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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Apr21

BD Kritik: The Cannibal Club

BD Kritik: The Cannibal Club

Originaltitel: O Clube dos Canibais
Herstellungsland: Brasilien

Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Horror, Komödie
Freigabe: FSK-18
Regie: Guto Parente

Darsteller: Tavinho Teixeira, Ana Luiza Rios, Pedro Domingues
 u.a.

 


 

Inhalt: Otavio und Gilda sind ein reiches Paar aus Brasiliens Oberschicht mit der lästigen Angewohnheit, ihre Angestellten zu töten und zu verspeisen. Sie sind beide Mitglieder eines Clubs der Kannibalen, zu dem noch andere reiche und mächtige Leute gehören. Doch als sie zufällig hinter das Geheimnis des Clubvorsitzenden kommen, sind es plötzlich sie selbst, deren Leben in Gefahr ist.

 


 

 


Kritik: Das die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft, ist ja kein Geheimnis mehr. Man braucht nur mit offenen Augen durch die Welt gehen, um zu verstehen, dass das Gleichgewicht immer weiter aus den Fugen gerät. Vermutlich macht der eine oder andere Leser gerade selbst bittere Erfahrungen durch, die diese Problematik nur allzu deutlich vor Augen führt. In Filmen wird dies natürlich oft zum Thema gemacht und auch auf die Spitze getrieben, um immer wieder die Finger in die Wunde zu legen. Doch was heute noch als überspitzt wahrgenommen werden mag, kann Morgen schon die Realität widerspiegeln. Ein gutes Beispiel für überspitzte Gesellschaftskritik in filmischer Form ist die PURGE-Reihe. Darin dürfen sich alle Menschen Amerikas an einem Tag des Jahres gegenseitig platt machen. Das nutzt die Regierung des Landes aus, in dem sie Spezial-Kommandos in die ärmeren Viertel der Städte entsendet, um die sozial Schwachen auszurotten. Das schont die Staatskasse.

Das brasilianische Pendant zum PURGE-Franchise ist der neue Film von Guto Parente THE CANNIBAL CLUB. Hier „dürfen“ sich arme Arbeitnehmer für ihre reichen Arbeitgeber nicht nur für wenig Geld ihre knöchrigen Ärsche aufreißen, nein, sie dienen auch noch als Sonntagsbraten. Ja, so „bekämpfen“ die oberen 10.000 in Brasilien die fürchterliche Armut. Da braucht es kein Seal-Team, dass Massen von Menschen über den Haufen schießt, hier reichen Axt, Motorsäge, Messer, Gabel und eine Prise Salz.

Das Paar, welches hier im Mittelpunkt steht (hervorragend gespielt von Tavinho Teixeira und sexy Ana Luiza Rios), zelebriert förmlich die von ihnen vorgenommenen Tötungen. Frauchen befriedigt ihre Fleischeslust gar auf doppelte Art und Weise. Sie verführt erst einmal den jeweiligen Bediensteten bzw. das Opfer und lässt sich anschließend anständig durchbürsten, während ihr Mann aus einem Dark Room zuschaut und sich einen von der Palme schüttelt. Kurz bevor die Frau zu ihrem Höhepunkt gelangt, stürmt ihr Gatte mit einer Hand am triefendem Glied und einer Axt in der anderen Hand aus dem Raum und rammt dem armen „Bauernopfer“ das Holzspaltungswerkzeug in den Schädel. Das Blut spritzt, was dem Weibsbild zur endgültigen Ekstase verhilft und dessen mordenden Ehemann zu guter Letzt zum ejakulieren bringt. Glückwunsch! Anschließend wird die Leiche zersägt und genüsslich - bei einem Glas Wein - verspeist. Wie oft die beiden Perverslinge das schon so durchgezogen haben, bleibt offen.

So stark die ersten 10 Minuten beginnen, so träge verlaufen die restlichen rund 70 Minuten des Films. Der geneigte Zuschauer bekommt nur recht kleine Happen an Informationen aufgetischt, was es zum Beispiel mit den perversen und sadistischen Machenschaften des Clubs auf sich hat. Derweil wird unser Vorzeigepaar selbst zur Zielscheibe des Clubchefs, weil unsere notgeile - wenn auch betörend anmutende - Ehefrau zu neugierig ist und etwas zu Gesicht bekommt, was dem Obermufti gänzlich missfällt. Das Ganze mündet in einem relativ blutigen Showdown, welcher von dem starken Beginn jedoch eine gute Steakbreite entfernt ist.

Fazit: Dennoch: THE CANNIBAL CLUB lohnt sich aufgrund der aktuellen Thematik und wie diese hier von den Machern des Films interpretiert wird. Zudem können sich die guten Schauspielleistungen sehen lassen und wenn uns der Streifen in wohl dosierten Abschnitten „Englisch“ serviert wird, dann spritzt es auch richtig. Bon Appétit!

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 rating 1 vote

 

Verkaufstart: 13. September 2019

Publisher: Donau Film / AL!VE AG
Homepage: -

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Anzahl Disks: 1
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 80 min.
Uncut: Nein

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Portugiesisch(DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Besonderheit: es folgt noch eine Szene von 76:25 Min. - 76:40 Min.

Extras:
• Deutscher Trailer (1:32 Min.)
• Portugiesischer Trailer (1:32 Min.)
• Portugiesischer Teaser (2:26 Min.)

Kritik Extras
Die Blu-ray bietet bis auf drei Trailer zum Film kein nennenswertes Bonusmaterial. Schade!

Durchschnittliche Besucher-Wertung

1.0/10 rating 1 vote
Kevin Zindler

Kevin Zindler

   

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