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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Mai12

Dead Snow

Dead Snow

Originaltitel: Død snø
Erscheinungsjahr: 2009
Herstellungsland: Norwegen

Genre: Horror, Komödie
Freigabe: FSK-18
Regie: Tommy Wirkola
Darsteller: Vegar Hoel, Stig Frode Henriksen, Charlotte Frogner, Lasse Valdal, Evy Kasseth Røsten u.a.

Ein ausgelassener Urlaub voller Spaß in den verschneiten Bergen Norwegens soll es werden: In einer abgeschiedenen Hütte wollen sieben miteinander befreundete Medizinstudenten- und -studentinnen den Studienstress vergessen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft und den ersten Vergnügungen geschehen merkwürdige Dinge: Die Freundin, der die Hütte zu verdanken ist und mit der ein Treffen vor Ort ausgemacht war, trifft nicht ein und ein unheimlicher älterer Mann stattet der Gruppe einen unangemeldeten Besuch ab. Er tritt abweisend auf und erzählt den jungen Erwachsenen die blutgetränkte Geschichte des Ortes: Im Zweiten Weltkrieg befand sich dort ein wichtiger Stützpunkt der Nazis, welche die norwegischen Einwohner brutal misshandelten und beraubten. Bis es eines Tages zu einem grausamen Racheakt kam, in dessen Folge alle deutschen Soldaten den Tod fanden – seit dieser Zeit sei der Ort von einer bösen Kraft beherrscht. Tatsächlich findet einer der Studenten eine kleine Kiste voller Goldmünzen aus dem Zweiten Weltkrieg – ein kleiner Schatz. Doch bevor der Fund gefeiert werden kann, erscheinen uniformierte Untote und gieren nach Blut...

- Kritik -

Theoretisch betrachtet ist das Subgenre des Zombiefilms zumindest thematisch sehr eingeschränkt. Da sich die wandelnden Toten aber nach wie vor größter Beliebtheit erfreuen, finden Filmemacher immer wieder neue Wege, um die Zombies zum filmischen Leben zu erwecken. Nun ist die Idee, Untote mit dem Nazi-Regime in Verbindung zu bringen, nicht sonderlich neu – das gab es schon in den 70er-Jahren – aber immer noch bemerkenswerter als das abermalige Wiederkauen der gängigeren Motive. Addiert man hinzu, dass es sich um eine finnische Produktion handelt und der Regisseur Tommy Wirkola – der mittlerweile auch in den Staaten, u.a. mit Jeremy Renner arbeitet – heißt, wird DEAD SNOW gleich noch einmal interessanter.

Der Streifen baut – ähnlich wie die hervorragende finnische Slasher-Trilogie COLD PREY – auf ein altbekanntes Handlungsmuster und variiert allenfalls die üblichen Spielregeln des Genres. Zwar fällt recht früh auf, dass sich Wirkola im Horrorfilm gut auskennt und daher für den Fan leicht erkennbar einige – mal mehr, mal weniger – deutliche Hommagen an bekannte Klassiker einbaut und auch der Ton etwas heiterer ist, doch im Grunde bietet die erste Hälfte nicht mehr als solide inszenierte und gespielte Horrorkost von der Stange. Das sind die üblichen Klischee-Figuren, das übliche Szenario – sieht man mal davon ab, dass die Landschaftsaufnahmen des winterlichen Finnlands durchaus eine gewisse Auflockerung bieten – und dieselben, bisweilen ironischen Anspielungen a´la SCREAM.  Das ist nicht schlecht gemacht, aber eben nur souverän angepackt, jedoch weitestgehend nicht mehr als ein unterhaltsames Potpourri der gängigen Motive.

