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Aug30

Cold Prey 2

Cold Prey 2

Originaltitel: Cold Prey 2 Resurrection 
Herstellungsland: Norwegen
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Horror
Freigabe: FSK-18
Regie: Mats Stenberg
Darsteller: Kim Wifladt, Viktoria Winge u.a.

Nach den Ereignissen des ersten Teils schleppt sich Jannicke (Ingrid Bolsø Berdal) völlig erschöpft und halb erfroren vom abgelegenen Hotel in den verschneiten Bergen Norwegens in Richtung Zivilisation. Dort wird sie ins Krankenhaus gebracht, in dem sonst kaum jemand anwesend ist, da es in naher Zukunft geschlossen wird. Nur die Ärzte Herman (Fridtjov Såheim), Camilla (Marthe Snorresdotter Rovik) und Audhild (Johanna Mørck) sowie zwei Patienten, eine ältere Frau (Inger Johanne Ravn) und der kleine Daniel (Vetle Qvenild Werring), sind noch hier. Jannicke erzählt den eintreffenden Polizisten die Geschichte, wie ihre vier Freunde von einem Killer (Robert Follin) in dem Hotel getötet wurden, bis sie ihn selbst töten konnte. Alle fünf Leichen liegen nun in einer Gletscherspalte, wohin die Polizisten sofort fahren, um sie ebenfalls ins Krankenhaus zu bringen. Allerdings soll sich das bald als folgenschwere Entscheidung herausstellen: In der Leichenhalle beginnt plötzlich der totgeglaubte Körper des Killers zu zucken und Herman belebt ihn wieder. Kurze Zeit später will der Mörder sein Werk zu Ende bringen und Jannicke muss sich erneut in den Kampf begeben...

- Kritik -

Als 2006 der Slasher "Cold Prey" erschien, war die Überraschung groß. Denn ausgerechnet der norwegischen Filmindustrie hatte man nicht zugetraut, einen international konkurrenzfähigen Genrefilm ins Rennen zu schicken. Nicht nur, dass "Cold Prey" aufgrund seiner beeindruckenden  Landschaftsaufnahmen optisch Vorteile gegenüber der Massenware aus den USA hatte - die Norweger schafften es, trotz der vorhersehbaren Handlungselemente und Stilmittel, eine Spannung zu erzeugen, die man bei der Konkurrenz kaum mehr fand. "Cold Prey" war in Norwegen ein riesiger Hit, zudem liefen auch die Auslandsverkäufe ziemlich gut. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis man den Gesetzen des Slashermarktes folgte, und ein Sequel produzierte. Und die Fortsetzung hält die Versprechen, die der Vorgänger machte ein, ist vielleicht in Nuancen sogar noch etwas besser - weist aber auch die gleichen Schwachstellen auf, wie das Original.

