv nicht ist: Ein Science-Fiction-Blockbuster mit packender Story und fesselnden Charakteren. Wer den tieferen Sinn sucht, sucht vergeblich, wer auf Logikfehler achtet, wird fündig. Jedoch kommen all diejenigen, die große Schlachten und atemberaubende CGI-Effekte sehen möchten, voll auf ihre Kosten.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

Verkaufstart: 18. April 2019

Publisher: Universal Pictures

Homepage: www.universalpictures.at/mortalengines

Verpackung: - (Presse Disk)
Anzahl Disks: 2
Wendecover: - (Presse Disk)

Bild: 2,39:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 128 Min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Atmos / TrueHD 7.1)
2. Englisch (Dolby Atmos / TrueHD 7.1)
3. Italienisch (Dolby Digital Plus 7.1)
4. Türkisch (Dolby Digital 5.1)
5. Audiokommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch
- Hindi (Indisch)
- Italienisch
- Türkisch
- Audiokommentar

Extras: 
Blu-ray 
• Das Ende der Alten (03:13 Min.)
• Die Figuren Hester Shaw (04:41 Min.)
• Tom Natsworthy (04:13 Min.)
• Anna Fang (04:26 Min.)
• Thaddeus Valentine (03:29 Min.)
• Shrike (04:53 Min.)
• Willkommen in London Bau des Biests (05:08 Min.)
• Ebenen von London (05:19 Min.)
• Die kleinsten Details (04:20 Min.)
• Londoner Museum (05:19 Min.)
• Medusa und St. Paul's (06:11 Min.)
• In der Luft (04:52 Min.)
• Neuseeland filmen (03:52 Min.)
• Filmkommentar mit Regisseur Christian Rivers
Bonus DVD
• Vom Manuskript auf die Leinwand (04:42 Min.)
• Mortal Sounds (07:27 Min.)
• Die Erschaffung von Shrike (05:59 Min.)
• Fotogalerie (02:15 Min.)

Kritik Extras
Im Bonusmaterial von "Mortal Engines: Krieg der Städte" wurden insgesamt vier Featurettes sowie der Audiokommentar von Regisseur Christian Rivers abgelegt. Feature #1, "Das Ende der Alten", schlägt eine Brücke zwischen echter Menschengeschichte und der Parallel-Gegenwart, die im Film zu sehen ist. "
Willkommen in London" ist ein fünfteiliges Featurette, das Robert Sheehan einleitet und von Regisseur Rivers oder auch Peter Jackson kommentiert wird. Ein bisschen ist es wie ein Wiedersehen mit der Crew aus "Der Herr der Ringe", nur dass Peter Jackson einen erstaunlich müden Eindruck hinterlässt. Inhaltlich geht’s um die Visualisierung der Städte, um die Struktur innerhalb der rollenden Citys und um die Umsetzung der Waffenkammer in St. Pauls. Absolut beeindruckend, wie detailreich die einzelnen Ebenen umgesetzt wurden. Ein Wunder, dass der Film nur 100 Mio. Dollar gekostet haben soll. "In der Luft" läuft etwa fünf Minuten und kümmert sich um die kleineren Städte des Widerstands, die in der Luft schweben. "Neuseeland filmen" ist noch einmal ein kleines Feature über das Besondere an der Filmarbeit in diesem einzigartigen Land. Außerdem kommt die Blu-ray noch mit einer Bonus-DVD, die folgende drei weitere Featurettes sowie eine Fotogalerie liefert: "Vom Manuskript auf die Leinwand", "Mortal Sounds" und "Die Erschaffung von Shrike". Die Bonus-DVD lag uns im Rahmen der Besprechung nicht zu Verfügung. Demnach können wir darauf leider nicht eingehen.

Wertung: 8|10

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Pascal Müller

Pascal Müller

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