Doch in der zweiten Hälfte zieht DEAD SNOW nicht nur das Tempo an, sondern wird zu einem gänzlich anderen Film. Abgesehen davon, dass Wirkola nun immer stärker Filmen wie TANZ DER TEUFEL, BRAINDEAD oder NIGHT OF THE LIVING DEAD huldigt: Er setzt dem Zuschauer eine Fun-Splatter-Granate allererster Güte vor, die sich selbst nicht ernst nimmt und auch nicht ernst genommen werden will.  Hier wird – im Übrigen mit sehr guten Effekten alter Schule - gemetzelt, dass es nur eine Freude ist, und wer MACHETE gesehen hat, weiß spätestens jetzt, dass Robert Rodriguez nicht halb so originell ist, wie er glaubt. Dass der Film so unbeschadet durch die FSK kam, ist in diesem Zusammenhang  schon ziemlich überraschend. DEAD SNOW nun jedoch nur auf seine Splatter-Effekte zu reduzieren wird dem Ganzen auch nicht gerecht, da der Film handwerklich sehr gut gemacht,  insbesondere in der zweiten Hälfte auch wirklich witzig ist und dazu auch noch spannend geriet. Trotz der ursprünglichen 08/15-Charaktere wünscht man den Figuren, dass sie da heil rauskommen. Und die Nazis? Im Grunde ist es nur sekundär wichtig, dass es sich bei den – überzeugend geschminkten - Untoten um Nazis handelt, da sie über weite Strecken nicht mehr als bloßes Metzel-Futter sind – das könnten auch Navy Seals sein, da der Faktor Nazi nicht mehr als ein reiner Aufhänger ist. Eine Szene, in denen der federführende General sogar deutsch „spricht“, wird jedoch sicherlich allen in Erinnerung bleiben.

DEAD SNOW wurde von Fans für Fans gemacht, und so sieht der Film dann auch aus: Das ist spaßig, unterhaltsam und durchaus spannend. Negativ wirkt sich jedoch aus, dass Wirkola in der ersten Hälfte keine ironischen Brüche einbaut, sondern klassisches Horrorkino erzählt, bevor er den Schalter umlegt. Das wirkt etwas uneinheitlich und kommt zu plötzlich. Zudem variiert und zitiert er durchgehend, findet aber nie eine eigene Handschrift oder bietet neue Ideen. Aber das ist meckern auf ziemlich hohem Niveau – gerade im Horror-Genre.

 

- Fazit -

Fans werden begeistert sein. Die überdrehte und sehr blutige Horror-Komödie bietet alles, was Liebhaber des Genres sehen wollen – und das auf einem überraschend hohen handwerklichen Niveau. Dramaturgisch zwar etwas uneinheitlich - da man scheinbar anfangs nicht wusste, ob man einen ernsthaften Beitrag oder doch eher eine abgedrehte Komödie ins Rennen schicken wollte - und im Kern nicht mehr als eine engagierte Variation gängiger Motive, überzeugt DEAD SNOW durch sein hohes Tempo und dem sichtbaren Spaß an der Sache. Ansehen!

Bewertung: 7.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

7.7/10 Bewertung (10 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS - 

 

DVD Verkaufstart: 23. Oktober 2009
DVD Verleihstart:  23. Oktober 2009

Label: Splendid
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nicht bekannt

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 87 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1.Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono)
2.Norwegisch (Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel:
- Deutsch
- Niederländisch

Extras:

  • 8 Trailer (15:47 Min.) 
  • Carriers (Dt./Eng.) (2:14 Min.)
  • The Devil's Tomb (Dt./Eng.) (2:26 Min.) 
  • Alone in the Dark 2 (Dt./Eng.) (1:46 Min.) 
  • Bloodrayne - Deliverance (Dt./Eng.) (2:00 Min.) 
  • The Gene Generation (Dt./Eng.) (1:48 Min.)
  • Dying Breed (Dt./Eng.) (1:36 Min.)
  • Black House (Dt./Kor.) (2:09 Min.) 
  • Dance of the Dead (Dt./Eng.) (1:48 Min.)

Kritik Extras:
Auch das kann sich sehen lassen. So hätte man sich zwar noch einen Audiokommentar gewünscht, doch gerade die nicht aufgesetzt wirkenden Einblicke hinter die Kulissen geben einen guten Eindruck von der Entstehungsgeschichte des Films wieder.

Bewertung: 7 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

6.0/10 Bewertung (2 Stimmen)
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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