Ebenso wie der Vorgänger bedient sich dauch die Fortsetzung am kompletten Ouevre des Slashergenres, eifert aber insbesondere seinem großem Vorbild "Halloween" und seinem (schlechteren) Nachfolger nach. "Cold Prey 2" schließt nahtlos an die Geschehnisse des ersten Teils an und verlagert das Geschehen in ein Krankenhaus. Wer da nicht unwillkürlich an "Halloween 2" von Rick Rosenthal denkt, ist auch nicht mehr zu helfen. Doch wo Carpenter und Co. weitestgehend versagten, beweist Drehbuchautor Thomas Moldestadt, der auch schon das Original aus dem Jahre 2006 schrieb, dass eine Hommage manchmal auch besser sein kann als das Original - bezogen auf "Halloween 2". Denn "Cold Prey 2" schafft es problemlos, die Stimmung des Originals einzufangen. Zwar gibt man den neuen Figuren genügend Zeit, Sympathien aufzubauen, doch prinzipiell drückt Regisseur Mats Stenberg, der hier übrigens ein ziemlich beeindruckendes Regiedebüt feiert,  ziemlich auf´s Tempo und kommt wesentlich schneller in die Gänge als Teil 1. Erfreulich vor allem, dass man sich sichtlich bemühte, glaubwürdige Figuren in die Story einzubauen, die sich von den Klischee-Charakteren der Konkurrenz wohltuend abhebt. Wer natürlich in einem Slasher eine Charakterstudie erwartet, wird sicherlich enttäuscht, der Unterschied ist jedoch auffallend. Generell ist der Cast eine große Stärke des Films, insbesondere Ingrid Bolsø Berdal, die einzige Überlebende aus Teil 1, ist eine perfekte Besetzung. Die Inszenierung ist straff, die Optik geht noch einen Schritt weiter Richtung Hochglanzslasher, der Härtelevel wurde nach oben geschraubt, ohne je in einem Blutfest zu münden. Das Tempo wurde ziemlich angezogen, was sich positiv auf die Spannungsmomente auswirkt und von einem ziemlich gelungenen Score begleitet wird. Zudem muss die hervorragende Kamerarbeit erwähnt werden. Erstaunlich, was das Team aus den vermeintlich überholten Zutaten noch heraus holt und bis zum Ende wirklich packend unterhält.

Doch mal abgesehen davon, dass man die Stärken des Originals weitestgehend beibehalten, teilweise sogar steigern konnte, bleiben aber auch die Schwachstellen identisch. Trotz aller Bemühungen ist und bleibt die Geschichte vorhersehbar, die Schockmomente mitunter ziemlich konstruiert. Überraschungen jedweder Art wird man nicht finden - brav wird das Slasher 1x1 abgehakt. Durchaus rasant, gekonnt und bemüht, jedoch im Grunde nur eine Variation bekannter Vorbilder. Damit einhergehend muss man auch die eine oder andere unlogische Stelle schlucken können, Storylücken und Unwahrscheinlichkeiten hinnehmen. Aber in welchem Slasher muss man das nicht? Das mag diese Schwächen relativieren, jedoch nicht ausmerzen.

 

- Fazit -

Spannend, erstklassig gespielt und umgesetzt. Sicherlich einer der besten Slasher der letzten Jahre und bedeutend besser als der Großteil der schwachen US Konkurrenz. Originalität oder neue Ansätze wird man nicht finden, auch die eine oder andere Storylücke muss man hinnehmen. Trotzdem: "Cold Prey 2" ist jedem Horrorfan wärmstens ans Herz legen. Ein - bis auf die bekannten Schwächen des Genres - erstklassiger Slasher, der sogar die Ausnahme von der Regel ist - er ist nämlich besser als das Original.

Bewertung: 7.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 Bewertung (7 Stimmen)

- DVD Facts & Extras -

 

DVD Verleihstart: -
DVD Verkaufstart: 08.01.2010

Label: Sunfilm
Verpackung: Keep Case (Amaray) 
Wendecover: Ja

Ton:

1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Norwegisch Dolby Digital 5.1
3. Deutsch DTS

Untertitel:
- Deutsch 

Bild: 2.35:1 (16:9)  
Laufzeit: ca. 86 Min.
Uncut: Ja

Extras:

  • Audiokommentar mit Regisseur Mats Stenberg 
  • Making of 
  • Deleted Scenes 
  • Outtakes 
  • Die Special Effects von Cold Prey 2 
  • Deutscher Trailer 
  • Norwegischer Trailer 

Review Extras:
Überraschend viel für eine Single Disc. Insbesondere der Audiokommentar ist sehr informativ. Das Making of ist vielleicht etwas kurz, gerade wenn man es im Vergleich zu dem Special Effects Feature setzt, vermittelt aber trotzdem ein gutes Bild darüber, wie beschwerlich die Dreharbeiten gewesen sein müssen. Auch das restliche Bonusmaterial kann völlig überzeugen. Ein paar Interviews mehr wären noch das i-Tüpfelchen gewesen.

Bewertung: 8 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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