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Okt17

Der Tag an dem die Erde still stand 2

Der Tag an dem die Erde still stand 2

Originaltitel: The Day the Earth stopped
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Science-Fiction
Freigabe: FSK-16
Regie: C. Thomas Howell

Darsteller: C. Thomas Howell, Judd Nelson, Sinead McCafferty u.a.

Nachdem Klaatu seinen Kampfroboter Gort in Teil 1 gerade noch vom Wert der Menschheit überzeugen und die drohende Vernichtung des Planeten verhindern konnte, tauchen wenige Jahre später über Nacht wieder hunderte von riesigen, intergalaktischen Robotern in allen Hauptstädten der Welt auf. Sie stellen erneut ein Ultimatum: Beweist, dass die menschliche Rasse es wert ist, zu überleben, oder werdet vernichtet!

- Kritik -

Neues von Asylum, und dann noch ein Sequel! Wobei, halt:  Das stimmt ja gar nicht. Denn einerseits datiert DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILL STAND 2 aus dem Jahre 2008 und andererseits tauften ihn die Macher im Original auf den Titel The Day the Earth stopped. Warum? Weil 2008 Keanu Reeves unter der Regie von Scott Derrickson in dem Big-Budget-Streifen DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILL STANDder im Original The Day the Earth stood still  hieß, über die Leinwände fegte. Und dieser war wiederum ein Remake des Robert-Wise-Klassikers aus dem Jahre 1951. Verwirrend? Ja, aber so will es der deutsche Verleiher und natürlich Asylum auch.

Regie und Hauptrolle übernahm C.Thomas Howell, in den 80er Jahren noch ein aufstrebender Jungstar, in Personalunion. Er arbeitete 2008/2009 gleich mehrfach für Asylum, dabei auch mehrfach als Regisseur. Mit DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILL STAND 2 legte er den besten seiner Asylum-Filme vor.
Wir wollen uns nichts vormachen: Natürlich ist auch DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILL STAND 2 billighäufig unfreiwillig komisch, und erblickte das Filmlicht der Welt nur, um sich an den großen Mainstream-Bruder zu hängen. Sets, Kostüme oder Effekte – wobei diese hier bedeutend annehmbarer ausfielen, als in vielen anderen Produktionen – sind mau. Doch Howell schafft für eine Asylum-Produktion etwas besonderes: Ohne, dass er seinen Film als reines Trashwerk begreift und anpackt, „funktioniert“ sein Mockbuster. Wurde häufig - auch von uns - bemängelt, dass sich die Asylum-Produktionen viel zu ernst nehmen und nur dann unterhaltsam sein können, wenn sie sich dem Trash bereitwillig hingeben, verweigert sich Howell dieser Aufforderung und nimmt seine Arbeit und den Film ernst. Erstaunlich, dass DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILL STAND 2 trotzdem funktioniert und unterhaltsam geriet. Und dabei passiert noch nicht einmal sonderlich viel, doch Atmosphäre und Dramaturgie pendeln sich zumindest überwiegend auf einen mittelmäßigen Pegel ein, der Score weiß sogar temporär sehr zu gefallen – für einen Asylum-Film ist das ein Meilenstein, da der Streifen nicht aufgrund seiner Kuriosität akzeptiert werden kann, sondern aufgrund seiner vorhandenen inszenatorischen und inhaltlichen Stärken.
Bevor jetzt jedoch die große Freude ausbricht: Diese genannten positiven Merkmale wurden deswegen so ausführlich in den Vordergrund gestellt, weil sie für eine Asylum-Produktion eben etwas besonderes sind. Vergleicht man jedoch DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILL STAND 2 mit anderen Low-Budget-Vertretern des Genres, relativiert sich dieser Eindruck schnell wieder. Es bleibt dann prinzipiell nur ein akzeptabler, schnell herunter gekurbelter Genre-Vertreter übrig, dessen Schwächen in einem insgesamt recht schwachen Skript ebenso zu suchen sind, wie in den Tücken des minimalen Budgets. Was Schauwerte angeht, fällt Asylum da gegen die Konkurrenz klar ab. Schauspielerisch tun sich da vergleichbare Filme nicht sonderlich viel, vielleicht auch deswegen, weil Howell eben doch besser ist, als die Klassenkonkurrenz. Doch trotzdem überrascht DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILL STAND 2, weil man ihn überhaupt mit der Konkurrenz vergleichen kann, und das trotz der üblichen Schwächen, die jede Asylum-Produktion aufweist. Mittelmaß als normaler Film: Das ist für die Mockbuster-Schmiede eine Art Ritterschlag. Und so ist diese Produktion neben der Trashgranate MEGA PIRANHA sogar das beste, was wir bislang aus dieser Ecke zu sehen bekamen. Wer hätte das gedacht?

 

- Fazit -

Weitestgehend unterhaltsam und dramaturgisch überraschend akzeptabel. Vielleicht der beste Asylum-Film auf ernster Ebene. Das kann und soll jedoch nicht von den sichtbaren Schwächen ablenken: Ein relativ einfallsloses Skript, lausige Sets und billige Effekte. Trotzdem: Der erste Asylum-Film der abseits der reinen Kuriosität bis zu einem gewissen Grad überzeugen kann und bedeutend mehr zu bieten hat, als 95% des sonstigen Outputs aus dem Hause Asylum. Nicht gut, sondern mittelmäßig. Und das als Mockbuster aus dem Asylum-Hause. Wunder geschehen.


Bewertung: 5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

3.1/10 Bewertung (7 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 22.06.2011
DVD Verkaufstart: 22.06.2011

Label: dtp entertainment

Verpackung: Keepcase
Wendecover: Ja

Bild: 16:9
Laufzeit: ca. 86 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
Keine

Extra:

  • Teaser
  • Original Trailer
  • Bloopers

Kritik Extras
Joar, wenig bis nichts. Die Bloopers sind amüsant, haben aber keinen Infogehalt.  Ansonsten? Fehlanzeige. 

Wertung: | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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