!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  



   
Nov14

Behemoth - Monster aus der Tiefe

Behemoth - Monster aus der Tiefe

Originaltitel: Behemoth
Herstellungsland: USA, Kanada

Erscheinungsjahr: 2011
Genres: Horror, Action
Freigabe: FSK-16
Regie: W.D. Hogan

Darsteller: Ed Quinn, Pascale Hutton, Cindy Busby u.a.

Im verschlafenen Ort Ascension am Fuße des erloschenen Vulkans Mount Lincoln geht das Leben seinen Gang – als die Stadt plötzlich von heftigen Erdbeben, Gasaustritten und kochend heißen Dampffontänen überrascht wird. Alles weist auf einen Vulkanausbruch hin, nur die Geologin Emily Green hat ihre Zweifel. Doch allein der alte Professor Anderson ist der Wahrheit auf der Spur: Denn was unter dem Mount Lincoln brodelt, ist keineswegs kochende Lava, sondern die Wut eines prähistorischen Ungeheuers, das die Menschheit auszulöschen droht. Und ausgerechnet jetzt ist Andersons Tocher Grace auf dem Weg zu einem romantischen Camping-Trip an die Hänge des Mount Lincoln...

- Kritik -

Im Kern typischer Filme der Creature Feature-Art wird eine Gruppe mehr oder weniger sympathischer Menschen mit einer übernatürlichen Kreatur konfrontiert, entweder weil das Monster in ihren Lebensraum eindringt oder andersherum, und muss in der Folge Kopf und Kragen riskieren, um das Monster zur Strecke zu bringen oder zumindest seinem Jagdrevier zu entkommen. Die Spannung, wenn nicht gar der Horror, dieser Filme entsteht daraus, dass das Monster zum einen im Laufe der Handlung eine gewisse Persönlichkeit entwickelt, die ihm nicht selten sogar eine nachvollziehbare Begründung für sein Handeln liefert, und zum anderen daraus, dass das Monster unbarmherzig und unberechenbar aus dem Nichts auftauchend Jagd auf seine Opfer macht, diese also keine Möglichkeit des Rückzugs haben.

Das Monster in BEHEMOTH ist ein Berg. Wer schon einmal einen Berg gesehen hat, der weiß, wie einfach man diesen Dingern aus dem Weg gehen kann. Die Frage drängt sich im Laufe des Films unweigerlich auf: Wenn in dem Berg ein menschenfressendes Monstrum residiert, warum nicht einfach woanders weiterleben? Vermutlich haben sich die Macher von BEHEMOTH daher gezwungen gesehen, eine ziemlich krude Rahmengeschichte zu basteln, die aus dem nordamerikanischen Tentakelberg das Zentrum eines global agierenden Monsterkolosses macht, dessen Mission es ist, die Verbrechen der Menschheit an der Erde zu rächen. Maya- und eine gute Handvoll anderer Weltuntergangsszenarien inklusive.

Von dieser weltumspannenden Bedrohung bekommt man im Film freilich nicht allzuviel mit – weshalb sich BEHEMOTH eigentlich über die gesamte Spielzeit eher anfühlt wie ein klassischer Katastrophenstreifen denn wie ein Monsterfilm. Das ist vielleicht auch die größte Schwäche des Films: Man hat ein eigentlich vielversprechendes Monster, das, wie es da tentakelschwingend auf seinem Berg sitzt, angenehm an H.P. Lovecraft erinnert und für ein Film-Budget von mickrigen 1,3 Millionen $ auch noch bemerkenswert gut animiert ist – aber dann bekommt dieses Biest so wenig Screentime und so wenig zu tun, dass es keine Chance hat mehr Charakter zu entwickeln als das durchschnittliche Katastrophenfilm-Erdbeben oder ein Supersturm. Es fehlt die Bösartigkeit um Angst zu erzeugen, der gezielte Wille, Jagd auf die Protagonisten zu machen. Ein wirkliches Gefühl von Bedrohung kommt kaum auf. Da nützt es auch nicht viel, dass das Monster vom tatterigen Professor Anderson (gespielt von William B. Davis, der dem ein oder anderen aus Akte X ein Begriff sein dürfte) zum Racheengel erklärt wird. Da wäre mehr drin gewesen.

Das andere zentrale Problem sind Klischees. Natürlich darf man von einem Film dieser Spielart keine großen erzählerischen Raffinessen erwarten, aber trotzdem bemüht das Drehbuch einfach viel zu oft alte Hüte aus der Katastrophen-/Horrorfilm-Mottenkiste: viel zu gut aussehendes Protagonistenpaar mit amouröser Vergangenheit? Check. Dümmliche Autoritäten, die ungeachtet aller Hinweise bis zum letzten Moment jede Gefahr leugnen? Check. Einzelgänger, der alles schon vorher wusste, auf den aber niemand gehört hat? Check. Undurchsichtige Militärs, die trotz allen Hi-Tech-Equipments beunruhigend unfähig sind, auf die Bedrohung zu reagieren? Klar doch. Ein Teenager-Pärchen, dass das Katastrophengebiet zum Untenrumurlaub nutzt? Darf auf keinen Fall fehlen. Angesichts dieser geballten Klischeeladung, gekoppelt mit den selbst für B-Film-Standards bestürzend unselbstständigen Frauenfiguren, fällt es schwer, eine große emotionale Bindung zu den Figuren aufzubauen.

Warum also macht dieser Film trotz all dieser Schwächen Spaß? Das liegt mit Sicherheit in erster Linie am sehr sympathischen Cast, der größtenteils ordentliche bis gute Performances abliefert und eine ehrliche Begeisterung spüren lässt. (Ein Eindruck, der in der deutschen Fassung zugegebenermaßen durch die lustlos-hölzerne Synchronisation direkt wieder zunichte gemacht wird.) Besonders Pascale Hutton als Geologin Emily und Ed Quinn als forscher Holzfäller Thomas schaffen es, obwohl ihnen das Drehbuch wenig Spielraum lässt, eine Chemie aufzubauen, die durch die zweite Hälfte des Films trägt. Und Cindy Busby und Jessica Parker Kennedy sind zwar auf ziemlich typische Horrorfilm-Mädchenrollen beschränkt, sind darin aber erfreulich genug, dass man ihnen gönnen würde, das Ende des Films zu erleben. Neben den Schauspielern überzeugt die generell gute handwerkliche Umsetzung: Das Setting in den Bergen Kanadas ist stimming, die Kamera fängt ein paar schöne Bilder ein und der Soundtrack ist theatralisch genug, um typische Katastrophenfilm-Atmosphäre zu erzeugen.

 

- Fazit  -

Für einen Creature Feature-Film kommt BEHEMOTH leider etwas zu bieder und sich selbst zu ernst nehmend daher, so dass er trotz eines grundsätzlich vielversprechenden und cool animierten Monsters nicht den Unterhaltungsfaktor besserer Genre-Vertreter entwickeln kann. Als Katastrophenfilm dagegen funktioniert BEHEMOTH in der Tat ziemlich gut – und wer in einem Film gerne Bekanntes wiederfindet und mit dem ein oder anderen halbgaren Klischee leben kann, der dürfte mit Behemoth durchaus seinen Spaß haben. 

Bewertung: 4 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 Bewertung (7 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 26.10.2012
DVD Verleihstart: -

Verleih: ION New Media
Verpackung: Amaray (Keep Case)

Wendecover: Ja

Bild: 16:9 (1.77:1)
Laufzeit: 87 Minuten

Uncut: Ja 

Ton: 
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
 
- Keine

Extras:

  • Filmtrailer
  • Trailershow

Kritik: Extras
Nur ein deutscher Trailer und eine Handvoll Trailer für weitere Filme. Leider ziemlich dürftig. 

Bewertung: 1 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Mathias Munstermann

Mathias Munstermann

   

Spieltipp  

   

Neu Dezember  


11.12.2018

12.12.2018


13.12.2018

13.12.2018

14.12.2018

14.12.2018

14.12.2018

17.12.2018

20.12.2018

20.12.2018

27.12.2018

31.12.2018

31.12.2018

31.12.2018

31.12.2018

   

Statistik  

Filme: 1.372
Videospiele: 66
Specials: 85
Interviews: 56
Hardware: 8

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden