!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Jul20

Die Saat des Bösen

Die Saat des Bösen

Originaltitel: The Terror Beneath
Herstellungsland: Kanada

Erscheinungsjahr: 2011
Genres: Action, Science-Fiction
Freigabe: FSK-16
Regie: Paul Ziller
Schauspieler: Adrian Pasdar, Jesse Moss, Stefanie von Pfetten, James Morrison, Luisa D'Oliveira u.a.

Als der Wissenschaftler Frame Marcos die Samenkörner aus dem Garten Eden in das vergiftete Klima und die zerstörte Umwelt unserer Erde geraten lässt verwandelt sich die Pflanze in ein unkontrollierbares Monster, das eine unfassbare Zerstörung über die Erde bringt. Spezialagent Jack Taylor und seiner Kollegin bleibt nur noch wenig Zeit um Marcos und seine Kreatur zu stoppen, bevor die Wurzeln den Meersgrund aufbrechen und gigantische Tsunamis auf die Küsten der Erde zukommen.

- Kritik -


Man muss kurz über Regisseur Paul Ziller sprechen, bevor wir zum Film kommen. Ziller ist quasi die Allzweckwaffe, wenn SyFy jemanden braucht, der ihre abstrusen Ideen zum Leben erweckt. Seit 2006 hat sich der fleißige Ziller  seine eigene kleine Nische gebaut und mindestens zwei Filme pro Jahr abgedreht. Darunter so obskure Produktionen wie LOCH NESS – DIE BESTIE AUS DER TIEFE, SEA BEAST – DAS UNGEHEUER AUS DER TIEFE oder SPACE TRANSFORMERS. Keiner seiner Filme erfüllt höhere Ansprüche, doch im Gegensatz zu vielen anderen Regisseuren dieser Liga beherrscht er sein Handwerk und hat scheinbar noch nicht seinen Enthusiasmus verloren, aus wenig möglichst viel zu machen. Das trifft auch auf DIE SAAT DES BÖSEN zu, womit wir beim Thema wären.

Auch dieser Film reiht sich nahtlos in das Portfolio von Ziller ein. Die Geschichte ist grandioser Blödsinn, die Dialoge schmerzhaft, die Charaktere platt und die Dramaturgie vorhersehbar. Doch trotzdem gibt es hier einige Unterschiede zu vergleichbarer Kost. Das Tempo ist beispielsweise extrem hoch. Schon in den ersten fünf Minuten ist die Ausgangslage klar und fortan geht´s zur Sache. Die verschiedenen, parallel laufenden Handlungsstränge  spielen diesem hohen Tempo nur in die Karten, denn wenn die Defizite an einer Stelle zu offensichtlich werden, verlagert sich das Geschehen auf eine andere Ebene und wenn gar nichts mehr geht, tritt halt die ziemlich übel gelaunte Pflanzenwelt auf den Plan. Dabei beweist Ziller einmal mehr, dass er gerade bei den Action- und Verfolgungsszenen ein durchaus gutes Händchen hat.  Der Film rollt daher ziemlich kurzweilig und platt unterhaltsam dahin, wobei die CGI-Effekte natürlich wieder überwiegend denkbar mies ausfallen, teilweise aber auch erstaunlich überzeugend wirken. DIE SAAT DES BÖSEN liegt daher über weite Strecken deutlich über vergleichbarer Konkurrenz und wird bei Fans daher auch gut ankommen.

Doch auf der anderen Seite schmeißen Drehbuch und Regie mit dem Hintern wieder um, was sie sich vorher mühselig aufgebaut haben. So ist es für jeden ersichtlich, dass die Geschichte völliger Käse ist und nur dann funktionieren kann, wenn man sie als reine Trash-Steilvorlage benutzt. Doch genau das geschieht nicht. Alle Beteiligten nehmen den Humbug fürchterlich ernst. Das könnte noch amüsant sein, wenn unfreiwillig komisch wirken würde, doch dazu ist das Gesamtpaket zu professionell. Dass man darüber hinaus auch noch eine religiöse Botschaft mit der Subtilität eines Vorschlaghammers vermitteln will, ist nicht nur nervig, sondern in dieser Form sogar ärgerlich. Der Verdacht liegt nahe, dass man Faith Films, dem religiösen Ableger von Asylum, den Markt nicht alleine überlassen will. Ziller offenbart einmal mehr sein persönliches Dilemma: Er produziert und filmt Trash, will das aber nicht einsehen und versucht aus seinen Filmen mehr zu machen, als sie sind. Und damit schießt er sich selbst ins Bein, weil viel Trash-Potential einfach nicht genutzt wird. Und das ist die einzige Art in der Filme wie DIE SAAT DES BÖSEN nun einmal funktionieren. Dass zudem auch die Schauspieler nicht gerade positiv auffallen, kann dabei getrost ignoriert werden. Wie zum Henker jedoch James Morrison in dieses Dilemma geraten konnte, bleibt eine der größten Fragen am Ende des Streifens. Genug gemeckert: DIE SAAT DES BÖSEN überragt trotz aller Mängel das Gros der anderen SyFy-Produktionen und bietet für ein anspruchsloses Publikum durchaus genug Reize, um gefallen zu können.

 

- Fazit -

Handwerklich durchaus souverän und temporeich setzte Regisseur Ziller die völlig bekloppte Geschichte in Szene. Durch die geschickt verteilten Handlungsstränge und der ordentlichen Portion Action kommt keine Langeweile auf, womit DIE SAAT DES BÖSEN durchaus ein Tipp für die Trash- und B-Movie-Fangemeinde sein dürfte. Jetzt muss Ziller nur noch kapieren, dass er ein reiner Trashfilmer ist, dann ist da auch noch mehr drin.

Bewertung: 4.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

3.4/10 Bewertung (5 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verkaufsstart: 06.06.2012
DVD Verleihstart: 10.05.2012

Label: Sunfilm
Verpackung: Keep Case (Amaray)

Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: 86 Minuten

Uncut: Ja 

Ton: 
1. Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.1)

2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch

Extras: 

  • Behind the Scences
  • Trailershow

Kritik: Extras
Nicht besonders viel, aber das hat ja auch niemand erwartet. Allerdings beweisen die Interviews mit den Beteiligten, dass sie die Geschichte tatsächlich viel zu ernst genommen haben. Bedauerlich jedoch, dass es keine Untertitel auf den Silberling geschafft haben.

Bewertung: 5 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

Spieltipp  

   

Statistik  

Filme: 1.442
Videospiele: 88
Specials: 105
Interviews: 62
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden