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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Mär10

DIVA

DIVA

Originaltitel: Diva
Herstellungsland: Frankreich

Erscheinungsjahr: 1981
Genres: Thriller
Freigabe: FSK-12
Regie: Jean-Jacques Beineix

Darsteller: Wilhelmenia Fernandez, Frédéric Andréi, Richard Bohringer u.a.

Preis zum Test: EUR 12,99


 

Inhalt: Der junge Postbote Jules ist ein großer Verehrer der weltberühmten Opernsängerin Cynthia Hawkins. Als es ihm gelingt, einen illegalen Mitschnitt eines ihrer Konzerte zu bekommen, ist er überglücklich - denn die Diva will ihre Opernauftritte nicht aufnehmen und auf Platte veröffentlichen lassen. Jules' Tonbandaufnahme wird jedoch verwechselt mit dem Band eines ehemaligen Callgirls, auf dem Informationen über die Machenschaften einer Gangsterbande zu finden sind. Als die Gangster dieses Band zurück haben wollen, gerät Jules in tödliche Gefahr.

 


 

 



- Kritik -
     

Ein weiteres Regie-Debüt, diesmal vom Franzosen Jean-Jacques Beineixs, einer der wichtigsten Figuren des französischen Kinos der 80er Jahre. Sein Debütfilm, nach mehreren Regieassitenzen die Jahre davor, basiert auf dem gleichnamigen Kriminalroman des Schweizer Autors Daniel Odier. Der Thriller entwickelte sich seinerzeit Anfang der 80er Jahre zu einem Kultfilm und lief in einigen Kinos jahrelang. Bekanntheit erlange er vor allem für seinen Anlehnungen an damalige Werbung- und Musikvideoästhetik. Dadurch verwischen in dem oft surrealen Film die Grenzen zwischen reiner Fiktion und medial abgebildeter Realität und lässt sich auch als Kritik an der Konsumgesellschaft verstehen. Der Krimi wurde anschließend mit vier Césars, unter anderem für das beste Erstlingswerk und die beste Filmmusik, ausgezeichnet. Studiocanal hat den Film nun erstmals als DVD Digital Remastered sowie als Blu-ray veröffentlicht. WIr haben ihn angesehen.

Wer bei der ersten Beschreibung direkt an style-over-substance denkt wird dem Film nicht gerecht. Stilprägend nicht nur für das französische Kino, ist er einer der vergessenen Genre-Perlen der 80er Jahre, die gerade Fans des Jahrzehnts - und davon gibt es reichlich - ansprechen sollte. Beineix versteht es hierbei sehr gut temporeiche mit ruhigen Momenten im Wechsel zu schneiden. So gibt es rasante Mopedverfolgungsjageden Rolltreppen hinuntern, wie aber auch atmosphärische, morgendliche eines Paris, das gerade erwacht. Auch hält der Film den Zuschauer lange an der Stange, mit der Frage, ob der Held der Geschichte, der Postbote, auch den Abspann noch miterleben darf. Zugegeben mag die Mischung der Story aus Gangster wollen heikle Audioaufnahmen zurück und ein Postbote, der einer Opernsängerin hinterschwärmt etwas obskur zu sein, doch das tut dem Thrill keinen Abbruch.

Das der Film vielleicht heute teilweise vergessen wird, mag auch daran liegen, dass sich Beineix äußerlich mit seiner zwischen künstlichem Naturalismus und surrealen Rauminszenierung schwankenden Optik und der fragmentarisch eingesetzten, klassischen wie zeitgenössischen Musik in keinerlei konkrete modische Zwänge begibt, die einfach ein ikonisches Licht der 80er Jahre auf den Film werfen können. Dazu fragt das Drehbuch nicht nach Hintergründen oder Beweggründen der einzelnen Personen. Sie sind wie sie sind und dementsprechend handeln sie. Hier ist einfach alles etwas anders und doch entdeckt man Spuren vieler anderer Filme und Filmemacher in diesem Film. Sei es Luc Besson aus derselben Kinematographie oder eben ein Quentin Tarantino. Der wichtige Punkt ist hierbei nur, dass diese alle nach DIVA kamen. So sollte sich jeder der den Film noch nicht kennt einmal darauf einlassen und vielleicht schafft es dann der Film, der in den 80er Jahren, auch in Deutschland, jahrelang in den Kinos zu sehen war, zurück in die Gedächtnisse der Filmzuschauer zu kommen und vom Geheimtipp wieder zum ultimativen Kultfilm zu werden.
  

- Fazit -  

Eine 80er-Jahre Genre-Perle, die ein wenig in Vergesenheit geraten ist, deren erneute Sichtung oder Neuentdeckung sich aber allemal lohnt. Er bedient dabei vielleicht Klischees und Standardsituationen, die heute mehr als bekannt sind, zu der Zeit des Films aber noch völlig neu waren.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 23. Februar 2017
BD Verleihstart: 23. Februar 2017

Publisher: Studiocanal/Arthaus

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,66:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 117 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch Mono DTS-HD Master Audio
2. Französisch 5.1 DTS-HD (Master Audio)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Interview mit Jean-Jacques Beineix

Kritik Extras
Ein knapp fünfminütiges Interview mit dem Regisseur schmückt die Extras etwas dürftig.

Wertung: 3,5|10

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

Spieltipp  

   

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