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Sep24

Dead Set

Dead Set

Originaltitel: Dead Set
Herstellungsland: UK

Erscheinungsjahr: 2008
Genres: Horror
Freigabe: FSK-18
Regie:
Yann Demange
Darsteller: Jaime Winstone, Andy Nyman, Riz Ahme u.a.

 


 

Inhalt: England: Während sich die Kandidaten der aktuellen „Big Brother" Staffel noch über Themen wie Essen, Klamotten und die sexuellen Ausschweifungen der letzten Nacht unterhalten, bricht im Königreich eine Seuche aus, die jeden Betroffenen in einen Zombie verwandelt. Dass die Untoten auch das Studio-Gelände überrennen, kriegen Angel, Grayson, Joplin, Veronica, Marky und Space jedoch erst mit, als die Produktionsassistentin Kelly sich in das "Big Brother" Haus flüchtet. Und dabei gleich ungewollt einen Zombie mitbringt, der Angel schwer verletzt.

 


 

 


 

- Kritik -

Zombies im TV? Da kommt einem unwillkürlich AMCs Hit-Serie THE WALKING DEAD in den Sinn. Allerdings gibt es eine Serie, die schon vor THE WALKING DEAD zu sehen war. Diese heißt DEAD SET, wurde bereits 2008 ausgestrahlt und kommt aus Großbritannien. Gut vier Jahre später hat es DEAD SET nun zu einer deutschen DVD-Veröffentlichung gebracht und das vollkommen ungeschnitten. Ob DEAD SET ebenfalls die Gier nach Untoten Menschen stillen kann?

Die Ausgangssituation ist in jedem Fall super. In England läuft gerade eine weitere Big Brother Staffel auf Hochtouren. Während die Bewohner isoliert in ihrem Haus hocken, bricht draußen die Zombieseuche aus und überrollt das Land. Spätestens als Kelly (Jaime Winstone) blutverschmiert ins Big Brother Haus eindringt wird auch den Bewohner klar, dass sie sich in einer misslichen, aber zugleich auch komfortablen Situation befinden und sie sich entscheiden müssen, ob sie die Flucht wagen oder sich am besten verbarrikadieren sollen.

Wo die Ursprünge der Zombieseuche liegen (in der Serie wird nicht einmal der Begriff Zombie in den Mund genommen), erfährt man nicht. Als Zuschauer bleibt man somit auf dem Wissensstand der Big Brother Bewohner. Doch auch die anderen Figuren, wie der Produzent Patrick (Andy Nyman) oder Kelly sowie ihr Freund Riq (Riz Ahmed), können nichts Genaueres zu den Hintergründen verlauten lassen. Einzig dass es in Großbritannien zu Unruhen in der Bevölkerung kam, wird durch kurze Reportagen angedeutet. Ansonsten bleibt man jedoch im Ungewissen und es geht einzig um die Frage des Überlebens. Das ist nicht weiter schlimm, ebenso wenig dass man kein Gefühl für die Ausmaße der Seuche bekommt und ob sie auch international zugeschlagen hat (ein paar Andeutungen werden gemacht). Allerdings fehlt ein wenig das Zeitgefühl für die Geschehnisse denen man beiwohnt. Bedingt durch die doch eher kurze Laufzeit von nicht einmal zweieinhalb Stunden, nimmt DEAD SET sehr früh Tempo auf und nimmt den Fuß hiernach nicht mehr vom Gaspedal. Alles läuft unglaublich schnell ab und an sich dürften nicht mehr als drei Tage vergangen sein, aber letztendlich wäre es durchaus denkbar, dass in der Serie ein deutlich längerer Zeitraum abgedeckt wird.

Während man zunächst noch ein wenig in die Big Brother Welt gezogen wird, ziehen sich symbolisch die Wolken zusammen und die Atmosphäre verdichtet sich zusehends. Nachdem die Zombies erst einmal zugebissen haben, kommt alles Schlag auf Schlag. Es geht äußerst deftig zu und die graphische Gewalt ist nicht ohne. Die Maskenbildner liefern hier hervorragend Arbeit ab, wenn man denn einmal in Ruhe einen Blick darauf werfen darf. In den unruhigen Momenten ist jedoch die Kamera extrem hektisch, lässt jegliche Übersicht missen. Das kann ein ums andere Mal nerven zieht den Zuschauer aber zuweilen ein wenig tiefer ins Szenario.

