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Jul20

ChromeSkull: Laid to Rest 2

ChromeSkull: Laid to Rest 2

Originaltitel: ChromeSkull: Laid to Rest 2
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2011
Genres: Horror
Freigabe: FSK-18
Regie: Robert Hall
Schauspieler: Nick Principe, Danielle Harris, Thomas Dekker, Brian Austin Green, Johnathon Schaech u.a.

3 Monate nach dem Tod ChromeSkulls häufen sich erneut Morde mit der Handschrift des vermeintlichen Psychopathen, der all seine Morde auf Kamera festhält. Zeitgleich wird Tommy, der damals dem Killer noch entkommen konnte, von dem scheinbar ebenfalls geisteskranken Preston verschleppt, der offensichtlich eine eigenartige Verbindung zu ChromeSkull aufweist...

- Kritik -


Manchmal sollte man sich vor dem „Genuss“ eines Filmes einmal mit den Personen hinter der Kamera auseinandersetzen. Regie führte Robert Hall, der prinzipiell für SFX-Masken u.ä. bei größeren Produktionen verantwortlich zeichnet. Scheinbar war der Wunsch, einmal in die Vollen gehen zu können,  auch die entscheidende Motivation für seinen Slasher-Beitrag LAID TO REST aus dem Jahre 2009. Die Story war quasi nicht existent, eine Dramaturgie nur in Ansätzen zu erkennen, doch der hohe Gewaltgrad und die stylische Maske reichten offensichtlich aus, um den Low-Budget-Streifen – der in Deutschland übrigens nur 20 Sekunden verlor - gewinnbringend an den Fan zu bringen. Nun also die Fortsetzung, die direkt an den Vorgänger anschließt.

Hall versucht sich diesmal sogar im Ansatz an einer Geschichte, in dem er einige Hintergründe seines maskierten Killers offenbart, die jedoch mehr Fragen aufwerfen als alles andere. Zudem wirkt das alles fürchterlich konstruiert und komplett sinnlos. Hall verzweifelt auch abermals an den einfachsten filmischen Grundregeln und ist nicht in der Lage Spannung aufzubauen, geschweige denn den Film dramaturgisch zu gewichten. So ist LAID TO REST 2 vor allem eines: Sterbenslangweilig. Ohne Sinn und ohne Geschick tritt der Film entweder auf der Stelle oder wird so unfassbar dämlich und spannungs- und ideenlos  gegen die Wand gefahren, dass selbst der schlechteste Friday- oder Halloween-Ableger dagegen wie ein Meisterwerk des Suspense wirkt. 

So müssen es also die zahlreichen Gewaltszenen rausreißen, von denen man alle paar Minuten aus der Lethargie gerissen wird. Und die sind – selbst in der verstümmelten FSK-18-Fassung – erkennbar allererste Güte und erfreulicherweise bewusst im Old-School-Stil, sprich ohne CGI, umgesetzt worden. Man kann nur erahnen, welche Qualität diese Effekte in der ungekürzten Fassung aufweisen. Ein weiterer Pluspunkt sind die Auftritte von Ex-Beverly-Hills902010-Star Brian Austin Green und Genrestar Danielle Harris, die dafür sorgen, dass das Sequel in dieser Hinsicht wesentlich besser aufgestellt ist als das Original.

Doch das reicht einfach nicht. Handwerklich – die Effekte außen vor gelassen natürlich – ist das drittklassig: Keine Atmosphäre, keine Dramaturgie, keine Spannung und die konstruierte, sinnlose Story lassen LAID TO REST 2 ins filmische Nirvana laufen und hinterlassen eher den Eindruck eines Werbevideos für SFX-Masken. Diese Mängel sind auch nicht durch die fehlenden Minuten zu erklären, sondern liegen am fehlenden Talent von Robert Hall, der in seinem Metier sicherlich eine Koryphäe ist, jedoch unter Gewaltandrohung vom Regiestuhl ferngehalten werden sollte. Im letzten Drittel verliert er vollends die Kontrolle über seinen eigenen Film und rettet sich nur noch von Kill zu Kill. Doch irgendjemand war offensichtlich der Meinung, dass er auch der richtige für den dritten Teil der Chromeskull-Saga ist – befindet sich doch ein Prequel derzeit in der Vorbereitung. Es kann eigentlich nur aufwärts gehen. So befindet sich der Horrorfan in einem Dilemma: Wer sich auf einen spannenden Slasher freut, wird so oder so enttäuscht sein und der reine Gorehound kann mit der vorliegenden Fassung – via Österreich kann man übrigens die ungeschnittene Fassung erwerben – auch nichts anfangen. So ist am Ende jeder unzufrieden.

 

- Fazit -

Kürzungen hin oder her: CHROMESKULL – LAID TO REST 2 ist ein filmischer Offenbarungseid, der an keiner Stelle wirklich funktioniert. Ohne Spannung und ohne Stil wird der Bodycount blutig in die Höhe getrieben. Wem das reicht: Bitte. Wer jedoch wirklich einen unterhaltsamen und gut gemachten Slasher-Beitrag erwartet, wird mit dem konstruierten und sinnlosen Genrebeitrag nichts anfangen können. Einzig die exzellent gemachten Effekte und die Darsteller Krause und Harris verhindern schlimmeres. Wegen ihnen, der guten Effekte und der fehlenden 10 Minuten gerade noch

Bewertung: 3 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

4.2/10 Bewertung (9 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 30.03.2012
DVD Verleihstart: 10.05.2012

Label: I-On New Media / WVG
Verpackung: Keep Case (Amaray)

Wendecover: Nein

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: 90 Minuten

Uncut: Nein

Ton: 
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)

2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
keine

Extras: 

  • Trailershow

Kritik: Extras
Eine Trailer-Show. Sonst nichts. Selbst für eine Produktion dieser Güte ist das erschreckend.

Bewertung: 1 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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