Die Zombies stehen im Zeichen von 28 DAYS LATER (auch wenn es dort keine Zombies sind) und DAWN OF THE DEAD (das Snyder-Remake), d.h. sie können rennen. Das bringt Tempo und Spannung, wirkt aber ab und an unfreiwillig komisch, wenn die Zombies eine längere Verfolgungsjagd aufnehmen. Grundsätzlich herrscht jedoch eine dichte Atmosphäre, die immer wieder durch den typischen britischen Humor aufgelockert wird, der jedoch nicht immer zünden will. Das Endszenario kommt jedoch gut zur Geltung und die Verzweiflung bricht sich nach und nach Bahn. Da sich immer mehr Zombies um das Big Brother Gelände scharen, wird die Situation immer auswegloser und es wird massiv Druck auf die Figuren ausgeübt, so dass es zu entsprechenden Spannungen in der Gruppe kommt.

Beim Setting springt man zwischen drei Bereichen hin und her: Big Brother Haus, Studio Bereich, außerhalb des Studios. Erstes und Letzteres bieten ordentlich Abwechslung. Man spielt gekonnt mit dem Big Brother Setting und lässt es immer wieder mit in die Handlung einfließen, ob nun die Gruppendynamik bzw. die Charaktere, die man so in einer Big Brother Staffel wiederfinden könnte oder die Eigenheiten, die das Haus so mit sich bringt (Fernsteuerung, Gänge für die Kameras, Kameras, Mikrofone, Einwegspiegel), alles wird ein natürlicher Teil der Handlung. Am Ende unterscheiden sich die Probleme, mit denen die Bewohner zu kämpfen haben kein Stück von den Problemen, die man aus anderen Genrevertretern kennt, erfrischend anders wirkt es trotzdem. Riqs Storyline ist nicht weniger interessant und abwechslungsreich, während sich die Szenen rund um Pippa (Kathleen McDermott) und Patrick innerhalb des Studios recht zügig abnutzen, sehr gestelzt wirken und den Eindruck erwecken Füllmaterial zu sein. Erst in den letzten beiden Episoden wird zumindest Produzent Patrick wichtig, während Pippa weiterhin nur ein nerviger Charakter bleibt.

Die Figuren bleiben ohnehin recht simpel gestrickt. Charaktereigenschaften die zu Beginn ins Feld geführt werden, bleiben bis zum Ende bestehen und garantieren, dass man sich recht schnell auf einzelnen Sympathieträger  einschießen kann und diese (Charakter-)Eigenschaften auch von Bestand bleiben. Die Schauspieler leisten hierbei auch solide Arbeit ab, ohne wirkliche Glanzleistungen abzuliefern. Für Genre-Fans gibt es auch immer wieder Anlehnungen an bekannte Zombiefilm-Klassiker, die sich als Hommage verstehen, in seltenen Fällen aber auch zu sehr wie eine Kopie wirken.

 

- Fazit  -

DEAD SET ist ein gelungener Ausflug ins Zombie-Genre. Der Zuschauer bekommt ein hohes Tempo, Humor, Spannung, Horror und Abwechslung geboten. Da bleiben kaum Wünsche offen, wenn es nicht ein paar kleinere Hänger in der Story gäbe und das Rad nicht wirklich neu erfunden wird, da ändert auch das erfrischende Setting nur wenig dran. Trotzdem: DEAD SET macht an sich alles richtig und sollte von Horrorfans definitiv angesehen werden.

Bewertung: 8 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 Bewertung (8 Stimmen)

 


 

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 27.09.2012
DVD Verleihstart: 13.09.2012

Verleih: Sony Pictures Entertainment
Verpackung: Keepcase (Amaray)

Wendecover: Ja

Bild: 16:9 (1.77:1)
Laufzeit: 143 Minuten

Uncut: Ja 

Ton: 
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1) 

Untertitel: 
- Deutsch
 
Extras: 

  • Entfallene Szenen (ca. 11 Min.)
  • Interviews mit Produzent Charlie Brooker, Regisseur Yann Demange und Mitgliedern der Schauspielerriege (ca. 17 Min.)
  • Auf dem Set mit DEAD SET (ca. 6 Min.)
  • Ausführliche Betrachtung der blutigen Spezialeffekte (ca. 10 Min.)
  • Haus der Toten (5 Min.)
  • Ich bin Patrick, hört mich brüllen (ca. 4 Min.)
  • Armee der Toten (ca. 3 Min.)

Kritik: Extras
Die Extras sind umfangreich und konzentrieren sich auf das, was einen bei einem Horrorfilm interessiert: die Effekte. Die Interviews geben noch ein paar zusätzliche Blickwinkel und die Begehung des Big Brother Hauses ist recht amüsant, aber am interessantesten sind definitiv die Extras zu den Effekten.

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.6/10 Bewertung (5 Stimmen)
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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